Vergangenen Samstag, den 16.11., trat die Lacrosse Damen Mannschaft der TSG 78 Heidelberg zum zweiten Mal gegen HLC RW München an. Hochmotiviert startete das Team ins Spiel und gewann dadurch gleich den ersten Draw am Mittelkreis. Mit schnellem Antritt und hoher Konzentration zeigten die Heidelbergerinnen, dass sich die Trainings der vergangenen Wochen ausgezahlt hatten: sie spielten sicher und schnell im Angriff, aber auch zuverlässig in der Verteidigung. Lange konnten die Heidelbergerinnen das Münchener Team vom eigenen Tor fernhalten und führten in der 16. Minute sogar mit 2:1. Der große Rivale geriet damit ganz schön ins Schwitzen. Mit einem Halbzeitspielstand von 6:6 hatten sich die Heidelberger Damen großen Respekt erkämpft und konnten selbstbewusst in die zweite Halbzeit starten. Dort präsentierte sich München allerdings wieder als sehr erfahrenes Team und Heidelberg konnte nicht mehr alle Chancen nutzen. Somit gewann München mit 13:8, was das Trainerduo aus Simon Gräber und Willms Strodthoff jedoch eine sehr zufrieden stellende Leistung des Heidelberger Teams war.

Das zweite Spiel des Tages wurde gegen den Gastgeber FT Würzburg Lacrosse bestritten. In der ersten Halbzeit merkte man den Heidelbergerinnen eine leichte Erschöpfung vom ersten Spiel an.Die Würzburgerinnen begannen mit mehr Ehrgeiz und konnten sogar das erste Tor des Spiels erzielen. Dies machte die Heidelbergerinnen offenbar sehr nervös, da sie erst in der 18. Minute nach zahlreichen verpatzten Chancen den Ausgleichstreffer erzielten. Die erste Halbzeit spielte die TSG 78 Heidelberg zu passiv. Die Ansprache der Heidelberger Trainer in der Halbzeitpause war dementsprechend kritisch, zeigte aber offenbar Wirkung:  Die Spielerinnen kämpften sich zurück zur vorherigen Leistung und gewannen schließlich souverän mit einem Endstand von 12:4.

Am 19. Oktober brachen die Lacrosse-Damen der TSG 78 Heidelberg nach München auf, um dort ihren nächsten Spieltag der Hinrunde gegen den HLC Rot-Weiß München und die Neckarnixen aus Stuttgart-Tübingen zu bestreiten. Leider stand der Termin unter keinem guten Stern: Mit nur 13 Spielerinnen – und somit nur einem Auswechselspieler – reiste die TSG an, da vor allem zahlreiche erfahrene Teammitglieder im Ausland weilen oder andere Termine hatten.
An Motivation mangelte es den Heidelbergerinnen dennoch nicht. In das wichtigere erste Spiel gegen die Neckarnixen starteten sie sehr konzentriert, während die Gegnerinnen von ihrem ersten Spiel gegen München schon ein wenig erschöpft waren. Die TSG konnte schnell in Führung gehen und dominierte die erste Halbzeit sehr deutlich. Zehn Minuten vor Schluss führte Heidelberg klar mit 8:2. Doch allmählich machte sich die Erschöpfung breit, da beinahe alle Spielerinnen die vollen 2x30 Minuten ohne Auswechslung zu bestreiten hatten. Unkonzentrierte Pässe und müde Beine bei der TSG erlaubten es den Neckarnixen so, noch vier Tore vor Schluss zu schießen. Heidelberg traf noch zum 9:6 und alle waren erleichtert, als der Schlusspfiff die Partie beendete.
Im folgenden Spiel gegen München rechneten sich die Damen keinerlei Chancen aus, da sie bereits müde und mit einigen Neulingen angereist waren, gegen die die erfahrenen Münchnerinnen sehr viel Druck ausüben würden. Dramatischer als das Torfeuer der Münchenerinnen war jedoch ihre ungewöhnlich aggressive Spielweise an diesem Tag, die von den unerfahrenen Schiedsrichtern der Neckarnixen nicht geahndet wurde. Bereits kurz nach Anpfiff traf eine Münchener Spielerin eine langjährige Verteidigerin der TSG mit dem Schläger am Kopf, woraufhin diese mit einer Platzwunde ausschied. Von da an noch zu zwölft, mussten die Heidelbergerinnen die verbleibenden 45 Minuten ohne Pause durchspielen. Mit einem deutlichen 19:1 für München gingen die Damen vom Neckar zwar geschlagen vom Platz, können sich für ihr Durchhaltevermögen und eine wunderbare Teamleistung an diesem Tag aber durchaus auf die Schulter klopfen.

Dem Damen-Lacrosseteam stand über die Sommerpause ein Neuanfang bevor: Nachdem sich Trainer Christoph Rapp nach vier erfolgreichen Jahren von der Mannschaft verabschiedet hatte, sollte der Saisonstart 2013 nun mit einem neuen Trainerduo beginnen. Simon Gräber und Willms Strodthoff vereinen Lacrossekenntnisse und Coachingerfahrung, die sie nun in den kommenden Monaten unter Beweis stellen können. Als ein guter Auftakt zur Zusammenarbeit kann der erfolgreiche Saisonstart der Damen betrachtet werden.

Am 21. September empfingen die Heidelbergerinnen die „Neckarnixen“ aus Stuttgart-Tübingen zum ersten Spieltag. Noch in derselben Woche hatten die Coaches zwei Trainingsspiele gegen Frankfurt angesetzt, um die taktischen Spielzüge zu üben und die nötige Sicherheit in der oft hektischen Spielsituation zu gewinnen. Diese anstrengenden Trainings haben sich offensichtlich ausgezahlt: die Heidelbergerinnen schienen von Beginn  an selbstbewusst und konzentriert. Sie konnten sich eine schnelle Führung erarbeiten, der die verunsicherten Neckarnixen nur wenig entgegenzusetzen hatten. Einige erfolgreiche Einzelaktionen der Gegner brachten zwar ebenfalls Tore ein, konnten aber die starke Teamleistung der Heidelbergerinnen nicht aufwiegen.
Mit einem deutlichen 12:6 gelang den Damen so der erste Saisonsieg.

An diesen Erfolg konnten die TSG-Damen am Sonntag, dem 6. Oktober anknüpfen. Dort traten sie auf dem heimischen Rasen gegen Karlsruhe an. Diese präsentierten sich mit einem unerfahrenen Team, obwohl sie sich nach der letzten Saison erfolgreich in die 1. Bundesliga-Süd zurückgekämpft hatten. Die Heidelberger Damen führten selbst einige Neulinge aufs Feld, die erst über den Sommer mit Lacrosse begonnen hatten. Doch auch diese ließen sich von der guten Stimmung mitreißen und zeigten eine gute Leistung für ihren ersten Spieltag. Der Spaß am Zusammenspiel brachte den Heidelberger Damen schnelle Tore ein und endete mit einer überragenden Führung von 26:0.

Damit ist der Saisonauftakt 2013 perfekt und die Lacrosserinnen freuen sich schon jetzt auf ihre nächste Bewährungsprobe am 19. Oktober beim HLC RW München.

Am 15. Juni machten sich die Lacrosse-Damen der TSG 78 Heidelberg auf nach Köln, um dort bei den diesjährigen Deutschen Meisterschaften anzutreten. Anfang Juni hatten sich die Heidelbergerinnen bei den Playoffs in Hannover unter die vier besten Teams Deutschlands gespielt. Dabei hatten sie vor allem gegen den amtierenden Deutschen Meister aus Hannover geglänzt und hätten den norddeutschen Riesen beinahe besiegt (Endstand von 10:12).

Guten Mutes traten die Damen deshalb gegen den altbekannten Gegner aus der Bundesliga Süd, den HLC Rot-Weiß München, an. Sie kamen aber leider nicht gut ins Spiel: Kleine technische Fehler und vor allem harte Schiedsrichterurteile gegen die Verteidigung sorgten dafür, dass München mit vielen Freischüssen vom Elfmeterkreis schnell in Führung ging. Mit gelben Karten sparten die Schiedsrichter an diesem Wochenende generell nicht und so war es geradezu bezeichnend, dass eine Verteidigerin der TSG noch kurz vor Schluss ein unverdientes Gelbrot kassierte. Die Enttäuschung der Heidelbergerinnen war groß: Nach ihrem guten Auftritt bei den Playoffs gegen Hannover hatten sie sich gegen München ebenfalls mehr Chancen ausgerechnet. Die Münchenerinnen aber konnten sich wie eh und je als starke Turniermannschaft präsentieren, so dass die Heidelbergerinnen zuletzt mit 9:17 den Einzug ins kleine Finale hinnehmen mussten.

Umso engagierter starteten die Damen am Sonntag gegen die Hamburg Warriors im Spiel um Platz drei. Die Heidelbergerinnen waren von ihrem Coach ausführlich auf die aggressive Spielweise der Hamburgerinnen vorbereitet worden. Mit starken Stickskills und sehr guter Kondition machten es die Hamburgerinnen den Damen vom Neckar schwer, bei Spielbeginn am Draw den Ball zu bekommen. Andererseits konnte die TSG die eher schwache Verteidigung der Warriors ebenfalls gut durchdringen. Es wurde eine harte und spannende Torjagd, bei der bis 30 Sekunden vor Schluss kein Sieger abzusehen war. Erneut wurden von den strengen Schiedsrichtern unzählige Gelbe Karten verteilt, was die ohnehin hitzige Partie noch zusätzlich anstachelte. Die Heidelbergerinnen verloren in der Mitte der zweiten Hälfte ihre Kapitänin durch ein erneutes Gelb-Rot, was den Hamburgerinnen einen kleinen Vorsprung einbrachte, den die TSG-Damen bis zuletzt auszugleichen versuchten. Wenige Sekunden vor Schluss gingen die Hamburgerinnen mit 12:11 in Führung. Trotz Aufbringung aller letzten Kräfte konnte die TSG keinen Torabschluss mehr erreichen und musste sich schweren Herzens in dieser ruppigen Partie geschlagen geben.

Das Saisonziel, ihren langjährigen Trainer Christoph Rapp mit einem besonderen Erfolg zu verabschieden, hat die TSG damit leider nicht erreicht. Dennoch können die Damen mit ihrem dritten Platz im Vorjahr und der dritten DM-Teilnahme in Folge auf eine sehr erfolgreiche Zeit mit ihrem liebgewonnenen Coach zurückblicken.
Die Lacrosserinnen verabschieden sich damit in die Sommerpause, in der es vor allem darum geht, die Ausbildung neuer Spielerinnen voranzubringen und sich mit einem neuen Trainer auf eine erfolgreiche Saison 2013/14 einzustimmen.