... sehr solide und „hintenraus sehr abgezockt“ ...

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... war Alex Scheid bei den Deutschen Meisterschaften der Schüler in Cottbus, wo er beim Blockwettkampf Sprint/Sprung antrat. Doch der Reihe nach:

37 Schüler der Klasse M15 hatten die Quali gepackt und durften die Reise nach Cottbus antreten. Einer davon war unser TSG78er Alexander Scheid, der schon öfters durch gute Leistungen auf sich aufmerksam machte – interessierte Leser wissen Bescheid. Entgegen einem Zehnkampf, bei dem die Reihenfolge der Disziplinen verbindlich festgelegt ist, kann sich diese bei den Blockwettkämpfen von Veranstaltung zu Veranstaltung immer wieder ändern. Im Vorfeld von Cottbus war im Zeitplan zu lesen, dass sich Alex diesmal auf 80m Hürden – Speerwerfen – Hochsprung – 100m – Weitsprung einstellen und vorbereiten (Dank an die Trainer) musste. Also aufwärmen – bei drückenden fast windstillen Temperaturen von bis zu 30°C – um 8 Uhr morgens, denn um 9:10 Uhr standen die Hürden an. Allerdings ließen sich die Zeitnehmer mehr Zeit beim Aufbau und Einrichten der Zeitmessung, so dass Alex erst um 9:30 Uhr mit sehr ansprechenden 11,48s in den Mehrkampf startete. Jetzt gleich eine SMS an Trainer Albert Maga, der aus privaten und organisatorischen Gründen „nur“ daheim mitfieberte, aber vor Ort von Chris Maichle als Coach bestens vertreten wurde. Beim Speerwerfen lief es nicht so rund, aber mit 35,74m blieb Alex im Rahmen seiner Möglichkeiten, während andere (z.T. Titelaspiranten) ihren ersten großen Patzer hatten. Auch die nächste Disziplin – von Alex nicht unbedingt geliebt – offenbarte Schwächen bei einigen Mitkonkurrenten, Alex blieb souverän im Plan und nur eine Höhe (1,60m) unter seiner Bestleistung.
Immer wieder Pausen und neues Aufwärmen oder doch lieber „nur“ die Spannung halten? Alex fand hier mit Coach und seinen beiden mitgereisten helfenden Fans genau die richtige Mischung und wurde prima unterstützt von seiner Mutter und „Kamera-Kind“ Ulla Maichle. Die Zehnkampferfahrungen von Coach Chris halfen unserem Nachwuchstalent immer wieder, um nicht zu viel oder zu wenig zwischen und während den Disziplinen zum „machen“. Die 100m (11,94s) lief Alex dann auch wieder nur knapp über seiner Bestzeit und fand sich nach 4 Disziplinen auf Rang 26 wieder. Leicht frustriert – „ich wollte doch unter die ersten 20“ – ging’s zum Weitsprung, wo Alex in seiner Gruppe klar dominierte und mit 5,92m im ersten Versuch auch schon seine zweitbeste Gesamtpunktzahl aller Zeiten im Mehrkampf sicher hatte. Nach seinem verpatzten zweiten Versuch erreichte den Coach folgende Frage: „Chris, meinst du, ich kriege noch mal genug Speed für den letzten Versuch?“ und dieser antwortete: „Klar, du musst nur ... – Geheimnisse bleiben Geheimnisse, sorry  – ... machen!“. Alex setzte den Tipp in herausragender Art und Weise um und sprang mit 6,17m persönliche Bestleistung und auf Platz 15 nach vorne, so dass der lange Tag nach fast 9 Wettkampfstunden sehr zufrieden endete. Jetzt also „nur“ noch Packen – Fahren – Essenpause – Weiterfahren ... und um Mitternacht waren wir wieder in Heidelberg, müde aber glücklich und stolz – Alex, das war GROSSES KINO, ganz KLASSE!