Am Wochenende des 7. und 8. Novembers 2015 fand das „Erste Damennatiocamp vor dem Worldcup 2017“ - so betitelt auf der Seite des DLaxV - in Köln statt, das sich auch die Heidelberger Damenwelt nicht entgehen lassen wollte. So fanden sich bereits freitags ganze drei-Zimmer-voll in einer Kölner Jugendherberge ein.

Nachdem sich am ersten Tag kurz die aus aller Welt angereisten Trainer vorstellten und die wichtigsten Regeln wie „no walking on the field“ einführten, konnte einem intensiven, gutbetreuten und abwechslungsreichen Training nichts mehr im Wege stehen.

Startete die eine Gruppe eher mit dem „Handwerkszeug“, nämlich einer ausgedehnten Einheit an Stickwork, durfte sich die andere Gruppe bereits zu Beginn richtig austoben. Zur Mittagspause traf man sich schließlich wieder in den gewohnten Teamformationen, berichtete aufgeregt von den neuen Erkenntnissen, von Muskeln, die man bisher noch nie spürte, von Übungen, die unbedingt in das Vereinstraining aufgenommen werden müssen und genoss die entspannte Stunde im Sitzen mit gesunden Snacks. Auch die weitere Trainingseinheit konnte erfolgreich abgeschlossen werden und wurde ebenfalls mit einem gemeinsamen Pasta-Essen des gesamten Camps in der Gaststätte am Platz abgerundet. Im Anschluss daran, ließen die Heidelberger Damen den Abend bei Panflötenmusik, gemeinsamem Stratching, einer Traumreise und Massagen in Form von „Pizza backen“ im Flur ihrer Jugendherberge ausklingen – hoffte man doch insgeheim dem drohenden Muskelkater auf diese Weise entgehen zu können.

Wie man am nächsten Morgen feststellen durfte, fruchtete diese gewissenhafte Vorsichtsmaßnahme nicht bei allen, was die Motivation aber in keiner Weise beeinträchtigte: Auch dieser Tag, Sonntag der 8. November also, konnte erfolgreich bestritten werden. Doch nachdem auch dieser Tag geschafft war und die Erschöpfung langsam aber sicher zu dominieren begann, reisten die einzelnen Teams der unterschiedlichen Ligen wieder in alle Himmelsrichtungen Deutschlands ab.

Viele neue Übungen werden seit diesem Camp in das Training integriert und man fiebert schon gespannt dem nächsten Camp Ende Februar in Hannover entgegen. Fraglich bleibt, ob sich die wichtigste aller Grundsatzregeln, nämlich „no walking on the field“, noch im Training der Heidelberger Damen etablieren kann; zu gönnen wäre es den eisernen, wirklich bemühten Verfechterinnen dieses Leitsatzes auf jeden Fall.