Wenn Koslowsky hinten einen Riemen hätte…

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Viel zu schnell ging dieses Jahr das XIII. Trainingslager in Cesenatico vorbei. Vom 1. bis 9. April trainierten 14 Athleten zusammen mit Albert Maga, Ulla und Christian Maichle und einem gewissen Mensch ohne Fußgelenke, Andreas Wahlster, der zum ersten Mal seit nunmehr 12 Jahren wieder dabei war und zudem mit trainiert hat.
Wie immer trainierten wir in dem nahgelegenen Pinienwäldchen und machten Technik und Tempoläufe im Stadion von Cesenatico. Ständiger Begleiter war dabei Koslowsky, eine imaginäre Figur, die wohl etwas Ahnenforschung betrieben hatte, dadurch sehr populär wurde, und, hätte er hinten am Schuh einen Riemen, der König im Stadion wäre. Bei angenehmen Temperaturen und häufigem Sonnenschein ließ es sich wunderbar trainieren. Einzige Ausnahme: 6. April in Cervia – minus 23°C (laut Anzeige der Apotheke)! Da konnte man auch locker über den einen Regentag hinwegsehen, der zu neuartigen Sportarten, wie Swimming-Boule führte und außerdem den Grund lieferte, warum man mit dem Auto nicht über den abgedeckten Pool fahren sollte: Aquaplaning.
Insgesamt hatten wir sehr viel Spaß, unter anderem bei Fragen, wie man vom Fensterputzer zum Millionär wird oder was für ein Tier ein von der Farbe her dem Leoparden ähnlich aussehendes Fell hat (Antwort: Giraffe). Insbesondere die Lachanfälle zweier Personen, genannt MoF und Wottle, trugen zu der Idee bei, man könne doch einen neuen Klingelton für Handys kreieren. Besonders gefreut hat uns der Besuch aus Madrid, unserer amtierenden Leichtathletin des Jahres Maria Monteagudo Vela. Unglücklicherweise gab es die von ihr favorisierte Eiscremesorte „Bianco & Nero“ auf mehrmaliges Nachfragen beim Verkäufer erst einen Tag nach ihrer Abreise. Christian Maichle, Simon Wegners dickster Freund, der in 38 Monaten sein Comeback feiern möchte, trainierte fleißig mit und verhinderte unter anderem erhöhte Schweißemissionen bei seinem Mittelstrecklerschützling Johannes Ruhe.
Obwohl manche Sportler durchaus nach besonders harten Einheiten einen Korken in der Aorta hatten, fand sich immer genug Raum für Freizeit. Während die einen am Pool in der Sonne brieten und regelmäßig „wenden!“ gerufen wurde, gingen andere Mitbringsel einkaufen oder vergnügten sich beim Beachvolleyball. Damit wäre der erste Teil des Mottos „Trainingslager ist wie Urlaub, nur mit Schmerzen“ erfüllt. Denn obwohl manche Schlaglöcher umwerfend sein können, gab es kaum nennenswerte Verletzungen, was sehr erfreulich ist. Die Abendgestaltung bestand trotz hoher Preise aus Billard spielen, wobei Christian Reichmuth der absolute Meister war und seine Schüler lehrte, wie man einen Rückläufer mit Effet spielen kann. War dies nicht der Fall, so wurde über bislang ungelöste Themen debattiert. Eines davon war, wie die Birne vom Balkon des Zimmers 110 zum Balkon des Zimmers 112 gelangte, bzw. wohin das Wasser von Zimmer 110 verschwand. Es wird um sachdienliche Hinweise gebeten. Auch, dass die Sahne schon weg ist, löste zeitweise große Bestürzung aus.
Wie immer waren wir bei Pino und seinem Team, bestehend aus Borat (Matteo), Pietro, Aqua (Claudia), Anke (Ramona) und einigen anderen bestens versorgt. Fürs nächste Jahr (wahrscheinlich 21.-29.4.2011) kann man sich bis Weihnachten 2010 bei Christian Maichle anmelden; es lohnt sich!