Die Stationen unterwegs lauten Ungeheuersee, Drahtzug, Schlagbaum oder Toter Mann. Mitzuführen ist ein Handy. Die Gesamtstreckenlänge beträgt 85,6 km – bei 2440 positiven Höhenmetern.
Wovon die Rede ist? Vom Pfalz Trail 2014, genauer: von seiner Ultravariante. Denn während andere sich mit 33 oder bloß 19 km über Stock und Stein zufriedengeben, fangen die echten Ultratrailer erst ab Marathon zu zählen. In diesem Fall sind es halt zwei Marathons – plus ein paar „zerquetschte“ Kilometer.
Wer tut sich so etwas an? Nun, seit Kurzem haben die Langdapper einen Ultraläufer in ihren Reihen: Bernhard Pfeifer. Nach der Teilnahme am Maintal-Ultra über 62,1 km, den er auf einem hervorragenden vierten Platz beendete, sollte der Pfalz Trail zum Höhepunkt der Saison werden. Für Bernhard ein Heimspiel, stammt er doch aus Böhl-Iggelheim und kommt zum Arbeiten und Trainieren nach Heidelberg. Tatsächlich konnte er sein Ergebnis noch einmal toppen: Nach 8:25:30 h erreichte er als Gesamtdritter das Ziel in Hertlingshausen. Wie es unterwegs war? Anstrengend, ja … aber schön!

Gegen solche Herausforderungen nimmt sich das Profil des Heidelberger Trail-Marathons doch geradezu bescheiden aus: „nur“ die üblichen 42,2 km bei etwa 1500 Höhenmetern. Aber wer die Strecke über den Weißen Stein und den Königstuhl kennt, weiß, dass sie höchst anspruchsvoll ist, mit noch mehr Trails als bei der Premiere 2013 und vor allem mit der nicht im Laufen zu bewältigenden Himmelsleiter.
An die volle Distanz wagten sich in diesem Jahr unser anderer Bernhard, Bernhard Rieseberg nämlich, sowie der unverwüstliche Christian Kaehler. Bernhard, der sich seit seinem Ironman-Debüt in Glücksburg Ostseeman nennen darf, schaffte nach 4:03:44 h den Sprung aufs Treppchen: Platz 3 in der M 45. Auch Schnaufi Kaehler schlug sich grandios und verpasste als Vierter in der M 55 (4:45:40 h) das Podium denkbar knapp. Weitere TSG-Läufer traten, zum Teil unter anderem Teamnamen, auf unterschiedlichen Teildistanzen an: Tobias Balthesen, Marcus Imbsweiler und Andreas Engelhart im Duo-Marathon, Albert Maga, Jens Müller und Wolfgang Wagner im Fünferteam.

Team: Das ist das richtige Stichwort für ein weiteres Laufereignis im Oktober, den Citylauf Ebingen. Rüdiger Rall hatte zu diesem Topevent in seinem Heimatort auf die Alb eingeladen, bei dem der Deutsche 5000m-Meister Richard Ringer in 29:59 min vor einer Handvoll Kenianern siegte. Nicht ganz so schnell unterwegs, dafür mit geschlossener Mannschaftsleistung: die TSG-Langdapper. In einem starken Feld belegten sie Platz 15 (Marcus Imbsweiler, 34:50 min netto), 16 (Tobias Balthesen, 35:01), 18 (Christian Bullerkotte, 35:25), 20 (Michael Harsch, 36:15), 51 (Andreas Engelhart, 43:32) und 55 (Rüdiger Rall, 44:06), dazu mehrere Podiumsplätze in den jeweiligen Altersklassen. Für den Knaller des Tages aber sorgte Laura Geiger, die in neuer Bestzeit von 44:01 min Rang 6 belegte. Rang 6 gesamt wohlgemerkt, u.a. hinter drei Kenianerinnen … da geht noch was!!