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Im Winter und Frühjahr hatte Sophia Möllinger mit einigen bemerkenswerten Resultaten aufhorchen lassen: Bestzeiten über 10 km (38:54 min.), 5000m (18:48 min.) und beim Heidelberger Halbmarathon (1:31:52 h). Danach musste sie verletzungsbedingt kürzertreten, berufliche Belastungen kamen hinzu. Aber jetzt ist die 25-Jährige wieder da: Beim Wieslocher Volksbanklauf mit Ziel in Nußloch lief sie die zweite sub40 ihrer Karriere – und das auf keineswegs flacher Strecke. In 39:36 min. war Sophia unangefochten schnellste Frau und ließ überhaupt nur sechs Männern den Vortritt.

Ebenfalls nicht weit von seiner persönlichen Bestzeit entfernt war Jens Müller in Mannheim. Dort findet ja seit letztem Jahr der Franklin Meilenlauf durch das ehemalige Armygelände statt. Zwei Strecken sind im Angebot, 9 Meilen sowie ein Halbmarathon. Jens entschied sich für die Langstrecke, die er nach 1:24:29 h auf Platz 13 gesamt und als Zweiter der M 40 bewältigte.

Auf der anderen Rheinseite, in Friesenheim, ging es dagegen über die klassischen zehn Kilometer. Beim dortigen Eulenlauf gelang Hicham Zerrik seine bislang stärkste Vorstellung im TSG-Trikot: 37:48 min., Rang 6 gesamt, Platz 5 in der M 30 (Zehnerwertung). Weitere sechs Einlaufränge dahinter näherte sich Florian Kaiser der 40-Minuten-Marke. Seine 41:06 min. wurden mit dem Sieg in der M 40 belohnt.

Über seinen 62. Platz (6. M 45) beim Offenbacher Mainuferlauf 12 Tage später freute sich Florian aber noch viel mehr. Warum? Ganz einfach: weil ihm hier mit 39:52 min. eine deutliche Jahresbestzeit und das zweitschnellste 10km-Rennen seiner Karriere gelang. Die Strecke in Offenbach ist flach und schnell, das wussten außer Florian noch einige andere; insgesamt 561 Läufer erreichten das Ziel.

Weitere 10 km-Erfolge gab es beim engelhorn Laufcup. Der ist ja dank seiner Gutscheinpolitik besonders für Altersklassenläufer attraktiv. Florian Kienle und Marcus Imbsweiler ließen sich diese Gelegenheit nicht entgehen: Während Flo in Rheinau die M 40 gewann (36:37 min.), hielt sich Marcus in Maxdorf in der M 50 schadlos (35:15). In Feudenheim traten die beiden gemeinsam an und leisteten auch auf der Strecke Teamarbeit. Nach 36:52 bzw. 36:54 min. waren die zwei Podiumsplätze für die TSG unter Dach und Fach; Marcus gewann die M 50, Florian wurde Dritter in der M 40.

Eine Belohnung in Form von Einkaufsgutscheinen holte sich auch Michael Harsch ab. Auf seiner Hausstrecke, der Himmelsleiter, belegte er im Rahmen des Trailmarathon Heidelberg einen hervorragenden dritten Gesamtplatz (44:25 min.) – die beiden vor ihm Platzierten kamen nicht einmal zusammengenommen auf sein Alter. Beim Strahlenburgtrail eine Woche später legt er noch einen fünften Platz nach (34:17 min.) und sicherte sich so Rang 3 in der Endabrechnung. Nicht unerwähnt bleiben sollen unsere beiden Mediziner, Jan Niklas Thon und Jens Müller, die in Heidelberg über die 30 km-Strecke finishten. Jan schaffte das in 2:36:51 h (17. gesamt), Jens in 2:41:37 h (3. M 40). Über die Himmelsleiter führt dieser Halftrail nicht, kommt aber auch auf ca. 1000 Höhenmeter.

Abschließend zwei Ergebnisse vom Marathon. In Essen testete Michael Chalupsky seine Form für Frankfurt auf der traditionellen Runde um den Baldeneysee. Bei feuchtem Wetter kam er nach 2:48:58 h ins Ziel (Platz 5 gesamt, Zweiter in der M 30). Hinter diesen nüchternen Zahlen verbergen sich aber zwei sehr unterschiedliche Laufhälften: Den ersten Halbmarathon legte Michael in knapp 1:28 h zurück, den zweiten dann in flotten 1:21 h – Frankfurt kann kommen!

Weniger zu Testzwecken eignet sich hingegen der Brockenmarathon, offiziell Harz-Gebirgslauf genannt. Start und Ziel liegen in Wernigerode, auf 250 Metern über Normalnull, unterwegs aber geht es mal eben über den Brocken, mit einer Höhe von 1141 Metern der markanteste Gipfel ganz Norddeutschlands. Inklusive einiger Zwischenanstiege kommen so gut 1000 Höhenmeter zusammen – ganz klar eine Herausforderung für Spezialisten. Unserer hieß in diesem Fall Bernhard Pirch-Rieseberg, der nach 3:25:15 h als 24. gesamt finishte (4. M 45). Erstaunliche 925 Teilnehmer erreichten das Ziel (deutlich mehr als in Essen), von denen lediglich zwei unter drei Stunden blieben.