Am 11. April fand der 2. Spieltag der Bundesliga Süd an der TSG statt. Das Lacrosseteam war hoch motiviert, hatten wir doch den ganzen Winter hart trainiert um das für uns schwierigste Spiel der Saison gegen München so gut wie möglich zu bestreiten. In der Hinrunde hatten wir es den Münchnerinnen zwar schwer gemacht, mussten uns aber geschlagen geben. Trainer Christoph Rapp hatte klargemacht, dass er von jedem das Beste erwartete und dass es nicht um den Sieg ging, sondern darum so gut wie möglich zu spielen und alles zu geben.


Bei noch gutem Wetter gingen dann trotz guter Defense zunächst die Münchnerinnen in Führung. Doch das schien alle nur noch mehr anzustacheln und dank einiger guter Tore holten wir auf und schafften es die erste Halbzeit mit Gleichstand zu beenden. Das war verglichen mit den vorherigen Begegnungen schon ein ziemlicher Erfolg und plötzlich schien es möglich München sogar zu besiegen!


Die zweite Halbzeit begann und tatsächlich schafften wir es mit einer Serie von Toren in Führung zu gehen und obwohl es den Münchnerinnen gelang aufzuholen konnten wir das Spiel mit zwei Toren Führung 12 zu 10 für uns gewinnen. Es war ein hartes, aber gutes Spiel, das wir als Team bestritten haben, was unter anderem daran zu sehen ist, dass fast alle Attack- und Midfieldspielerinnen Tore geschossen haben.


Beim zweiten Spiel des Tages gegen die Neckarnixen hatten wir zunächst Schwierigkeiten ins Spiel zu finden, aber nach einem kurzen Timeout und der klaren Ansage sich wieder zu konzentrieren gelang es uns auch dieses Spiel trotz miesen Wetters zu gewinnen.


Mit diesen Siegen haben wir es geschafft uns für den Vorentscheid zur Deutschen Meisterschaft zu qualifizieren.

Die Herren haben die erste Hälfte der Rückrunde bestritten, dabei gingen die zwei Spitzenspiele gegen München und die A-Mannschaft aus Stuttgart trotz beachtlicher Leistung der Heidelberger leider verloren. Das Spiel gegen die zweiten Mannschaft der Stuttgarter Kickers konnten die Heidelberger Herren für sich entscheiden. 

Am 28. März traten die Herren dabei erstmal in neuen Trikots an. 

Impressionen vom Spiel gegen Stuttgart A gibt es hier


Das Team der TSG 78 machte sich zur zweiten Titeleroberung des Teutonen Cup nach Bielefeld auf. Dieses Turnier ist international mit acht Herren und acht Damenmannschaften besetzt.

Zunächst stand ein Spiel gegen die von weither angereisten Gäste aus Madrid an, welches durch eine solide Leistung der gesamten Mannschaft mit 7:0 entschieden werden konnte.

Im zweiten Spiel mussten die Mannen aus Heidelberg gegen die letztjährigen Halbfinalgegner der Bundeswehr antreten. Es galt eine Rechnung zu begleichen. Gesagt, getan: Die Heidelberg bezwangen die Bundeswehrler in einem spannenden Spiel mit 4:2.

Nachdem man damit den Einzug in das Halbfinale geschafft hatte, ging es im letzten Gruppenspiel gegen die vom Deutschen Lacrosse Verband gesponserten Lax Maniacs um den Gruppensieg. Es war ein extrem spannendes und knappes Spiel, das trotz 3:1 Führung nicht gewonnen werden konnte. Die Gegner konnten wenige Sekunden vor Schluss den Ausgleich zum 3:3 erzielen. Im direkten Gegenzug gelang noch ein Tor zum scheinbaren Sieg. Dieses wurde jedoch nicht gezählt, da der Ball die Torlinie erst nach dem Schlusspfiff überquert hatte. Somit blieb es bei dem Unentschieden.

Am nächsten Tag erwartete die TSGler das stark aufspielende Gastgeberteam aus Bielefeld im Halbfinale, welches zunächst in der ersten Halbzeit mit 2:0 in Führung ging. Durch eine furiose Aufholjagd konnten die Heidelberger ausgleichen und bis kurz vor Schluss mit 3:2 in Führung gehen, allerdings glichen die Bielfelder wieder in letzter Sekunde aus und es kam zum Penalty-Schießen um den Finaleinzug. Hier waren drei Schützen je Team vorgesehen. Dank einer glänzenden Vorstellung von Torwart Tobias Budick und den starken Nerven der Schützen kamen die Männer aus Heidelberg ihrem Ziel, den Pokal mit in die Perle Badens zu nehmen, einen Schritt näher. Es benötigte insgesamt 5 Schützen je Team in einem nervenaufreibenden Penalty-Schießen. Doch die Heidelberger konnten erfolgreich, wie schon in den Jahren 2005, 2006 und 2007 ins Finale einziehen.

Hier standen sie erneut den Lax Maniacs gegenüber. Dieses Team bestand aus den besten Spielern aus München, Hamburg, Frankfurt, Marburg und Berlin.

Sie hatten sich im zweiten Halbfinale souverän gegen Frankfurt durchgesetzt.

Wie schon aus der Gruppenphase zu erwarten war, wurde es ein Krimi. Lax Maniacs ging mit 2:0 in Führung, kurz vor Schluss war erneut wieder Heidelberg in Front mit 3:2. Auch ein Penalty in der letzten Minute brachte nicht den Ausgleich, da dieser vom Goalie gehalten wurde. Kurz vor Schluss nahmen die Maniacs ihren Goalie raus und einen Extra-Feldspieler rein. Dies führte dann in letzter Sekunde auch zum Ausgleich und es kam wieder zum Penalty-Schießen um den Pokal. Hier reichten dank der erneut glänzenden Vorstellung des Torwarts zwei Schützen aus, um den Sieg perfekt zu machen!

Leider konnten die Heidelberger den Doppelsieg aus dem Jahre 2007 von Damen und Herrenteam nicht wiederholen. Das Damenteam musste sich in einem stark besetzten Feld mit dem fünften Platz zufrieden geben.




Dieses Jahr gibt es eine Trainingswinterpause bei den Herren. Ab dem 15. Dezember findet kein Training statt. Das erste Training im neunen Jahr findet am 12. Januar statt.