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Im Wieslocher Dämmelwald dämmelten sich unsere Langstreckler und Schüler zu einer wahren Flut von Kreismeistermedaillen. Ladies first, und das aus sportlicher Sicht völlig zu Recht, denn Sophia Möllinger brachte so manchen Experten an der Laufstrecke zum Staunen. „Wer ist das Mädel in Blau?“, hieß es ein ums andere Mal, als sie sich zur Hälfte des Damenrennens an die Spitze setzte. Zum Gesamtsieg reichte es zwar nicht ganz, wohl aber zu Platz 1 in der Hauptklasse. Für die 3200m benötigte Sophia 12:27min – und dürfte ihren Bekanntheitsgrad im Kreis deutlich gesteigert haben.
Marcus Imbsweiler dagegen war schon im Vorfeld den meisten ein Begriff, weshalb sein Sieg in der M45 keine große Überraschung war (20:26min über 5570m). Eher schon der Triumph von Florian Kienle bei seinem ersten Einsatz für die TSG 78. Wie seine Tochter Dorothea (s.u.) ließ er in seiner AK, der M40, keinem Konkurrenten eine Chance (20:25min). Einen 4. Platz in der M55 belegte Schnaufi Kaehler, leichtfüßig wie eh und je (27:17), Andreas Engelhart wurde Siebter in der M45 (23:33). Als Team verpassten Florian, Marcus und Andreas den Titel nur knapp und mussten sich 13 Sekunden hinter dem TV Rheinau mit Silber begnügen.
Gleichsam zur Strafe traten Florian und Marcus noch im direkt anschließenden Kurzcross über 3200m an. Zusammen mit Coach Georg Kopf bildeten sie die Altenheim-Fraktion des Rennens. Fast alle 15 Konkurrenten hätten ihre Söhne sein können – umso bemerkenswerter, wie viele sie auf der Sprintstrecke hinter sich ließen. In 10:50 (Marcus), 11:58 (Florian) und 12:47min (Georg) belegten sie einträchtig die Plätze 3 bis 5 in der Männerkonkurrenz; im Gesamtfeld notierten sie auf 7, 14 und 16. Auch hier gab es eine Silbermedaille für die Teamleistung. Zu erwähnen ist noch Trainingspartner Philipp Weng, der ein letztes Mal für seinen Heimatverein Stockach antrat und außer Wertung einen hervorragenden 2. Gesamtplatz belegte (10:20min).
Weiter ging es mit der Langstrecke über 8000m, bei der sich ebenfalls eine TSG-Mannschaft gefunden hatte. Und hier klappte es endlich mit dem ersehnten Mannschaftsgold, nämlich in der Seniorenklasse M30/35. Oliver Maier, eigentlich in der M40 startberechtigt, lief mit all seiner Routine aus dem Mittelfeld auf Gesamtplatz 4 vor und war damit Schnellster der TSG-Riege (28:09min). Dahinter bewies Jan Schäfer in 31:30min aufsteigende Form. Ganz besonders aber freuen wir uns über den ersten Auftritt unseres Neuzugangs Hicham Zerrik, der das Ziel nach 32:28min erreichte. Und die Einzelplatzierungen? In der M30 Platz 1 und 2 für Olli und Hicham, in der M35 Sieg für Jan.
Nach den sehr erfolgreichen „Oldies“, mit insgesamt 6 x Gold, 3 x Silber und  einmal Bronze, starteten dann auch noch unsere 25 „Youngsters“ voll durch:
Kreismeister wurden Dorothea Kienle in der W8 und Lennart Krohn in der M11. Dante Aulehla lief die zweitschnellste Zeit in der M12 und holte sich den Vizemeistertitel. In der M8 führte Josiah Bloss mit Platz 3 unsere Jungs an, dicht verfolgt von Benjamin Geletneky, Bennet Krohn und Stefan Wysocki auf den Plätzen 4 bis 6. In der M9 verpasste Caspar Glauer mit Rang 4 knapp eine Medaille, holte sich diese aber dann mit Silber in der U10-Mannschaft zusammen mit Josiah und Benjamin. Hier belegte unsere zweite Mannschaft mit Bennet, Stefan sowie Felix Jurack (M8) den 4. Platz unter den 9 teilnehmenden Mannschaften.
Ein Platz weiter oben landete unsere weibliche U10 (Dorothea, Flavia Schmidt (W9) und Annalena Beyer (W7)), die sich über Bronze freuen durften. Weitere Mannschaftsmedaillen, und zwar jeweils in Silber, gingen an unsere männliche U14 mit Dante, Michael Barten (M13) und Johann Williams (M12) als auch an unsere männliche U12 (Lennart, Eric Langlouis und Jakob Buselmeier, alle M11).
Noch ein Wort zu Jakob, einem unserer allerbesten Ausdauerläufer. Dessen Lauf verlief nicht ganz so glücklich, denn er musste während des Laufs eine kleine Pause einlegen, um sich der, noch kurz zuvor verspeisten Banane, wieder zu  entleeren, erreichte dann trotzdem noch, nach einem anschließenden Überholsprint, als 7. von immerhin 15 seiner Altersklasse, das Ziel.
Bewunderung geht aber nicht nur an die hier namentlich Erwähnten, sondern an alle, die trotz Eiseskälte auch sehr gute Läufe gezeigt haben!