Karlsruhe, 29.04.2012, 14 Uhr

Lacrosserückrunde des 1. Bundesliga-Süd-Spiels zwischen Karlsruhe und Heidelberg. Beide Mannschaften stehen sich bei über 30 Grad in der Hitze gegenüber. Face-off. Das Spiel beginnt. Nach der Niederlage in Heidelberg hatten die Gastgeber eine Rechnung offen. Recht zu Beginn fällt auch gleich das erste Tor für die Karlsruher. Sie spielen gleich mit viel Druck und konzentriert. Da erzielt Karlsruhe zügig den nächsten Treffer. Die Heidelberger bekommen auch gute Torchancen, doch der Goalie der Gastgeber kann die Treffer überragend vereiteln. Die meiste Zeit der ersten beiden Viertel stehen die Heidelberger hauptsächlich in der Defensive, sodass Karlsruhe solide mit einem 6:1 in die Halbzeitpause gehen konnte. Bei Heidelberg scheint der Knoten einfach nicht zu platzen. Sie sind immer noch nicht richtig im Spiel, erleiden unnötige Ballverluste, die sich gleich in weiteren Treffern rächen. Bis zur 59. Minute steht es 9:1 für Karlsruhe. Aus dem Fanblock der Gastgeber ist die Siegessicherheit deutlich zu entnehmen. Heidelberg wirkt sehr angeschlagen, Karlsruhe dagegen motiviert und dominierend.
Doch dann das Erwachen. Heidelberg schießt kurz vor der letzten Pause das zweite Tor. Direkt nach der Pause fällt dann das schnelle 3:9 und sie scheinen den Weg ins Spiel gefunden zu haben. Es fällt nun ein Tor nach dem anderen und die Gastgeber sind ordentlich unter Druck. Noch ein Tor. Und noch eins. Heidelberg setzt Karlsruhe mächtig zu. Ca. 3 Minuten vor Spielende steht es nur noch 9:7. Alles scheint plötzlich wieder offen zu sein. Trotz des zunächst starken Unterliegens denkt Heidelberg noch an den Sieg. Alles noch möglich. Karlsruhe wird mächtig unter Druck gesetzt. Die Gäste sind aggressiv in der Offensive. Sie wollen die nötigen zwei Treffer erzielen um in die Verlängerung kommen zu können. Doch dann kommt schon der Abpfiff. Das Spiel ist vorbei, Karlsruhe erleichtert. Sie gewinnen gegen ihren Erzrivalen im Ergebnis knapp mit zwei Toren Vorsprung, haben diesen Sieg allerdings aufgrund der Dominanz der ersten drei Viertel verdient errungen. Wir können uns auf die nächste Saison und deren Aufeinandertreffen freuen. Es wird mit Sicherheit wieder spannend.

Michael Szymczak