Während in Bad Liebenzell DM-Medaillen vergeben wurden, stand in Eberbach einer der letzten Triathlons der Saison an. 700 Meter Schwimmen im Neckar, 22 hügelige Radkilometer sowie eine 6 km lange Wendestrecke am Fluss, das ergibt einen kleinen, aber feinen Wettbewerb über die Sprintdistanz. Jens Müller finishte hier seinen insgesamt vierten Triathlon 2017, und das als 5. der M 40 (Jedermänner) in 1:21:42 h wieder höchst erfolgreich. Schon nach dem Schwimmen lag er im vorderen Drittel des Felds, pirschte sich auf dem Rad auf AK-Platz 10 vor, um anschließend die zweitschnellste Laufzeit seiner Altersklasse hinzulegen.

Noch ein Minütchen früher im Ziel war eine Athletin, von der wir schon sehr, sehr lange nichts mehr gehört haben. Aber jetzt, so scheint es, ist sie wieder da: Laura Geiger. Seit Sommer 2016 konnte die 33-Jährige wegen einer Sprunggelenksverletzung nicht ins Wettkampfgeschehen eingreifen. In Eberbach wirkte es, als sei sie nie weg gewesen. Beim Schwimmen ließ sie gerade mal zwei Starterinnen aus dem Lizenzbereich den Vortritt, auf Rad- und Laufstrecke sogar nur der Gesamtsiegerin Margrit Elfers aus Regensburg. Vor allem Lauras Radzeit von 42:25 min. kann sich sehen lassen, da hielt sie locker mit den Profis mit. Nach 1:20:37 h stand ihr Sieg bei den Jedermännern (-frauen?) fest – und, noch wichtiger: Der Fuß hielt. Welcome back, Laura!

Gute Nachrichten auch aus Koblenz, wo sich Jan Niklas Thon (Jg. 1993) eine Verbesserung seiner Halbmarathonzeit vorgenommen hatte. Auf dem neuen, flachen Kurs in seiner Heimatstadt gelang das perfekt: Nach verhaltenen ersten 10,5 km (45 min.) legte Jan auf der zweiten Streckenhälfte mächtig zu und steigerte sich auf eine Zeit von 1:26:14 h netto. In der Gesamtabrechnung bedeutete das Platz 15 für unseren Medizinstudenten.

Nur eine Woche später startete Philipp Weng beim Heppenheimer Alstadtlauf. Auf dem hügeligen 7,5 km-Kurs durch die Heppenheimer Altstadt konnte er sich mit zwei Minuten Vorsprung den Sieg in 24:57 min sichern.

Und was steht in den nächsten Wochen an? Da ist vor allem mit unseren Ultras zu rechnen. Maic Seegel, nach wie vor die Nr. 2 in Deutschland (und Nr. 36 in der Welt!) im 24 h-Stundenlauf, wird Ende des Monats über seine Paradestrecke an den Start gehen, und zwar in Brugg, wo er schon 2015 siegreich war. Eine Woche später dann der Saisonhöhepunkt für Bernhard Pfeifer: der Spartathlon über 246 anspruchsvolle Kilometer von Athen nach Sparta. 2016 kam Bernhard dort auf Gesamtplatz 30. Außerdem wird Marcus Imbsweiler seine Premiere im Nationaltrikot geben. Nach seinem Sieg über 5000m in Zittau wurde der 50-Jährige vom DLV zur Senioren Challenge, einem Länderkampf GER-FRA-BEL, ins belgische Sint-Niklaas geladen.

Die Regio-Meisterschaften in Flein bei Heilbronn wurden für unsere AthletInnen zu einer wahren Medaillenflut.

Der erste Titel des Tages ging an Johannes Kuhr (M13), der den Wurfball 53m weit warf und damit von niemandem zu schlagen war.

Die Titel Nr. 2 und 3 gingen an unsere beiden Stabhochsprung-Champions Manuel Peters (M15) und seinem Coach Helmut Diehm (als 77jähriger in der Aktivenklasse!). Hierbei lag Manuel mit 2,30m diesmal vor Helmut mit 2,20m.

Und gegen Wettkampfende gewann Benjamin Kuhr mit persönlicher Bestleistung von 1,71m den Hochsprung der M15. Das vierte Gold für die TSG 78!

Dem nicht genug: Johannes durfte noch weitere zweimal aufs Treppchen, und zwar um die Silbermedaille für einen Speerwurf von 31,41m und Bronze für einen Weitsprung von 5,05m (jeweils neue Bestleistung!) entgegenzunehmen.

Matteo Schmidt (M13) lief die 75m im Vorlauf in neuer persönlicher Bestzeit von 10,14s. Im Endlauf kam er in 10,19s ins Ziel, als Vierter verpasste er eine Medaille nur knapp. Auch sein Speer flog im schönen Bogen durch die Luft, diesmal ohne akrobatischen 3-4-fachen „Salto Mortale“, und bohrte sich erst nach 25,69m in den Rasen (Rang 5).

Nicht so erfreulich verlief der Wettkampf für Timo Quarneti (M14). Bereits beim ersten Sprung in die Sandgrube landete er etwas unglücklich, worauf sein Rücken massiv protestierte. Trotzdem versuchte er weiterzumachen und konnte sich noch auf eine Weite von 5,15m steigern und somit die Bronzemedaille in Empfang nehmen. Zähne zusammenbeißend lief er dann trotzdem noch die 100m in einer guten Zeit von 12,52s. Ziemlich traurig musste er danach vorzeitig den Wettkampf beenden.

Gleich dreimal über Silber durfte sich Hanna Jung in der Frauenklasse freuen. Über 100m lief sie mit 12,91s Bestzeit im Vorlauf (Endlauf: 12,95s), im Weitsprung landete sie erst nach 4,89m und über 200m verbesserte sie ihren Hausrekord auf 26,41s. Mit dieser Zeit rangiert sie nun auf Platz 3 in der ewigen TSG-Bestenliste.

Bei den Männern ersprang sich Philip Werner mit 5,57m die Bronzemedaille im Weitsprung, dicht dahinter folgte Niclas Sturm mit 5,37m. Umgekehrt lief es über 200m; hier lag Niclas (24,63s, Platz 5) vor Philip (25,96, Platz 6).

Die RNK-Schülereinzelmeisterschaften in Walldorf boten für unsere SchülerInnen viel Spaß und Erfolg aber auch Terminhetze. So ist das nun mal wenn man in mehreren Disziplinen top ist. So musste beispielsweise Johannes Bürger förmlich vom Kugelstoß, bei dem er sich bereits mit den im ersten Durchgang erzielten beachtlichen 10,62m den Kreismeistertitel holen konnte, übrigens dicht gefolgt von Johannes Kuhr mit 10,13m und Matteo Schmidt mit 9,84m (alle M13), zum Hochsprung ans andere Sportplatzende „sprinten“ und übersprang, noch etwas streßbedingt, eine Höhe von 1,44m, diesmal „nur“ auf Platz 2. Auch Johannes Kuhr kam noch atemberaubt vom 60m-Hürdenlauf (10,49s), für den er sich soeben noch einen Vizemeistertitel verdient hatte, zum Kugelstoß geeilt. Ein weiterer Dreifachsieg ging ebenfalls an das Trio beim Ballwurf. Johannes Kuhr, der das 200g schwere Sportgerät geniale 56m (!) weit warf, gewann vor Johannes Bürger (46,50m) und Matteo Schmidt (44,00m). Matteo legte zudem noch einen Supersprint von 10,37s über 75m im Vorlauf hin und verpasste im Finale als Vierter mit 10,41s ebenso knapp eine Medaille wie im Weitsprung, wo ihm ein sehenswerter Satz auf 4,82m gelang. Unermüdlich holte er sich seine Medaille dann noch gegen Wettkampfende für einen 800m-Lauf von 2:38,35min, diese sogar in Silber. Zwei weitere Kreismeistertitel gingen erwartungsgemäß sowohl für den Hochsprung (1,39m) wie auch für den Weitsprung (4,51m) an Lennart Krohn (M12). Im Alleingang noch im Hochsprung im Einsatz, verpasste er dann den Start zum 75m-Sprint. Schade, das hätte vielleicht noch einen weiterer Titel ergeben. Lya Otto (W10) warf den Schlagball 26,50m weit und sicherte sich damit die Bronzemedaille.

Spannung pur mussten die anwesenden TSGler nochmals beim Staffellauf unserer MU14 ertragen. Und es lohnte sich! Unsere vier Jungs, Lennart Krohn, Johannes Bürger, Johannes Kuhr und Matteo Schmidt legten einen Superlauf mit perfekten Übergaben hin und somit war ihnen nach 41,14s ein weiterer Sieg nicht zu nehmen!

Der Beifall gilt aber auch allen anderen, hier namentlich nicht erwähnten, unserer sehr motivierten Wettkampfteilnehmer, denn auch sie haben tolle Leistungen gezeigt.

Alle Ergebnisse gibt es unter:

http://ladv.de/ergebnisse/36458/RNK-U14--U12-EinzelMeisterschaften-Ergebnisliste-korrigiert-Walldorf-2017.htm.

Gemeinsam kämpfen macht doppelt Spaß! Jeder freut sich über den Erfolg der anderen nicht weniger, als über den eigenen. Somit war auch in diesem Jahr der RNK-Mannschaftspokal (DSMM-Vorkampf) in Schönau im idyllischen Odenwald, ein spannendes Ereignis für alle Anwesenden. Und unsere SchülerInnen waren mit einer neuen Rekordzahl von 5 Mannschaften mit dabei und konnten neben Spaß und Spannung auch mit beachtlichen Erfolgen punkten!

Etwas Pech hatten die Jungs aus der U16. Nach 7 von 8 bewältigten Disziplinen (100m, 80m Hürden, Weit, Hoch, Kugel, Speer und 4x100m-Staffel) belegten sie noch souverän den 2. Platz, dann geschah das Unerwartete: Jonas Entenmann, einer unserer besten 800m-Läufer, musste wegen eines plötzlich auftretenden Krampfes im Rippenbereich 200m vor dem Ziel aufgeben, und die Mannschaft fiel auf Platz 4 zurück.

Ein wohlverdienter 2. Platz ging an die MU14, die nach hervorragenden Einzelleistungen in den Disziplinen 75m, 60m Hürden, Weit, Hoch, Ballwurf und 800m zu guter Letzt auch noch über den Sieg in der 4x75m-Staffel triumphieren konnte! 

Auf den 3. Platz in der Gruppe 1 (50m, Weit, Hoch, Schlagball, 800m und 4x50m-Staffel) konnten unsere U12 Jungs, die, wegen einiger Ausfälle ihrer Jahrgangsstufe, von vielversprechenden Athleten aus der U10 unterstützt wurden (so flog zum Beispiel der Ball von Josiah Bloss 40m weit und Bennet Krohn übersprang eine Höhe von 1,12m; beide sind erst neun Jahre alt) wahrlich stolz sein.

Knapp eine Medaille verpasste unsere WU12, die sich ebenfalls an die disziplinstärkere Gruppe gewagt hatte. Hier holten u.a. Marie Bollen (W11) und Lya Otto (W10) beim Schlagball (31,50m und 29,00m), Dorothea Kienle (W9) mit 8,16s über 50m sowie im Weitsprung sie mit 3,72m und Clara Skeide (W11) mit 3,66m viele Punkte

Doppelt Pech hatten leider unsere Mädels der WU14 diesmal. Wegen kurzfristiger Absagen einiger Mannschaftsteilnehmer, mussten sie sich mit der kleinen Gruppe von nur 4 Disziplinen begnügen und obwohl Hanna Joepgen (W12) mit einem Weitsprung von 4,18m beeindruckte, konnten Charlotte Bauer und Frowine Korth im Hochsprung, sowie Lucia Wolf im Hürdenlauf ihre Stärken nicht demonstrieren. Und dann passierte auch noch ein unerfreulicher Sturz beim Staffellauf und letztendlich der fünfte Platz.

Besonders spannend wurde es dann nochmals, nachdem alle DSMM-Vorkämpfe, die in den einzelnen Kreisen des Badischen Leichtathletikverbandes stattgefunden hatten, beendet waren, und die 8 besten Vereine je Gruppe, die es ins Badische Finale (am 23./24.09. in Langensteinbach) geschafft haben, bekannt gegeben wurden.

Zu den Glücklichen dürfen sich gleich 3 unserer TSG Mannschaften zählen: Die U16 und U14 Jungs, sowie auch noch die Mädels aus der U12.

Alle Ergebnisse gibt es hier: https://ladv.de/ergebnis/datei/35879

 

Schlechtes Wetter in Bad Liebenzell, aber nur in übertragener Weise: Es hagelte Bestzeiten und regnete Medaillen! Ansonsten herrschte eitel Sonnenschein im Nordschwarzwald, wo sich die deutsche Langlaufelite wie schon 2015 zu den Meisterschaften über 10 km traf. Mitten drin: die TSG-Langdapper.

Acht Heidelberger hatten gemeldet, fünf von ihnen konnten ihre persönliche Bestmarke unterbieten. Allen voran unsere beiden Schnellsten, Tobias Balthesen (32:21 min. netto), und Michael Chalupsky (32:31). Auch Philipp Weng (33:11), der 44-jährige Oliver Maier (34:20) und Fabian Marondel (35:44) waren so fix wie nie unterwegs – dazu in ihrem Schlepptau Patrick Meyer und Bjarne Friedrichs, zwei Trainingskollegen, die für Walldorf bzw. Göttingen starten. Marcus Imbsweiler (33:44), Florian Kaiser (40:41) und Verena Bröstl (41:08) rundeten das Ergebnis mit ordentlichen Zeiten ab.

Was aber waren die im Gesamtvergleich wert? Zunächst zwei Einzelmedaillen: Tobi holte M 40-Silber, Marcus schnappte sich in der M 45 (für die hatte er wg. der Mannschaft gemeldet) Bronze. Dazu kamen ein 10. Platz für Oliver in der M 40, Rang 23 für Philipp bei den Junioren sowie Platz 18 gesamt für unser Team 1.

Fehlte nur noch eine Goldmedaille, und die gab es tatsächlich: für das M 40-Team mit Tobi, Marcus und Oliver! In 1:40:25 h verbesserten sie nicht nur den Badischen Rekord um fast zwei Minuten, sondern schlugen auch das Team der SG Wenden, das 2014 den deutschen Rekord aufgestellt hatte (1:36:23 h).

Damit nicht genug. Laut Altmeister Schnaufi Kaehler gelang Tobi, Michael und Philipp als den drei Schnellsten an diesem Tag auch eine Verbesserung des TSG-Vereinsrekords auf nun 1:38:09 h – in der TSG-Bestenliste taucht der 10 km-Straßenlauf leider nicht auf. Geknackt wurden zudem die Badischen Rekorde in der M 30 (Tobi, Michael, Marcus; jetzt 1:38:36) und M 35 (Tobi, Marcus, Oliver; wie oben).

Und wer jetzt meint, bei drei Medaillen könne man nicht von „Regen“ sprechen, der übersieht, dass in Bad Liebenzell zusätzlich auch Baden-Württembergische Meisterschaften ausgetragen wurden. Das bedeute noch einmal Einzelgold für Tobi (M 40); dito für Marcus (M 45); und natürlich für das Team mit Oliver. An dieser Stelle brechen wir die Übertragung aus dem Schwarzwald aus Witterungsgründen ab …

 

Als Laie stellt man sich das so einfach vor mit den Deutschen Meisterschaften: hinfahren, rennen, Medaille abgreifen. In Wahrheit ist das ein äußerst komplizierter, mit zahlreichen Fallen gespickter Vorgang. Vor allem bei den dt. Langstaffel-Meisterschaften (3 x 1000m, 4 x 400m), die diesmal in Zella-Mehlis stattfanden.

Hürde 1: die Leute zusammenkratzen. Einer verletzt, einer überarbeitet, einer im Urlaub verunglückt, einer außer Form, einer mit anderen Prioritäten und und und. Am Ende finden sich dann doch vier M 40er, darunter ein Ganzneumitglied sowie ein 50-Jähriger. Bundesweit nehmen gerade vier Staffeln (LG Eder, TSG Bergedorf, Running Team Ortenau und wir) diese Hürde.

Hürde 2: gesund bleiben. Die Titelverteidiger aus Hessen liegen mit Magen-Darm flach. Schon sind es nur noch drei Staffeln.

Hürde 3: taktieren. Für die TSG ist klar: Wir laufen als Zugabe auch die 4 x 400m. Die aus Bergedorf pokern und verzichten im letzten Moment auf die 3 x 1000m. Bleiben noch zwei.

Hürde 4: Regeln kennen. Für den Zuschauer unsichtbar, ist diese Hürde höher als alle anderen zusammen. Sofern der DLV einen schlechten Tag hat. In Zella-Mehlis hat er ihn. Dauernd versagt die Zeitmessung, der Zeitplan gerät völlig durcheinander, Thema Nr. 1 aber ist die millimetergenaue Platzierung der Startnummern auf dem Rücken. Und natürlich die Übereinstimmung der Vereinstrikots bis in die letzte Farbnuance hinein. In der M 70 wird ein Team deswegen disqualifiziert. Und die Ortenauer, unseren letzten verbliebenen Gegner, ereilt das gleiche Schicksal: Staffelstab korrekt übergeben, aber einen Schritt außerhalb der Wechselzone gestartet.

Hürde 5: schnell laufen. Wird vom blutigen Laien gemeinhin als wichtigste Voraussetzung für Medaillen angesehen – aber: siehe Hürde 1-4. Davon abgesehen lieferte das TSG-Team eine absolut meisterschaftswürdige Vorstellung ab: Oliver Maier mit spektakulärer erster Runde, Marcus Imbsweiler routiniert wie immer, Florian Kienle souverän von der Spitze weg. Die 9-Minuten-Marke wurde in 8:54,51 min. deutlich geknackt. Leider war die Siegerehrung eine verdammt einsame Angelegenheit. (Übrigens haben wir die Ortenauer bei ihrem Protest gegen die Disqualifikation noch unterstützt, aber das brachte an diesem Tag gar nix. Außer dass in der zweiten Tageshälfte dann unterschiedliche Trikots kein Problem mehr waren.)

Und die Zugabe? Dass Florian Kienle eine flotte Stadionrunde laufen kann, war bekannt. Olli und Marcus gaben das Beste, was ihre Langdappergräten so hergaben, und an Position 1 lief der andere Florian, Kaiser mit Namen, der sich bei seinem ersten offiziellen TSG-Einsatz gleich mit einer Bronzemedaille belohnte. Um den Titel beharkten sich die Mittelstreckenspezialisten von Friedberg-Fauerbach und Bergedorf (mit Schlussläufer Ingo Schultz, genau: der von Edmonton 2002), die TSG folgte in 4:03,69 min. und verwies damit einmal mehr die Jungs aus der Ortenau auf Platz 4. Nach Erfurt, Bautzen und Zittau war nun also auch Zella-Mehlis für die Langdapper eine Reise wert.

Maic Seegels 241 km-Lauf vom Mai sorgte schon für ehrfürchtiges Kopfschütteln – jetzt legte Erik Drollinger nach. Und wie! Vor Kurzem 50 geworden, beschränkten sich Eriks bisherige Ultra-Erfahrungen auf den Karwendelmarsch, einen Lauf mit vergleichsweise bescheidenen 52 km und gut 2000 Höhenmetern. Der Eiger Ultra Trail ist da schon ein anderes Kaliber: 101 km und 6700 Höhenmeter! Also 15 Mal auf den Königstuhl rauf … Bei der Vorbereitung überkam Erik mehrfach die Angst vor der eigenen Courage, aber er zog das Projekt zusammen mit seiner Familie durch.

Über seine Erlebnisse hat er in einem lesenswerten Blog berichtet: http://trailrunningnordwand.blogspot.de/2017/07/eiger-ultra-trail-e101-das-rennen.html. Kurz zusammengefasst, waren dies seine Erfahrungen: zu schnell losgelaufen; schlecht gefühlt; gestürzt; danach endlich rausgenommen; neue Kraft geschöpft; nach vorne gearbeitet; immer schneller geworden; Platz für Platz gut gemacht. Am Ende landete Erik auf einem sensationellen dritten Rang in seiner Altersklasse – Platz 56 gesamt in 15:33:14 h. Fazit: „a whole life in one day“.

Bellheim hat in Langdapperkreisen einen fast schon legendären Klang. Immerhin findet hier einer der letzten 25 km-Läufe der Region statt. Flach ist die Strecke und schnell, nur leider selten schnell zu belaufen, weil die Temperaturen Anfang August nicht mitspielen. 2017 wurden zwar nur 25 Grad Celsius gemessen, dafür machte der Wind den Läufern zu schaffen. Am besten, man suchte sich eine Gruppe für die langen Geraden zwischen Westheim und Zeiskam. Genau so tat es Michael Chalupsky (Jg. 1983), der seine HM-Bestzeit in diesem Jahr auf unter 72 min. drücken konnte. Bellheim bestritt er als Trainingslauf, sonst hätte er dort die 90 min.-Marke sicher geknackt. Aber auch so reichte es zum Gesamtsieg in 1:30:39 h. Michaels Training ist auf den Frankfurt-Marathon im Oktober ausgerichtet; zuvor wird er die Langdapper auf der Unterdistanz 10 km in Bad Liebenzell unterstützen. Die liebt er zwar nicht so, eine gute Zeit wird es trotzdem werden.

War es die Aussicht auf üppige Siegerpokale? Oder doch eher die kurze Anfahrt? Beim 2. Bahnstadtlauf, organisiert vom Stadtteilverein und dem HTV (federführend: unser Trainingskollege Wolfgang Wagner), traten jedenfalls so viele TSGler an, dass manch ein Zuschauer von der „Blauen Wand“ sprach.

Und an der kamen nicht allzu viele vorbei. Beim 10 km-Lauf überhaupt keiner, dort vermochte nämlich niemand dem Tempo, das Tobias Balthesen (33:40 min.) anschlug, zu folgen. Und als sich Oldie Marcus Imbsweiler (34:29 min.) auf der letzten Runde den bis dahin Zweitplatzierten schnappte, war der TSG-Doppelsieg perfekt. Moment, was heißt hier doppelt? Da gab es ja noch Philipp Weng (35:26) auf Platz 5, nur wenige Stunden nach seinem 800m-Coup von Walldorf. Platz 6 sicherte sich Max Leible (36:48), direkt dahinter erreichte Jens Müller (36:53) das Ziel. Platz 11 ging an Jan Niklas Thon (38:25).

Und wer wurde für Gesamtplatz 15 bejubelt? Die schnellste Frau, auch sie von der TSG 78. Verena Bröstl eilt derzeit von Bestzeit zu Bestzeit. In der Bahnstadt knackte sie die 40-Minuten-Marke zwar noch nicht ganz (40:19), aber dass es so weit kommt, ist – im doppelte Sinne – nur eine Frage der Zeit. Mit Jochen Dischinger (40:57) belegte der nächste „Blaue“ Platz 18 gesamt, und auch „Schnaufi“ Kaehler ließ es bei seinen vier Bahnstadtrunden mal wieder flott angehen (48:34).

Fehlt noch der 5 km-Lauf, den zwei TSGler bestritten, ebenfalls mit vorderen Platzierungen. Hicham Zerrik schob sich 500m vor dem Ziel noch auf Rang 2 vor (17:51 min.), und Ina Plakinger verpasste als vierte Frau (21:42) das Podium nur knapp. Bei den Altersklassen gab es ingesamt drei erste Plätze und jeweils zwei zweite und dritte.

Er hat wirklich alles versucht. Ist eine 33er Zeit über 10 km gelaufen, hat im Cross geglänzt, trat gegen die Bergbahn an und war beim Halbmarathon in Heidelberg sogar schnellster TSGler. Fast hätten wir Philipp Weng also geglaubt, dass er einer von uns ist. Ein echter Langstreckler. Fast. Aber dann kam Georg Kopf, unser Trainer, und entdeckte Philipps anderes Ich: den Mittelstreckler. Seine wahre Bestimmung.

Von diesem Moment an hieß es: im Training keine 10 x 1000m mehr, sondern 600/400/200m. Aber Anschlag! Was das bringt? Nun, zum Beispiel eine neue Bestzeit über 1500m: 4:04,33 min.! Die lief Philipp beim Abendsportfest in Pfungstadt und qualifizierte sich damit auf Anhieb für die süddeutschen U23-Meisterschaften in Ingolstadt. Nur 10 Tage später trat er bei den Badischen in Walldorf über 800m an: 1:58,16 min. lautete dort sein Ergebnis – Platz 4 bei den Männern und auch hier die Quali für Ingolstadt in der Tasche.

Mal sehen, welchen Langdapper Georg noch als heimlichen Mittelstreckler entlarvt …

Erst Erfurt, dann Bautzen, jetzt Zittau: Der wilde Osten ist in diesem Jahr ein gutes, weil medaillenreiches Pflaster. DM-Medaillen, wohlgemerkt! Florian Kienle (M 40) und Marcus Imbsweiler (M 50) nahmen den weiten Weg nach Zittau auf sich, ins Dreiländereck D-PL-CZ, wo zum wiederholten Male die deutschen Seniorenmeisterschaften stattfanden. 600 km einfache Strecke für 800m Wettkampf, so die Rechnung im Fall Florians, der 2017 seine Bestzeit über die zwei Stadionrunden (bzw. vier in der Halle) schon mehrfach verbessern konnte. In Zittau gelang ihm dies erneut, es musste auch sein, denn das Rennen war deutlich schneller als alle vorherigen. Auf der zweiten Runde schon fast abgehängt, saugte er sich auf der Zielgerade noch einmal an die beiden Führenden heran und ersprintete sich hauchdünn Silber in 2:04,94 min., mit jeweils einer halben Sekunde Abstand zu Platz 1 und 3. Einfach sensationell für einen 42-Jährigen, der im Januar sein erstes 800m-Rennen lief!

Marcus Imbsweiler dagegen hat in seiner Karriere schon etwas mehr Wettbewerbserfahrung gesammelt, v.a. über 5000m. In Zittau trat er allerdings zunächst über die 1500m an – böse Zungen behaupten: um sich warmzulaufen. Durch die Spikeskontrolle kam Marcus unbeschadet, trug er doch als einziger im gesamten Feld keine. Dank seines patentierten Langdapper-Schleichschritts arbeitete er sich zur Hälfte des Rennens bis auf Platz 3 vor, musste diesen aber auf der Zielgerade (ebenfalls dank Schleichschritt) noch an die spurtstarke Konkurrenz abtreten. Platz 4 also und eine mehr als ordentliche Zeit: 4:25,06 min.

Für seine Paradestrecke 5000m am nächsten Tag hatte sich der 50-Jährige dann aber doch etwas mehr vorgenommen. Nach verbummeltem Beginn fand er sich schon ausgangs Runde zwei an der Spitze des Felds wieder. In seinem Nacken: Hardy Flum von der LG Hohenfels, der ihm in Bautzen auf dem letzten Kilometer die Goldmedaille weggeschnappt hatte. Da gab es nur eins: Zermürbungstaktik. Marcus also konstant von der Spitze weg, Hardy immer 10-20 Meter dahinter, und als Marcus schon fürchtete, der eigenen Taktik zum Opfer zu fallen, ließ sein Konkurrent endlich locker. Auf den letzten beiden Runden, aber auch erst dann, war es ein Schaulaufen. Während um Platz 2 gesprintet wurde, überquerte Marcus nach 16:34,34 min. als Sieger die Ziellinie.

… zeigte unsere U16-Truppe bei den Badischen Meisterschaften in Zell am Harmersbach. Zunächst lief Sebastian Artelt über 800m der M14 mutig an und kämpfte 2 Runden lang bravourös – belohnt wurde das mit einer Urkunde, Platz 8 und neuer persönlicher Bestleistung von 2:19,25min. Parallel hierzu jumpte Benjamin Kuhr im Hochsprung der M15. Nach schwierigem Beginn konnte er immer besser die Coach-Tipps umsetzen und wurde mit neuer persönlicher Freiluft-Bestleistung (1,70m) und dem Bronze-Rang belohnt. Weiter ging es mit den 80m Hürden und Timo Quarneti in der M14. An der 2. Hürde strauchelte er, konnte sich aber im Rennen halten, wurde so leider nur – aber auch immerhin – Dritter in 12,41s und konnte ebenfalls eine Bronzemedaille in Empfang nehmen. Jetzt war Louis Ochel an der Reihe, der sich über 100m der M15 für die Meisterschaften qualifiziert hatte, im Vorlauf lief er mit 12,21s neue persönliche Bestzeit (bisher 12,56s) und konnte im Endlauf mit 12,38s einen vorher nicht erwarteten Platz 8 belegen. Dann war Teamgeist gefragt, denn die 4x100m-Staffel der U16 war am Start. In der Besetzung Louis – Benjamin – Timo – Niklas (Winkler) konnte die Jahresbestzeit um fast 1,5 Sekunden auf nun 48,54s verbessert und Rang 4 erreicht werden. Hochsprung der M14 mit Timo war nun an der Reihe und der lief prima, denn Timo leistete sich bis zur Siegeshöhe (1,60m) als einziger Springer keinen Fehlversuch und so waren ihm der Titel und die Goldmedaille sicher. Beim Timos abschließenden Speerwurf flog der Speer dann weniger weit als erhofft, aber bei diesen hohen Temperaturen waren unsere Athleten am Ende alle etwas geschlaucht. Verzichtet haben wir hier auf das Erwähnen von Timos Weitsprung, denn da gewann der Absprungbalken gegen Timos „Brettallergie“ … aber wie bereits erwähnt: Mehr Licht als Schatten!

… aber der Reihe nach: bei den Badischen Meisterschaften in Walldorf lief zunächst Leon Zeiger nach überstandener Verletzung und dem vorher erreichten fünften Platz bei den Süddeutschen Meisterschaften die 3000m in 9:43,57min und sicherte sich den Titel in der U18. Es folgte ein eher zäher 100m-Lauf von Alexander Scheid, den er in 11,53s und Platz 13 beendete – “Motivation durch Frustration“ für die 400m. Im Anschluss lief Philipp Weng in einem beherzten Rennen zum ersten Mal richtig die 800m und kam mit sehr guten 1:58,16min auf einen schönen vierten Rang. Nachdem der Coach (Chris) seinem Schützling die Situation (Leistungsvermögen ungleich Gefühl) erklärt hatte, ließ dieser (Alex) sich doch zu den 400m „überreden“ und konnte im dritten 400m-Rennen der Saison zum dritten Mal neue persönliche Bestzeit laufen – diese steht jetzt bei 50,43s – und für Platz 7 reichte. Achtung, mal was Neues: Carole Geimer konnte nach überstandener Fußverletzung im Dreisprung antreten und mit 9,67m fast an das Vorjahresergebnis anknüpfen und Platz 7 in der Meisterschaftswertung erreichen. Zu guter Letzt konnten unsere 4x400m-Frauen ihren letztjährigen Titel verteidigen: Jeannette Jansen, Alissa Fink, Sophia Kramer und Hannah Tolle kamen nach 4:24,07min ins Ziel, etwas langsamer als 2016, aber dafür genau so kaputt und genau so glücklich.

Gute Leistungen gab es auch außerhalb der Stadien. So sind zwei dritte Gesamtplätze über Halbmarathon durch Jens Müller und Tim Ellerhoff zu vermelden. Jens lief beim Eschathlon, einem welligen Halbmarathon rund um Eschbach, nach 1:25:14 h zum Sieg in der M 40. Tim wählte die anspruchsvolle Wilhelmsfelder Kerwelauf-Runde und sicherte sich dort in 1:21:16 h Platz 1 in der männlichen Hauptklasse. Noch einen Gesamtplatz besser war Tobias Balthesen beim Barbarossalauf in Erlenbach am Main: In 34:23 min auf vermessener Strecke zeigte er, dass wieder mit ihm zu rechnen ist (Platz 1 in der M 40).

Und die Damen? Verena Bröstl läuft aktuell von Bestzeit zu Bestzeit. In Mannheim war der Halbmarathon dran: Auf der flachen Dämmermarathonstrecke glänzte sie mit 1:32:40 h netto und war damit siebtschnellste Frau insgesamt sowie Dritte in der Hauptklasse. Ebenfalls aufs Podium der weiblichen Hauptklasse schaffte es Ina Plakinger beim Mosbacher Stadtlauf. In 47:58 min belegte sie sogar Platz 5 unter allen Teilnehmerinnen.

Dass die Leistungen von Michael Chalupsky immer ein wenig unter dem Radar verschwinden, liegt daran, dass Michael aus beruflichen Gründen meist alleine in Neckargemünd trainiert. Umso bemerkenswerter sind seine Ergebnisse. Nachdem er beim Marathon in Würzburg bereits eine neue Bestzeit über Halbmarathon aufstellte (1:11:57 h), schlug er auch über die kürzere Distanz zu. Beim Queichtallauf in Zeiskam belegte er nach 33:16 min Gesamtplatz 3, vor den favorisierten Läufern der LG Region Karlsruhe. Spätestens bei den Deutschen in Bad Liebenzell sollte Michael eine 32er Zeit laufen können.

Wir bleiben auf der Bahn, richten das Augenmerk aber auf die älteren Herrschaften plus eine Dame. Bei den BaWü-Seniorenmeisterschaften glänzten die TSGler mit 5 Medaillen bei 5 Starts. Allen voran Marcus Imbsweiler, der sich auch durch muskuläre Probleme nicht von einem Doppelsieg in der M50 abhalten ließ: erst über 5000m (17:05,74 min), kurz danach auch über 1500m (4:43,50 min). Florian Kienle (M40) verbesserte einmal mehr seine 800m-Bestzeit, die nun bei 2:08,37 min steht – ebenfalls Gold. Ulla Maichle meldete sich nach siebenjähriger (!) Wettkampfpause über die 200m zurück und wurde mit Silber in der W50 belohnt (36,50 s). Und auch unser Oldie Helmut Diehm ging nicht medaillenlos nach Hause. Auf der Stabhochsprunganlage im benachbarten Bad Schönborn sicherte er sich nach übersprungenen 2,20m Bronze in der M75.

Seit Georg Kopf die Langstreckler trainiert, ist der Trend zum Bahnlauf unübersehbar. Nach den erfolgreichen Auftritten in der Halle wird jetzt im Sommer outdoor nachgelegt. Kaum zu stoppen ist derzeit einer unserer Jüngsten, Philipp Weng. Zählen wir mal auf: Bei den hauseigenen Qualitagen lief er die 5000m in 16:09,59 min und war damit Tagesschnellster. Zwei Wochen später „erschlich“ er sich ein Sonderstartrecht bei den Senioren in Helmsheim. Hier brauchte er nur vier Sekunden länger und sorgte erneut für die Tagesbestzeit. Last but not least sein Auftritt beim Abendsportfest in Sinsheim: wieder eine 16:09 (diesmal 16:09,49), wieder einsame Spitze … Nur bei den BaWü-Meisterschaften in Mannheim lautete die Streckenlänge 3000m. Da wurde es dann eine 9:09,93 und Platz 13 gesamt.

Die Kombination Qualitage/Sinsheim wählten auch Angela Digennaro und Oliver Maier. Angela lief die 3000m (Heidelberg) in 12:53,32 min und die 1500m beim Abendsportfest in 6:01,37 min, während Oliver zweimal über 5000m antrat: 16:51,51 auf heimischer Bahn, 17:05,27 in Sinse. In Heidelberg war erstmals Ina Plakinger für uns am Start: 3:42,50 min brauchte sie für 1000m. Die noch etwas kürzere Variante wählte Hicham Zerrik: 800m in 2:13,47 min. Fehlt noch Marcus Imbsweiler, der sich mit 16:17,32 min über 5000m für die Deutschen in Zittau warmlief.

Allen voran Dorothea Kienle (W9) mit sensationellen Bestleistungen in allen 3 Disziplinen. Besonders erwähnenswert sind die 8,12s über 50m und der Weitsprung von 3,67m!

Aber auch Josiah Bloss (M9) sorgte für Staunen, als der Schlagball 35,50m weit flog. Und nachdem er auch noch den weitesten Sprung seiner Altersgruppe präsentiert hatte (3,43m), war die Vermutung groß, dass ... während er gemütlich mit den anderen Jungs seine wohlverdienten Pommes mit Ketchup genoss, verpasste er dann beinahe noch die Siegerehrung. Als ihn Trainerin Christa endlich ausfindig machen konnte und beide zum Treppchen flitzten, fragte er ganz überrascht, auf welche Zahl er sich den stellen sollte? - „Auf die 1 natürlich!“, gab es zur Antwort. Seine Pommes in der Hand, empfing er dann strahlend die Goldmedaille.

Mit Tom Stadler (M8) und Levi Nürnberger (M7) gingen 2 weitere Dreikampf-Siege an uns; Nikolaus Mahnkopp (M8) verpasste als Vierter knapp eine Medaille. In den Mannschaftswertungen der U10 siegte sowohl unser männliches wie auch das gemischte U10-Team.

Weiter geht es mit unseren schon etwas Älteren:

Johannes Bürger (M13) und Lennart Krohn (M12) qualifizierten sich dabei für die Badischen Vierkampf-Bestenkämpfe. Während es bei Lennart, der gewohnt ist zu siegen, diesmal aber wegen einer hartnäckige Erkältung, „nur“ für den Vizemeistertitel reichte, steigerte Johannes sich beim Ballwurf auf 47m (!) und auch in den Disziplinen Weitsprung und Sprint, die bislang nicht gerade zu seinen Stärken zählten, konnte er sich erheblich verbessern. Zusammen mit Moritz Friederich (M12), war auch noch der 3. Platz im Mannschaftsergebnis gesichert. Auch Matteo Schmidt (M13) lag im Zwischenergebnis, nach einem sehr schnellen 75m-Lauf (10,55s) und einem Ballwurf von 41m, ziemlich weit vorne, musste aufgrund eines familiären Trauerfalls, von dem er während des Hochsprungs und noch vor dem Weitsprung, seiner gewohnt besten Disziplin, erfuhr, den Wettkampf vorzeitig beenden.

Alle Ergebnisse unter: http://ladv.de/ergebnis/datei/34700

 

Da schmecken die Pommes noch besser. Josiah Bloss wird Kreismeister im Dreikampf.

 

Bei den Baden-Württembergischen Meisterschaften lief Alex Scheid eine sehr feine neue Bestleistung über 400m (50,88s) ... und das auf Bahn 1 und mit 60 Minuten Zeitplanverzögerung ... "läuft bei ihm ... Tags darauf lief er in der 4x400m-Staffel als Startläufer aus dem Block nochmals eine 50,6 ... dann Felix, Staudi und Nico jeweils fliegende 50,2 - 52,2 - 48,8 ... und somit in 3:21,93min auf Platz 5 = geiles TEAM!

Nicht vergessen wollen wir aber auch Leon, der sich über 1500m um rund 12-13 Sekunden steigerte und bei der U20 (er ist erstes Jahr U18) in 4:26,70min auf Platz 8 sehr gut aussah!

Erstmals seit längerer Zeit zeigte sich die TSG wieder bei den Kreis-Langstaffelmeisterschaften vertreten – und das gleich mit drei Männerstaffeln sowie einem Damenteam, das aus Meldegründen allerdings außer Wertung startete. Und, um es vorwegzunehmen: Es hat sich gelohnt!

Unsere Damen zeigten im 3 x 800m-Rennen praktisch von Beginn an, wo der Hammer hängt. Anke Tüselmann schaute sich die Sache 200 Meter lang aus mittlerer Position an, um dann die Spitze zu übernehmen. Mit deutlichem Vorsprung übergab sie an Angela Digennaro, die einer schnellen ersten Runde eine kaum langsamere zweite folgen ließ. Da war die Sache eigentlich schon durch, denn mit Verena Bröstl folgte die Schnellste des Trios. Bei 8:25,31 min. blieb die Uhr für das Trio stehen, satte 25 Sekunden vor der 1. Staffel des TSV Rot.

Das Feld für die Männer war also bereitet. Chef Georg Kopf hatte seine drei Teams jahrgangsgerecht zusammengestellt: an der Spitze der Alterspyramide die drei M 50er Erik Drollinger, Thomas Weber und Marcus Imbsweiler, das M 40er-Trio mit Florian Kienle, Oliver Maier und Georg selbst sowie die „Baby-Staffel“ mit Leon Zeiger, Abdoulie Manneh und Hicham Zerrik. Der TSV Rot stellte ebenfalls 3 Staffeln, dazu kamen 3 Teams U18/U20.

Vom Start weg diktierte unser Jüngster, Leon, das Tempo, dem nur Coach Georg einigermaßen folgen konnte. Erik hielt Kontakt und wartete auf Schwächen der anderen. Ein Überholmanöver durch Rot stachelte Georg zu einem sehenswerten Schlussspurt an, so dass er auf Platz 2, wenige Sekunden hinter Leon, übergeben konnte; knapp dahinter folgten Team Rot 3 und Erik. Während ganz vorne Abdoul mit der schnellsten 1000m-Zeit (2:50 min. handgestoppt) den Vorsprung ausbauen konnte, schob Marcus seine Oldie-Staffel auf Platz 2, knapp vor Olli, den M 40er. Zu den Staffeln aus Rot klaffte bereits eine Lücke, dort aber machte sich der stärkste Läufer des Tages, Christian Oechsler, auf die Verfolgung. Er überholte nicht nur Thomas, sondern sich eine knappe Runde vor Schluss auch an Florian vorbei. Ganz vorne ließ Hicham nichts mehr anbrennen, sondern sicherte den Youngstern einen souveränen Sieg (8:44,16 min.). Zum Highlight wurde der Kampf um Platz 2, den Rot schon gewonnen zu haben schien – bloß hatte Christian nicht mit dem Biss unseres deutschen Vizemeisters gerechnet. Fünf Meter vor der Ziellinie schob sich Flo in unnachahmlicher Manier vorbei und entschied das Duell gegen Rot um 13 Hundertstel für die TSG (8:51,82). Und auch unsere Oldies sorgten mit einer 9:35,76 für ein Ergebnis, das sich auf nationaler Ebene jederzeit sehen lassen kann.