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Am 19. Oktober brachen die Lacrosse-Damen der TSG 78 Heidelberg nach München auf, um dort ihren nächsten Spieltag der Hinrunde gegen den HLC Rot-Weiß München und die Neckarnixen aus Stuttgart-Tübingen zu bestreiten. Leider stand der Termin unter keinem guten Stern: Mit nur 13 Spielerinnen – und somit nur einem Auswechselspieler – reiste die TSG an, da vor allem zahlreiche erfahrene Teammitglieder im Ausland weilen oder andere Termine hatten.
An Motivation mangelte es den Heidelbergerinnen dennoch nicht. In das wichtigere erste Spiel gegen die Neckarnixen starteten sie sehr konzentriert, während die Gegnerinnen von ihrem ersten Spiel gegen München schon ein wenig erschöpft waren. Die TSG konnte schnell in Führung gehen und dominierte die erste Halbzeit sehr deutlich. Zehn Minuten vor Schluss führte Heidelberg klar mit 8:2. Doch allmählich machte sich die Erschöpfung breit, da beinahe alle Spielerinnen die vollen 2x30 Minuten ohne Auswechslung zu bestreiten hatten. Unkonzentrierte Pässe und müde Beine bei der TSG erlaubten es den Neckarnixen so, noch vier Tore vor Schluss zu schießen. Heidelberg traf noch zum 9:6 und alle waren erleichtert, als der Schlusspfiff die Partie beendete.
Im folgenden Spiel gegen München rechneten sich die Damen keinerlei Chancen aus, da sie bereits müde und mit einigen Neulingen angereist waren, gegen die die erfahrenen Münchnerinnen sehr viel Druck ausüben würden. Dramatischer als das Torfeuer der Münchenerinnen war jedoch ihre ungewöhnlich aggressive Spielweise an diesem Tag, die von den unerfahrenen Schiedsrichtern der Neckarnixen nicht geahndet wurde. Bereits kurz nach Anpfiff traf eine Münchener Spielerin eine langjährige Verteidigerin der TSG mit dem Schläger am Kopf, woraufhin diese mit einer Platzwunde ausschied. Von da an noch zu zwölft, mussten die Heidelbergerinnen die verbleibenden 45 Minuten ohne Pause durchspielen. Mit einem deutlichen 19:1 für München gingen die Damen vom Neckar zwar geschlagen vom Platz, können sich für ihr Durchhaltevermögen und eine wunderbare Teamleistung an diesem Tag aber durchaus auf die Schulter klopfen.