Zum vierten Mal in der Vereinsgeschichte hatte die TSG 78 Heidelberg für die DM im Lacrosse qualifiziert. Bisher hatte es immer nur für den vierten Platz gereicht, doch diesmal waren die Spielerinnen und der Coach bereit in Frankfurt Vereinsgeschichte zuschreiben.

Im Halbfinale traf Heidelberg auf München, das Team, gegen die sie schon in der Liga verloren hatten. Bei strahlender Sonne lieferten sich die Teams ein spannendes Spiel Spitzenlacrosse. Zur Halbzeit stand es 5:0 für München, trotz guter Defense Leistung und einigen vielversprechenden Torschüssen. Nach der Halbzeitpause holte Heidelberg auf und zeigte dass sie nicht mehr als ungefährlicher Verein abgestempelt werden dürfen. Wenn Heidelberg von Anfang an mit mehr Selbstbewusstsein in die Partie gegangen wäre, hätte dass gesamte Spiel eine ganz andere Wendung nehmen können. So endete es mit ein 13:5 was eine Verbesserung zeigt, aber leider nur zum kleinen Finale reichte.


Im Spiel um Platz drei traf Heidelberg dann auf Blax, das Lacrosse Team aus Berlin. Hochmotiviert endlich aufs Treppchen zu kommen gingen die Spielerinnen in die Partie. Das unangenehme Regenwetter wurde von Julia Mechel in Zauberwetter umgetauft und so spielten die Heidelbergerinnen auch. Sie ließen sich weder vom Wetter noch vom ersten Tor, das für die Berlinerinnen fiel, entmutigen. Die Torfrau Elena Buss kämpfte weiter und hielt sehr gut. Alle Spielerinnen waren in Höchstfor'm und schüchterten die Berlinerinnen dadurch ein. Charlotte Hentze und Kristina Schäfer sprinteten die gesamten 60 Minuten über den Platz. Jella Kandziora schoss zwei schöne Tore und auch Julia Mechel konnte an ihre tolle Leistung bei den Playoffs anknüpfen. Auch die Defense leistete ganze Arbeit und der Coach Christoph Rapp wurde vom Deutschen Lacrosse Verband zum Coach of the Year gewählt. Mit einem Endspielstand vom 10:6 für Heidelberg wurden die Damen der TSG 78 Heidelberg im Lacrosse Dritter und die Saison wurde für jeden einzelnen erfolgreich beendet.

Deutscher Meister wurde Hannover und Zweiter wurde München, die einzigen zwei Teams die Heidelberg diese Saison noch nicht bezwingen konnte. Ein besonderer Dank gilt allen die das möglich gemacht haben, dazu zählen auch die Fans und alle diejenigen die fleißig mittrainiert haben. Wir können alle gespannt sein was die nächste Saison mit sich bringen wird und können stolz und zufrieden in die Sommerpause gehen.


Louise Rippmann