Über die Wettkämpfe in der Messe Karlsruhe hat die Presse ja einiges berichtet. Wegen Baufälligkeit der Europahalle wurden in der Messehalle 2 eine Rundbahn aus Göteborg und Innenanlagen aus Tallinn aufgebaut, um beste Bedingungen für das Indoormeeting und die Deutschen Hallenmeisterschaften zu bieten. Die Baden-Württembergischen Hallenmeisterschaften der Senioren dienten dabei als Testlauf für die Anlagen.
Aus TSG-Sicht nahmen fünf Athleten dieses Angebot wahr. Vier von ihnen darf man zu den „üblichen Verdächtigen“ zählen, dazu kam ein echter Neuling. Den Anfang machten am Samstag die Techniker: Mit übersprungenen 2,60 m belegte „Stabi“ Xaver Einsle in der M 55 Rang drei, Helmut Diehm konnte sich in der M 75 sogar die Silbermedaille sichern (2,00 m). Den Hochsprungwettbewerb musste Helmut verletzungsbedingt leider abbrechen. Kurz danach ging mit Jürgen Hofstätter einer unserer zuverlässigsten Medaillensammler auf das blaue Oval. Nach zwei Runden hatte er sämtliche 400m-Konkurrenten in die Schranken verwiesen und sich Platz 1 gesichert. 60,37 sec sind natürlich nicht noch nicht der wahre Jakob (bzw. der wahre „Robbo“), angesichts längerer Verletzungspause aber ein optimaler Wiedereinstieg.
Tags darauf fanden die Wettbewerbe über die Hallen-„Langstrecke“ statt; die Anführungszeichen beziehen sich auf die Tatsache, dass 3000m für unsere Langdapper eher zu den Kurzdistanzen gehören. Marcus Imbsweiler war’s egal, seinem technisch ausgefeilten Laufstil (Schleichkatze mit Fersenabdruck) konnte kein direkter Konkurrent Paroli bieten. Nach 9:24,04 min gab es Gold für den Athleten der M 45. Zuletzt das Sahnehäubchen: der erste Hallenwettkampf überhaupt für Laura Geiger, zudem ihre Premiere über die 3000m. Im gemeinsamen Lauf aller weiblichen Klassen bewegte sich Laura immer unter den Top 5, wurde in 11:44,32 min schließlich Gesamtvierte und in ihrer Altersklasse, der W 30, mit Silber dekoriert – fünf Sekunden hinter der Siegerin.
Fazit: fünf Athleten, fünf Medaillen (2 x Gold, 2 x Silber, 1 x Bronze).
Ebenfalls bei einem Rundenlauf, allerdings im Freien, trieb sich derweil Jan Schäfer herum. Einen Wochenendurlaub in der alten Heimat Potsdam nahm er zum Anlass, am Winterlauf in Brandenburg/Havel teilzunehmen. Zwei Mal geht es dort um den langgestreckten Beetzsee herum, die Gesamtstrecke beträgt 12,6km. Nach km 3 übernahm Jan die Führung und gab sie trotz eines unbeabsichtigten Umwegs nicht mehr ab; nach 48:27 min brachte er den ersten Gesamtsieg des Laufjahres 2015 unter Dach und Fach.