Pyrrhus-Sieg in Rheinzabern
Mit gemischten Gefühlen kehrten die Langstreckler von ihrem zweiten Auftritt bei der Rheinzaberner Winterlaufserie zurück. Zwar ist dem Team nach dem neuerlichen Triumph in der Tageswertung nun der Gesamtsieg (und der damit verbundene berühmte Schinken) kaum noch zu nehmen, der Erfolg aber wurde teuer erkauft. Bei km 2 stieg Andi Stähle mit Bandscheibenproblemen aus, nach 11 km zwang die Achillessehne Jörn Borges zum Aufgeben. Beiden gute Besserung und baldige Rückkehr !
Die widrigen Bedingungen in der Südpfalz hatten mit Sicherheit ihren Anteil an den Verletzungen. Von den 15 zu bewältigenden Kilometern war nur ein Viertel schneefrei; welche Schuhe ziehe ich an, wurde zur Existenzfrage. Gar nicht mit den Verhältnissen zurecht kam Marcus Imbsweiler, der seine Zeit und Platzierung zum Vergessen fand (55:47 min, Platz 12 unter 689 Startern), aber froh war, verletzungsfrei durchgekommen zu sein. Auch bei Daniel Jungblut lief es nach einer Erkältung nicht optimal (56:25, Platz 15), während Oliver Maier von hinten ordentlich Druck machte und Team 1 vervollständigte (56:59, Platz 17).
Valentin Hezer zeigte sich von seiner Grippe bestens erholt und war in 58:10 viertbester TSGler (Platz 30). Dahinter bestätigte Dauerbrenner Stefan Knopf seine guten Ergebnisse der letzten Monate mit einer Zeit von 1:01:02 h. Die eigentliche Überraschung aber war Simon Gräber, der bei seinem Einstand für die TSG lange an Stefan dranblieb und erst auf den letzten Kilometern arg zu kämpfen hatte (1:01:40).Immer besser in Fahrt kommt auch Janosch Weise, der nach 1:04:26 als 116. gesamt im Ziel war.
Das interne Duell zwischen Peter Noll und Joachim Kraft ging diesmal zugunsten von Peter aus, der Joachim 70 Sekunden abnahm (1:09:42 zu 1:10:52). Zwischen den beiden konnte sich Christian Kaehler behaupten, der in 1:10:40 seiner x-ten Verletzung zum x-ten Mal trotzte. An derart viel Schnee in Rheinzabern konnte aber auch er sich nicht erinnern. Erstmals im TSG-Trikot lief Michael Kröger (1:12:19), der zusammen mit Bernd Bublies (1:27:54) dafür sorgte, dass sich auch die vierte Mannschaft noch hervorragend präsentierte. In der Zwischenwertung der Serie belegen die vier TSG-Teams nun die Plätze 1, 6, 27 und 59 – was u.a. dem Streckensprecher in der Pfalz so manch eine Erwähnung wert war.
Einen ausführlichen Bericht über diesen Lauf (sowie über den Rheinzaberner Zehner und weitere Läufe mit TSG-Beteiligung) gibt es unter: www.laufreport.de.
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