Trainingslager 2011 in Cesenatico/Italien
Am frühen Morgen des 22. April gegen 5 Uhr treffen sich nach und nach unsere Athleten und Trainer am Bunsengymnasium, um gemeinsam gen Süden aufzubrechen. Problem: einer fehlt! Aufgrund einer noch nicht erklärbaren Zeitverschiebung von 24 Stunden zwischen Neuenheim und Ziegelhausen verzögerte sich unsere Abfahrt ein wenig, da Alex diese Zeitverschiebung nicht miteinkalkulierte und somit in Windeseile seine Tasche packen musste. Bis auf die Sonne hatte er dann tatsächlich nichts vergessen, nur die hat einigen von uns etwas gefehlt, andererseits war es durch die Wolken bei ca. 18°C angenehm zu trainieren. Ganz nebenbei stellten wir bei unserer Anreise einen neuen deutschen Rekord auf – 14,5 Stunden auf 900km, ein Stau jagte den nächsten.
Am nächsten Morgen ging es dann mit den zunächst lockeren Einheiten in der letztes Jahr neu entdeckten Trainingsstätte „Park“ unweit unseres Stammhotels Meeting los. Auffallend selten waren wir dieses Jahr im Stadion, das lag aber daran, dass es einige Tage geschlossen war und wir uns immer mehr mit dem Wald anfreundeten.
Sehr gefreut haben wir uns über das bisher schon gute, jetzt aber noch deutlich verbesserte Essen, nicht nur weil wir zweimal einen Pizzabrot-Sekt-Cola-Aperitif bekamen, sondern weil bis auf die Glatthaifischschnitte alle Gerichte einen dankbaren Abnehmer fanden. Besonders beliebt waren beim Frühstück kleine Croissants, die gut schmecken, aber leider nicht satt machen, weswegen uns Yves, der Dozent, erklärte, er habe soeben 12 gegessen. Albert plante daraufhin, uns einen Ernährungsvortrag zu halten, dieser kam aber nicht zustande. Ob die späteren, (leider?) erfolglosen Versuche Yves‘ mit seiner mitgebrachten Angel original italienische Fische auf den Tisch zu bekommen aus Einsicht erfolgten ist bis heute ungewiss.
Robbo (Jürgen Hofstätter) klagte nach der ersten Nacht über zu harte Betten, woraufhin ihm von Chris vorgeschlagen wurde, um sein gewohntes Wasserbettfeeling zu bewahren solle er doch im Schlauchboot mitten auf dem Pool übernachten, das Hotel habe sicher nichts dagegen.
Natürlich war auch dieses Mal der Billardtisch neben Eis essen in der nahgelegenen Eisdiele „Brrrivido Dolce“ Abendbeschäftigung Nummer 1. Vor allem Simon, der leider krankheitsbedingt auf einige Einheiten verzichten musste, besiegte letztendlich so gut wie jeden seiner Rivalen – viele wollten im „was Gutes“ tun.
Die Verletzungen hielten sich aber in Grenzen, Jana und Anna erfuhren, wie spitz Spikes eigentlich sind, Daniel kämpfte mit seinem Kopf gegen einen Hochsprungständer und mit Schmerzen gegen seine Rücken, Yves klagte über diverse trainingsbehindernde Umstände, einige Knie funktionierten nicht ganz, wie gewünscht, aber keiner trug bleibende Schäden davon, im Gegenteil, Wottle konnte nach 9 Wochen Verletzungspause wieder voll trainieren.
Wie jedes Jahr wurden auch wieder fleißig die 200m Sportabzeichen geschwommen, indem man den etwa 14m langen Pool 7 Mal hoch und wieder runter schwimmt UND sich noch einmal abstößt. Da kann man leicht mal die Orientierung verlieren. Johannes „Wottle“ Ruhe kündigte an, er mache seinen „Wurf im Schwimmen“ und unser Dozent (Yves) schaffte seine 200m erst im zweiten Anlauf – da er sich beim Verschlucken den Fuß stieß – , war dabei allerdings noch schneller als Alex, aber der dachte ja, es ginge erst am nächsten Tag richtig los.
Unsere Trainer trainierten nicht nur uns, sondern auch sich selbst: Chris legte in nur zwei Wochen so viele km wie in der ganzen Trainingslagervorbereitung zurück und Albert, der Kampfschwimmer, trat im „Bankdrücken“ als seine neue Paradedisziplin an. Albert M. (51): „Die Bank würde in Cervia liegen, wäre sie nicht angekettet gewesen“.
Tommy Morgan, der wie Rüdiger Rall, Daniel Werner, Yves „Dozent“ Stucky, Philip Werner und Sophie „Soppi“ Götz zum ersten Mal dabei war, trug oft zur allgemeinen Erheiterung bei, da er ohne es zu wissen auf den freien Platz von Tim Bublies, der kurz vorher leider absagte, einen mittlerweile bekannten Koslowski mitbrachte und sich köstlich über dessen Bahnfahrten und Annäherungsversuche amüsierte, sodass wieder einmal die Idee aufkam aus Wottles folgenden Lachsound einen Youtube-Track zu kreieren und als Klingelton zu verkaufen. Er war außerdem größter Fan von Robbos Krafttraining, welches dieser täglich durchführte.
Die Saison kann nach diesen erfolgreichen Tagen endlich beginnen, wir danken Chris und Ulla Maichle und Albert Maga für Betreuung, Engagement und Organisation, Jürgen Hofstätter und Christian Reichmuth fürs Fahren, Rüdiger Rall fürs Motivieren und Mittrainieren und dem ganzen Rest für die schöne Italienzeit.
Und wer nächstes Jahr unbedingt mit will: Man kann sich bis Dezember bei Christian Maichle anmelden, es lohnt sich auf jeden Fall!
Leichtathletik 
