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Der Oktober begann für unsere Langdapper mit den Baden-Württembergischen Meisterschaften über die 10 km-Strecke in Heilbronn. Für die TSG 78 sprang dabei Doppelgold heraus: ein erwartetes durch Marcus Imbsweiler, der in 34:36min seine Altersklasse klar gewann, aber auch eines, mit dem man nicht unbedingt rechnen konnte. In der kombinierten Teamwertung M 35/40/45 nämlich belegten Jan Schäfer (39:55), Andreas Engelhart (42:46) und Marcus den 1. Platz, nur 13 Sekunden vor der Konkurrenz aus Rot. Schnellster aus unseren Reihen an diesem Tag war allerdings ein anderer, nämlich Philipp Weng (34:20), der für seinen Heimatverein TG Stockach antrat.
Mit imposanten Höhenmeterzahlen kann der Trailmarathon in Heidelberg aufwarten. Piotr Kucharczyk bewältigte in seinen ersten Marathon überhaupt die 1500 Höhenmeter in 3:52:55h und knackte nicht nur die 4-Stunden-Marke, sondern belegte auch Gesamtplatz 20 und wurde in der M 30 Vierter. Die gleiche Strecke, wenn auch ohne die Himmelsleiter und mit ein paar Abkürzungen, nahm Dominique Chatard unter die Füße: den sogenannten Halftrail, der mit 30 km Länge und an die 1000 HM aber mehr ist wie nur die Hälfte des Hauptlaufs. Seine Endzeit von 2:56:47 h bedeutete Platz 55 gesamt.
Und nun nach Köln. Hier belegte Tobias Balthesen bei einem seiner Lieblingsläufe, dem Kölner Halbmarathon, Platz 32 gesamt (4. in der M 35). 1:15:47h (netto) standen für ihn im Ziel zu Buche. Nach längerer Wettkampfabstinenz ließ sich hier auch Johannes Gerards wieder einmal blicken: Er hatte sein Tagwerk nach 1:43:58 getan
Zwei neue Topläufer verstärken nun die Reihen der Langdapper. Der eine, Leon Zeiger, macht schon seit einiger Zeit durch gute Leistungen über 3000 und 5000m von sich reden. Dass er sich bei den längeren Strecken noch zurückhält, hat seinen guten Grund: Leon ist Jahrgang 2001, also erst 15. Beim Kraichgaulauf in Sinsheim-Rohrbach nahm er nun doch einmal die 10,6 km in Angriff und landete gleich auf dem zweiten Gesamtplatz. In 41:02min ließ er nur einem Triathleten den Vortritt. Noch besser lief es für Leon beim Fitnesslauf in Östringen. Die 5 km-Distanz bewältigte er in 18:38min, so schnell wie an diesem Tag kein anderer. Da konnte selbst Olympiasieger Dieter Baumann, der zeitgleich auf der 10 km-Strecke zugange war (und zwar ein gutes Stück langsamer !), nur staunen.
Eine Verstärkung gibt es aber auch auf den längeren Distanzen zu vermelden. Manche werden sich gefragt haben, welcher TSGler da beim Baden-Marathon in Karlsruhe auf Gesamtplatz 5 einlief. Michael Chalupsky trainiert erst seit einigen Jahren regelmäßig, aber das höchst erfolgreich: In 2:42:01h lieferte er eines der besten TSG-Marathon-Resultate der letzten Jahre ab. Und beim erstmals ausgetragenen Franklin-Halbmarathon in Mannheim legte er gleich nach. Auch hier belegte er Gesamtplatz 5, und zwar in sehr guten 1:14:36h, vom Heidelberg-Sieger Kibrom Issac nur um 2 Sekunden geschlagen.
An Leon und Michael werden wir noch viel Freude haben!
Und der Knaller zum Schluss: Es gibt Langstreckler, und es gibt Längststreckler. Unsere Ultras Maic Seegel und Bernhard Pfeifer zeigten schon letztes Jahr mit ihren Siegen bei 24 h-Rennen eindrucksvoll, was das heißt. Aber jetzt setzte Bernhard noch eins drauf. Den legendären Spartathlon von Athen nach Sparta, der über insgesamt 246 km führt, finishte er in 29:16:04h. Das sind fast sechs Marathons hintereinander – für die Normalos unter den Langdappern unvorstellbare Zahlen. Fest steht, dass Bernhard diesmal betont defensiv anging, um auf der zweiten Streckenhälfte (so ab dem vierten Marathon etwa) einen Konkurrenten nach dem anderen einzusammeln. Im Ziel war er 30. gesamt und drittbester Deutscher.