Am 19. und 20. Mai trafen sich die acht besten Damen-Lacrosse-Mannschaften Deutschlands in Hamburg. Gespielt wurde um die Qualifikation für die Deutsche Meisterschaft in Frankfurt, zu der nur die vier besten Teams eingeladen werden.

Die Heidelberger Lacrosse-Damen, die als zweitbeste Mannschaft aus der Süd-Liga zu den Playoffs fahren durften, spielten im ersten Spiel gegen die in der West-Liga erstplatzierte Spielgemeinschaft Düsseldorf/Essen. Bei strahlendem Sonnenschein und großer Hitze, kämpften zwei starke Teams um den ersten Sieg. Die Heidelbergerinnen gingen ehrgeizig ins Spiel, mit dem Ziel zu zeigen, dass sich das harte Training der vergangenen Monate gelohnt hat. Doch auch die Spielerinnen aus dem Westen waren motiviert zu beweisen, dass sie sich seit der letzten Saison stark verbessert haben. Die Heidelberger Kapitänin Kristina Schäfer lieferte das entscheidende Motto als sie daran erinnerte dass Heidelberg noch nie gegen Düsseldorf verloren hat und dass das so bleiben solle. Die erste Halbzeit verlief fast ausgeglichen, keine Mannschaft dominierte. Doch kurz vor der Halbzeitpause hielt die Torhüterin Elena Buss souverän zwei entscheidende Schüsse, wodurch Düsseldorf/Essen eingeschüchtert wurde und eher gedrückt in die Halbzeitpause ging. In der zweiten Halbzeit packte Heidelberg dann seine geballte Konzentration und Lacrosse-Fähigkeit aus und dominierte den Platz. Die Mannschaft aus dem Westen schoss kein Tor mehr, während die Heidelbergerinnen intelligent spielten und viele Tore durch Strafschüsse erzielten. Besonders zielsicher war dabei Julia Mechel, die von 7 Schüssen 5 verwandelte. Mit einem Endstand von 9:16, konnten sich die Heidelbergerinnen zufrieden auf das nächste Spiel vorbereiten.

Dieses fand noch am gleichen Tag statt und der Gegner war das Damenteam aus Hannover. Den Spielerinnen war bewusst, dass dieses Spiel noch eine Spur härter werden würde, da Hannover ein sehr starkes Team stellte. Dennoch gingen die Heidelbergerinnen motiviert und konzentriert in die erste Halbzeit. Diese verlief sehr gut, vor allem weil das Team aus dem Süden ihr Saisonziel „intelligentes Lacrosse“ zu spielen wahr machen konnte. So wurden kluge Pässe gespielt, clever verteidigt und sogar Tore geschossen. In der zweiten Halbzeit wurde Hannovers Überlegenheit leider doch klar und das Spiel endete mit einem 17:3, was zumindest ein besseres Ergebnis ist als das der letzten Saison.

Am Sonntag fand dann das Finale für den Einzug zur DM statt. Noch immer bei strahlender Sonne traf das Heidelberger Damenteam auf das aus Frankfurt. Beide Teams waren hochmotiviert, schließlich ging es für die Frankfurterinnen sogar um die DM bei sich zuhause. Das Spiel entwickelte sich zu einem nervenaufreibenden Wettstreit zwischen zwei Topteams. Beide Mannschaften führten fast abwechselnd. Der Coach Christoph Rapp erklärte noch einmal genau welche Vorgehensweisen nun wichtig wurden und motivierte sein Team weiterzukämpfen. In der zweiten Halbzeit ging Heidelberg nochmal richtig ran, fing viele Bälle aus der Luft und verunsicherte die Frankfurterinnen durch eine außergewöhnlich schnelle Defense. Katharina Mende, Julia Dürr und Anna Lucca Meynköhn brachten den Ball schnell und sicher über die Mittellinie und Letztere schoss sogar direkt ein spektakuläres Tor. Auch Charlotte Hentze, die auch in den anderen Spielen sehr torgefährlich war, schoss nochmal einige Tore, bis die Frankfurter Spielerinnen chancenlos zurückblieben und das Spiel mit 13:7 für Heidelberg endete.

Somit hat sich das Damenteam der TSG 78 Lacrosseabteilung erfolgreich für die DM qualifiziert und freut sich auf ein spannendes Wochenende am 2. und 3. Juni in Frankfurt. Über Fans würde sich das Team besonders freuen und in Frankfurt wird sicherlich viel geboten sein. Ob die Heidelbergerinnen es dieses Jahr aufs Treppchen schaffen?

Louise Rippmann


Zum vierten Mal in der Vereinsgeschichte hatte die TSG 78 Heidelberg für die DM im Lacrosse qualifiziert. Bisher hatte es immer nur für den vierten Platz gereicht, doch diesmal waren die Spielerinnen und der Coach bereit in Frankfurt Vereinsgeschichte zuschreiben.

Im Halbfinale traf Heidelberg auf München, das Team, gegen die sie schon in der Liga verloren hatten. Bei strahlender Sonne lieferten sich die Teams ein spannendes Spiel Spitzenlacrosse. Zur Halbzeit stand es 5:0 für München, trotz guter Defense Leistung und einigen vielversprechenden Torschüssen. Nach der Halbzeitpause holte Heidelberg auf und zeigte dass sie nicht mehr als ungefährlicher Verein abgestempelt werden dürfen. Wenn Heidelberg von Anfang an mit mehr Selbstbewusstsein in die Partie gegangen wäre, hätte dass gesamte Spiel eine ganz andere Wendung nehmen können. So endete es mit ein 13:5 was eine Verbesserung zeigt, aber leider nur zum kleinen Finale reichte.


Im Spiel um Platz drei traf Heidelberg dann auf Blax, das Lacrosse Team aus Berlin. Hochmotiviert endlich aufs Treppchen zu kommen gingen die Spielerinnen in die Partie. Das unangenehme Regenwetter wurde von Julia Mechel in Zauberwetter umgetauft und so spielten die Heidelbergerinnen auch. Sie ließen sich weder vom Wetter noch vom ersten Tor, das für die Berlinerinnen fiel, entmutigen. Die Torfrau Elena Buss kämpfte weiter und hielt sehr gut. Alle Spielerinnen waren in Höchstfor'm und schüchterten die Berlinerinnen dadurch ein. Charlotte Hentze und Kristina Schäfer sprinteten die gesamten 60 Minuten über den Platz. Jella Kandziora schoss zwei schöne Tore und auch Julia Mechel konnte an ihre tolle Leistung bei den Playoffs anknüpfen. Auch die Defense leistete ganze Arbeit und der Coach Christoph Rapp wurde vom Deutschen Lacrosse Verband zum Coach of the Year gewählt. Mit einem Endspielstand vom 10:6 für Heidelberg wurden die Damen der TSG 78 Heidelberg im Lacrosse Dritter und die Saison wurde für jeden einzelnen erfolgreich beendet.

Deutscher Meister wurde Hannover und Zweiter wurde München, die einzigen zwei Teams die Heidelberg diese Saison noch nicht bezwingen konnte. Ein besonderer Dank gilt allen die das möglich gemacht haben, dazu zählen auch die Fans und alle diejenigen die fleißig mittrainiert haben. Wir können alle gespannt sein was die nächste Saison mit sich bringen wird und können stolz und zufrieden in die Sommerpause gehen.


Louise Rippmann

Heidelberg, 05.05.2012, 14:00

Am Samstag war der deutsche Vize-Meister zu Gast bei den TSG-Herren. Das Spiel wurde zu einer kleinen Besonderheit, da es zum ersten Mal auf dem neuen Kunstrasen der TSG 78 Heidelberg ausgetragen wurde. Trotz der sehr guten Platzverhältnisse konnten die Lacrosse Herren keine großen Akzente setzen.

Den Heidelbergern gelang es nur selten durch Ballbesitz für Entlastung in der eigenen Verteidigung zu sorgen, so dass sich der überwiegende Teil der Partie in der Hälfte der Hausherren abspielte. Vor allem im ersten Viertel fielen viele unnötige Tore für die Stuttgarter. Phasenweise konnte die Mannschaft der TSG jedoch durch eigenen Ballbesitz gestaltend in den Spielverlauf eingreifen und brachte es mit einigen gekonnt gespielten Zügen noch zu ansehnlichen Treffern.

Das erste Heimspiel auf neuem Rasen und zeitgleich das letzte Heimspiel für diese Saison endete mit einer klaren Niederlage für die TSG. Endstand 4:19.

Christoph Kirchner

Karlsruhe, 29.04.2012, 14 Uhr

Lacrosserückrunde des 1. Bundesliga-Süd-Spiels zwischen Karlsruhe und Heidelberg. Beide Mannschaften stehen sich bei über 30 Grad in der Hitze gegenüber. Face-off. Das Spiel beginnt. Nach der Niederlage in Heidelberg hatten die Gastgeber eine Rechnung offen. Recht zu Beginn fällt auch gleich das erste Tor für die Karlsruher. Sie spielen gleich mit viel Druck und konzentriert. Da erzielt Karlsruhe zügig den nächsten Treffer. Die Heidelberger bekommen auch gute Torchancen, doch der Goalie der Gastgeber kann die Treffer überragend vereiteln. Die meiste Zeit der ersten beiden Viertel stehen die Heidelberger hauptsächlich in der Defensive, sodass Karlsruhe solide mit einem 6:1 in die Halbzeitpause gehen konnte. Bei Heidelberg scheint der Knoten einfach nicht zu platzen. Sie sind immer noch nicht richtig im Spiel, erleiden unnötige Ballverluste, die sich gleich in weiteren Treffern rächen. Bis zur 59. Minute steht es 9:1 für Karlsruhe. Aus dem Fanblock der Gastgeber ist die Siegessicherheit deutlich zu entnehmen. Heidelberg wirkt sehr angeschlagen, Karlsruhe dagegen motiviert und dominierend.
Doch dann das Erwachen. Heidelberg schießt kurz vor der letzten Pause das zweite Tor. Direkt nach der Pause fällt dann das schnelle 3:9 und sie scheinen den Weg ins Spiel gefunden zu haben. Es fällt nun ein Tor nach dem anderen und die Gastgeber sind ordentlich unter Druck. Noch ein Tor. Und noch eins. Heidelberg setzt Karlsruhe mächtig zu. Ca. 3 Minuten vor Spielende steht es nur noch 9:7. Alles scheint plötzlich wieder offen zu sein. Trotz des zunächst starken Unterliegens denkt Heidelberg noch an den Sieg. Alles noch möglich. Karlsruhe wird mächtig unter Druck gesetzt. Die Gäste sind aggressiv in der Offensive. Sie wollen die nötigen zwei Treffer erzielen um in die Verlängerung kommen zu können. Doch dann kommt schon der Abpfiff. Das Spiel ist vorbei, Karlsruhe erleichtert. Sie gewinnen gegen ihren Erzrivalen im Ergebnis knapp mit zwei Toren Vorsprung, haben diesen Sieg allerdings aufgrund der Dominanz der ersten drei Viertel verdient errungen. Wir können uns auf die nächste Saison und deren Aufeinandertreffen freuen. Es wird mit Sicherheit wieder spannend.

Michael Szymczak