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Die Heidelberger Damen hatten es trotz der zwei Niederlagen gegen die Neckarnixen auch dieses Jahr wieder zu den Playoffs geschafft. Dank einer hervorragenden Hinrunde im Herbst waren sie Tabellenzweiter der Bundesliga-Süd und so qualifiziert, unter den besten acht deutschen Lacrosseteams um den Einzug zu den Deutschen Meisterschaften zu spielen. Am 30.Juni machten sich deshalb 18 Spielerinnen und die Coaches auf den weiten Weg nach Dresden.

Der erste Gegner lautete Frankfurt. Bereits in den Wochen vor den Playoffs hatten sich mehrere Freundschaftsspiele der TSG und des SC Frankfurt ergeben. Man traf also auf bekannte Gesichter und konnte sich bereits taktisch einschätzen. Da Heidelberg bei den Freundschaftsspielen nicht unbedingt in idealer Besetzung vertreten gewesen war, wurden die Damen leicht unterschätzt, was ein deutlicher Vorteil war: zwar gingen die Frankfurterinnen zunächst mit 2:0 in Führung, doch Heidelberg konnte kurz danach kräftig auffahren und auf 4:2 in Führung gehen. Das sehr schnelle und spannende Spiel konnte die TSG bis zur Halbzeit (7:4) sogar dominieren. In der zweiten Hälfte aber holten die Frankfurterinnen auf 8:8 auf. Nachdem sich beide Teams dann beinahe 15 Minuten lang keinen Ball schenkten, konnte Frankfurt noch in der 59. Minute wieder zum 9:9 ausgleichen. In der Verlängerung schließlich ließen langsam die Kräfte nach und nach einem Bänderriss von Cathleen Zeymer fehlte den Heidelbergerinnen auch leider eine wichtige Unterstützung im Mittelfeld. Letztlich musste sich die TSG dann nach der Verlängerung mit 9:10 geschlagen geben.

Am Sonntag traten die Heidelbergerinnen dann gegen den Gastgeber aus Dresden an. Das eher unerfahrene Team konnten die Damen vom Neckar von Beginn an in Schach halten und mit 9:2 in Führung gehen. Kurz vor Ende der Halbzeit kämpfte sich Dresden noch einmal auf ein 9:5 heran. Nach einer Halbzeitansprache der Coaches ließen sich die Damen aber nicht verunsichern und konnten auch die zweite Hälfte deutlich dominieren. Mit einem Endstand von 15:7 waren die Heidelbergerinnen sehr zufrieden.

Der letzte Gegner hieß dann Hamburg. Das sehr junge und schnelle Team war der TSG noch vom Spiel um Platz 3 bei den Deutschen Meisterschaften 2013 bekannt. Und auch dieses Jahr sollte den Heidelbergerinnen wieder das enorm aggressive und laufstarke Spiel der Hamburgerinnen im Mittelfeld Probleme machen: Die TSG fand zu Beginn nicht gut ins Spiel und überließ Hamburg recht schnell eine Führung von 3:0. Kamen die Damen aber mal in die gegnerische Hälfte, so führten ihre Angriffe auch zumeist zu einem Tor. Zu Ende der ersten Hälfte konnte Heidelberg dann einige Chancen rausspielen und auf 6:11 verkürzen.
In der zweiten Hälfte aber schwanden zusehends die Kräfte, die starken Einzelaktionen der Hamburgerinnen zu verteidigen. Die TSG musste sich dann nach anstrengenden 60 Minuten mit 11:20 geschlagen geben.

Trotzdem sie nicht die Deutschen Meisterschaften erreicht haben, sind die Lacrosse-Damen stolz, es trotz so vieler Abgänge langjähriger Spielerinnen in dieser Saison noch einmal so weit geschafft zu haben. Ihre Sommerpause haben sie sich damit verdient und konzentrieren sich nun ganz auf die Rekrutierung neuer Spielerinnen!