Ja, auch im Dezember 2016 war der 10er, der erste Lauf der Rheinzaberner Winterlaufserie, für die TSG-Langstreckler wieder eine Reise wert. Und das, obwohl die Serie mittlerweile so stark besetzt ist, dass ein Podiumsplatz in der Teamwertung außer Reichweite scheint. Zur Verdeutlichung ein paar Zahlen: Mit einer Endzeit von 35 Minuten über 10 km schaffte man es dort nicht einmal unter die Top 50; ganze 240 Finisher, darunter 19 Frauen, blieben unter 40 Minuten. Etliche Leistungen, v.a. bei den Frauen und bei den Männerteams, fanden Eingang in die deutschen Bestenlisten.
Trotzdem lohnte sich die Teilnahme aus TSG-Sicht. Denn gerade die Stärke der Konkurrenz ist es ja, die bei der Jagd nach persönlichen Rekorden anstachelt. Für das absolute Highlight sorgte dabei Sophia Möllinger, unsere derzeit schnellste Frau. Unterstützt von Tobias Balthesen, pulverisierte sie ihre erst im September aufgestellte Bestzeit um mehr als zwei Minuten auf sagenhafte 38:54min. In der gesamten TSG-Historie waren nur drei Frauen schneller unterwegs als sie. Und Sophia ist erst 24…Okay, in Rheinzabern reichte diese Zeit gerade mal zu Platz 8 in der Hauptklasse.
Weitere persönliche Bestzeiten erzielten Philipp Weng (mit 33:46 endlich unter 34min – in 2017 läuft er für die TSG) sowie unsere Neuzugänge Martin Ankenbauer (34:00), Florian Kienle (36:40) und Angela Digennaro (51:32). Eine Punktlandung gelang Oliver Maier: Mit 34:58 unterbot er die Qualizeit für die Deutschen um genau zwei Sekunden und schaffte es als Dritter auf das Podium der M40. Abdoulie Manneh, unser Mann aus Gambia, beschenkte sich bei seiner TSG-Premiere mit einer 36:54; eine gute Minute dahinter zeigte Jan Schäfer, dass wieder mit ihm zu rechnen ist (37:58). Ebenfalls aufsteigende Form bewiesen Jochen Dischinger (40:42) und Andreas Engelhart (43:41). Stefan Knopf (47:21) und Wolfgang Wagner (54:33) nutzten die schnelle Strecke in der Pfalz zum Wiedereinstieg nach längerer Trainingspause.
Fehlen noch unsere beiden Erfolgreichsten, zumindest was ihre Altersklassenzugehörigkeit angeht. Leon Zeiger zimmerte sechs Wochen nach seinem sensationellen Auftritt von Hockenheim eine 36:35 auf den Asphalt und war damit in der U18 unangefochten. Mit Jahrgang 2001 kommt er ja eigentlich erst 2017 in diese Altersklasse. Der zweite Altersklassensieg gelang Routinier Marcus Imbsweiler, dem die „drohende“ Zugehörigkeit zur M50 (in Rheinzabern wird bereits für 2017 gewertet) Flügel zu verleihen scheint. In 33:43 war er an diesem Tag tatsächlich schnellster TSGler.