Drucken

Mit Laura Geiger haben die Langdapper endlich wieder ein vielversprechendes weibliches Lauftalent in ihren Reihen. Nachdem sie bereits in Heidelberg unter die Top 50 der Frauen vorstieß, war ihr nächstes Ziel eine neue Halbmarathon-Bestzeit. In Stuttgart gelang dieses Vorhaben souverän: Nach 1:44:12 h war Laura im Ziel, als 106. Frau gesamt bei fast 5500 Finishern. Großen Anteil an der Verbesserung hatte Andreas Engelhart, der sie bis km 18 durch die Läufermassen des zweitgrößten Halbmarathons in Deutschland lotste und erst ab dann eigene Sache machte (1:42:34 h).
In Weiher waren beide wieder am Start, allerdings über die 10 km-Strecke. Auch dort sprangen neue Bestmarken heraus: Andreas konnte sich über eine Endzeit von 43:43 min freuen, womit er Platz 79 gesamt belegte. Und nur eine knappe Minute später war auch Laura im Ziel. Ihre 44:40 min bedeuteten Rang 7 unter den Damen und den Sieg in der W 30 – Glückwunsch! Einen weiteren Klassensieg gab es dort in der M 45 durch Marcus Imbsweiler, der als 6. gesamt in 34:54 min finishte. Einen Platz und eine knappe Minute hinter ihm: Christian Bullerkotte, 3. der M 30 (35:51 min). Bei sommerlichen Temperaturen knackte auch Jan Schäfer die 40-Minuten-Marke (39:52 min) und belegte damit Platz 7 in der M 35.
Der Kurs in Weiher ist komplett flach, anders als zum Beispiel der Tote Mann Berglauf in Oberried bei Freiburg. 750 Höhenmeter auf 8,4 km bei eher ungemütlichen äußeren Bedingungen: Michael Harsch bewältigte die Herausforderung in 43:14 min, was ihm Platz 15 gesamt und den vierten Rang in der stark besetzten M 45 einbrachte. Auch in der Serienwertung des Schwarzwald Berglauf-Pokals liegt Michael nun auf Kurs; hier fehlt ihm noch eine erfolgreiche Teilnahme.
Steil, okay; dagegen hält sich einer wie Christian „Schnaufi“ Kaehler mit Strecken unter 10 km in letzter Zeit kaum noch auf. Hier sein Laufbericht aus den Hochalpen:
„Wenn schon beim Zermatt-Marathon dabei, dann muss es der Ultra-Marathon sein, mit Ziel auf dem Gornergrat, dachte ich mir im Winter und ergatterte einen der 600 Startplätze. Bei einer Streckenlänge von 45,6 km und 2.458 m Höhendifferenz (entspricht 5,5 mal auf den Königstuhl) war das Ziel allerdings nur finishen. Der Ultra-Marathon wurde erst das 3. Mal angeboten, vorher gab es lediglich den Marathon. Zuerst ging es 21 km von St. Niklaus das Visptal nach Zermatt mit "nur" 600 Höhenmetern, dann folgte eine Schleife durch Zermatt und der Anstieg zur Sunnegga, die bei km 32,5 erreicht wurde. Bei der Riffelalp nach 39 km fing der Lauf erst richtig an. Auf den letzten 6,6 km warteten noch 867 Höhenmeter von 2.222m auf 3.089 m, und da gab es noch flache Passagen drin. Umso anstrengender waren die steilen Anstiege in der dünnen Luft.
Am Vortag war es kalt und stürmisch und es schneite oben in den Bergen. Dann am Lauftag hörte der Regen rechtzeitig am frühen Morgen auf, ganz tolles Laufwetter, bewölkt bei 10-15 Grad und das Matterhorn zeigte sich zumindest teilweise. Ich schaffte es mir die Kräfte gut einzuteilen und hatte so noch genug Kraft, um nach der Riffelalp, wo man von einer Musikkapelle empfangen wurde, den finalen Anstieg in Angriff zu nehmen. Nach 6:21 h war das Ziel auf dem Gornergrat erreicht. Platz 210 bei den Männern gesamt und 17. in der M55.“