Fünfmal Marathon
Kurz vor Ende der Saison purzeln bei den Langdappern die Marathonergebnisse! Dass sich da vor allem unsere Oldies hervortun, darf nicht verwundern. Unter dem Aspekt Reisen und Marathon ließ es Jörn Borges dieses Mal etwas ruhiger angehen; statt Dublin oder Tromsø war 2010 Dresden angesagt. Eine schöne Strecke über zwei Runden, flach und schnell, aber auch mit etwas Kopfsteinpflaster und windanfällig. Gegenwind war denn auch das größte Hindernis unterwegs, während es an den sonstigen Umständen nichts zu meckern gab. Jörn lief ein sehr gleichmäßiges Rennen, bis zu dem Zeitpunkt, als er der Frauenspitze zeigen wollte, wo sportlich der Hammer hängt. Naja, die Damen kehrten rasch den Spieß um, und für den Rest des Laufs kämpfte er sich alleine dem Ziel entgegen. 2:50:48 h lautete sein Endergebnis; damit belegte er den fünften Rang in der M 45.
Gleich drei TSGler traten in Frankfurt an. Der dortige Marathon widersetzt sich erfolgreich dem aktuellen Trend zum Teilnehmerschwund und ist bei idealen Bedingungen wie in diesem Jahr ein Garant für schnelle Zeiten. Das nutzten unsere drei Vertreter Peter Noll, Joachim Kraft und René Wieczorek zu tollen Einzelresultaten und – da sie alle derselben Altersklasse angehören – zu einem super M 40-Teamergebnis. Peter und Joachim liefen bis zur Hälfte miteinander, erst dann setzte sich die Erfahrung des Letzteren durch. Nach 3:07:24 h netto war Joachim, der zwei nahezu identische Halbmarathon-Zeiten lief, im Ziel. Peter traf sieben Minuten später ein (3:14:40). Bei 3:41:59 blieb die Uhr für René stehen, der allerdings auf der zweiten Rennhälfte doch einiges an Boden verlor.
Fünfter im Bunde war Christian Kaehler alias Schnaufi, der für sein Saison-Highlight den Athener Jubiläumsmarathon wählte. Anders als der Grieche Pheidippides vor 2500 Jahren kam er lebend in Athen an. Für die 42,2 km mit ca. 300 Höhenmetern benötigte er 3:23:58 h und belegte unter ca. 10.000 Startern Platz 646. Zu den hübschen Anekdoten, die er aus Griechenland zu berichten wusste, gehören die in voller historischer Montur angetretenen Krieger, die von den über 10.000 Zuschauern im Panathinaikos-Stadion frenetisch gefeiert wurden. Ansonsten war die Unterstützung zumindest anfangs etwas mau, da mussten eher die Läufer das Publikum animieren. Es gab sieben Startblöcke ohne Möglichkeit zu wechseln, und im Ziel wurde eine große Gruppe versehentlich in den VIP-Bereich zu den Massageliegen geleitet. Ansonsten: Stimmung, Verpflegung, Wetter prima.
Leichtathletik 
