Drucken

In den Wochen vor dem Heidelberger Halbmarathon herrscht Ruhe an der Langdapperfront. Es sei denn, man hat einen anderen Höhepunkt im Frühjahr gewählt. Michael Chalupsky beispielsweise trat in Hamburg über die Marathondistanz an und erzielte dort das beste TSG-Ergebnis seit Jahren: 2:38:38 h netto. Geliebäugelt hatte er mit einer noch schnelleren Endzeit, aber die Bedingungen mit Hagel und böigem Wind gaben das nicht her – hanseatisches Schietwetter halt. So entschied sich Michael für eine defensive Lauftaktik, was mit äußerst gleichmäßigen Kilometer-Splits um 3:45 min. belohnt wurde. Am Ende standen Gesamtplatz 83 und Rang 18 in der M 30 für ihn zu Buche.

Auch Jens Müller konnte nicht am heimischen Halbmarathon teilnehmen, weshalb er seine Form beim Wieslocher Stadtlauf testete. Und dort überraschte er sich selbst mit einer neuen Bestzeit: 36:37 min. auf einer alles andere als flachen Strecke. Dazu sollte man erwähnen, dass Jens erst vor drei Jahren erstmals die 40-min.-Marke knackte. In Wiesloch bedeutete diese Zeit Platz 7 gesamt und den Vizetitel in der M 40.

Dass es nicht zum 1. AK-Platz reichte, lag an Tobias Balthesen, der für Heidelberg testete. In 33:17 min. fiel dieser Test mehr als zufriedenstellend aus – Platz 2 unter 743 Finishern. Auch sonst war die TSG massiv im Vorderfeld vertreten: Marcus Imbsweiler lief direkt hinter Jens ein (1. M 50), Leon Zeiger benötigte als 12. gesamt 37:12 min. (1. MJ U18). Dazu nach längerer krankheitsbedingter Pause Wolfgang Wagner, der Platz 6 in der M 70 belegte (60:32 min.).

Nur eine knappe Woche später legte Leon noch eine Schippe drauf. Bei den baden-württembergischen Langstreckenmeisterschaften in Leinfelden-Echterdingen verpasste er das Podium der U18 nur um wenige Wimpernschläge. Dafür belohnte er sich mit einer neuen Bestzeit über 5000m: 16:38,76 min. Zudem gehörte Leon mit Jahrgang 2001 zu den Jüngeren im Feld, da sieht es nächstes Jahr schon wieder ganz anders aus.