Zum letzten Spieltag der Vorrunde musste das Heidelberger Team nach Stuttgart fahren, um sich mit den dort ansässigen Kickers und der Mannschaft von München B zu messen.
Im ersten Spiel ging es gegen die favorisierten Stuttgarter. Der Start ins erste Viertel wurde komplett verschlafen und so hatte die Heidelberger Offensive noch nicht einmal den Ball besessen und es stand 4-0 für die Gastgeber. Dieser Zwischenstand hat wohl als Wecksignal gedient, denn endlich wurde aggressiv und konzentriert Lacrosse gespielt, zum Ende des ersten Viertels war das Spiel wieder knapper und die Heidelberg auf 4-5 dran. Im weiteren Verlauf zeigt sich dann aber doch die Klasse der Stuttgarter, die mit schnellem und sicherem Passspiel ein fürs andere Mal frei zum Schuss kamen und somit unaufhörlich davon zogen. Zudem leisteten sich die Mannen um Spielertrainer David Schweizer einige unnötige Strafzeiten, die gnadenlos gestraft wurden.
Am Ende hieß es 16-8 für die Kickers aus Stuttgart und für die Heidelberger blieb Erkenntnis, dass man den Spitzenteams von München und Stuttgart momentan nur kurzzeitig Paroli bieten kann.

Im zweiten Spiel des Tages war München B der Gegner und dieses Mal ging das Team den Beginn sehr konzentriert an. Relativ schnell wurde mit geschickten Pässen die Abwehr der Münchener ausgespielt und wir hatten uns einen Vorsprung von 4-0 erarbeitet. Dann allerdings fand ein Bruch im Spiel der Heidelberger statt, was sicherlich auch mit dem harten Spiel gegen Stuttgart zu tun hatte. Zusätzlich verletzte sich noch Simon Gräber und unsere Attack, die ohnehin dünne Besetzt war, wurde weiter geschwächt. In der Folgezeit nutzte München unsere Inkonsequenz aus, kam stark auf und verkürzte Tor um Tor.
Gegen Ende des Spiels riss sich unser Team allerdings noch mal am Riemen, mobilisierte letzte Kräfte und gewann schließlich mit 9-4.
Die Hinrunde ist vorbei und die Heidelberg haben sich für die obere Tabellenhälfte qualifiziert, somit stehen in der Rückrunde wieder die schweren Gegner aus München und Stuttgart auf dem Programm. Um dort bestehen zu können muss die Trainingsleistung und Beteiligung jedes einzelnen unbedingt besser werden, denn sonst vergrößert sich der Abstand zu den Spitzenteams der Bundesliga Süd weiter. Jetzt heißt es also nicht nur für die Hallenturniere in Göttingen und Bielefeld Gas geben, sondern auch über den Winter hart und gut zu trainieren.

Daniel Staude