Köln-Marathon – Bericht einer Augenzeugin

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Nach einer harten und entbehrungsreichen Vorbereitungszeit war es endlich soweit und 9 Läufer der TSG 78 Heidelberg machten sich auf den Weg nach Köln um am Halb- bzw. Marathon teilzunehmen. Am ersten Oktoberwochenende fuhren wir mit dem Zug nach Köln. Auf der Fahrt wurden letzte  „Laufstrategien“ besprochen und wir waren uns alle einig, das große Ziel ist gesundes Ankommen. Den Samstagnachmittag verbrachten wir auf der sehr gut organisierten Marathon-Messe und den Abend ließen wir gut gelaunt im Brauhaus Päffgen bei einem kleinen Kölsch und kohlenhydratreichem Essen ausklingen.
Bereits sehr früh am Sonntagmorgen um 8.45 Uhr mussten unsere Halbmarathonis Eva, Waltraud und Xaver an den Start. Es hatte in der Nacht stark geregnet, aber pünktlich zum Start hatte sich das Wetter beruhigt. Leider war um diese Zeit auf der Strecke noch nicht allzu viel Publikum. Die Nettoendzeiten der Drei: Xaver Einsle 2:02:44, Eva Schoeler 2:05:58, Waltraud Schwab 2:19:30.
Die Marathonis durften länger ausschlafen, da ihr Start erst um 11.30 Uhr angesetzt war. Nach einem gemeinsamen Frühstück machten wir uns auf den Weg, vorbei am Kölner Dom über die Hohenzollernbrücke zu den Startblöcken. Für Iris und Uwe Heiß, Jens Bleiler und Rolf Blank war es der erste Marathon, erfahrener ist Günther Wallner, der schon mehrere Marathons bestritten hat. Markus Lung war leider krank und konnte nicht starten, unterstützte uns aber auf der Strecke.
Es war sehr aufregend inmitten von über 10.000 Läufern auf den Startschuss zu warten, der sich leider dermaßen verzögerte, dass wir erst nach 12 Uhr auf die Strecke kamen (wie man hörte, waren die Kenianer nicht pünktlich). Auf der Strecke spürte man die rheinische Stimmung, viele gutgelaunte Kölner, die zujubelten und immer wieder aufmunterten. Außerdem waren viele Bands an der Strecke, die so richtig einheizten.
Als erster ins Ziel kam Günther, der souverän den Lauf absolvierte und keine größeren Schwierigkeiten hatte. Danach folgte Uwe, der leider kurz vor dem Ziel mit Wadenkrämpfen zu kämpfen hatte. Danach folgten Jens und dann Iris. Frohgelaunt und winkend kam unser Rolf Blank (M70!!) ins Ziel. Dieser sagte sich dieses Jahr, „wenn nicht jetzt den ersten Marathon wann dann???“ – Glückwunsch zu dieser phantastischen Leistung!
Besonders beeindruckend war bei km 41 das Anfeuern durch unsere Halbmarathonis und den mitgereisten Familienmitgliedern (Nicole, Gudrun, Volker), das gab noch mal unheimlich Kraft für den letzten km der Strecke. Letztendlich fielen wir uns glücklich und unheimlich stolz in die Arme und fanden, es war ein gigantisches unbeschreibliches Erlebnis. Man sagt so schön: „Der Schmerz geht, der Stolz kommt“, was voll und ganz zutrifft. Uns ging es so gut, dass wir spontan entschieden, dieses tolle Erlebnis zu wiederholen, und wir planen nun 2011 beim Berlin-Marathon zu starten.
Auf der Zugfahrt nach Hause schilderten alle ihre ganz persönlichen Erlebnisse und wir waren uns einig, dass es uns durch unser konstantes Training auf dem Sportplatz mit Unterstützung von Sonja und Manfred und unsere vielen langen Läufe und Wettkämpfe gelungen war, diesen ersten Marathon als gute Erfahrung mit nach Hause zu nehmen.

alt

Unsere Marathonis von Köln v.l.n.r.(mit Nettoendzeiten): Günther Wallner (3:55:45), Iris Heiß (4:44:45), Uwe Heiß (4:02:58). Jens Bleiler (4:19:36), Markus Lung, Rolf Blank (5:18:49).