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Im normalen Laufalltag drohen die Leistungen unserer Ultras bisweilen unterzugehen. Aktuell haben wir auch nur zwei, die sich an die ganz langen Kanten herantrauen, aber deren Resultate sind aller Ehren wert – vorsichtig formuliert. So startete Maic Seegel Ende September beim 24 h-Lauf auf der Aareinsel Brugg in der Schweiz. Bereits im Vorjahr hatte er dieses Rennen für sich entscheiden können, diesmal aber erwartete er stärkere Konkurrenz durch die parallel ausgetragenen Schweizer Meisterschaften.
Für Nicht-Ultras hört sich der Streckenverlauf nicht unbedingt verlockend an: Gelaufen wird auf einer flachen, asphaltierten Runde von exakt 934,8 Metern – ganz klar eine Kopfsache. Und der war bei Maic offenbar frei wie nie, denn er verwies nicht nur sämtliche Konkurrenten in die Schranken, er stellte auch noch einen neuen Streckenrekord auf: 238,3 km! Das entspricht über 250 Runden … Was dieses Ergebnis wert ist, zeigt ein Blick in die Statistik des DUV: Hier belegt Maic deutschlandweit den 3. Platz – nicht in seiner Altersklasse, sondern insgesamt! Nur zwei Starter der Nationalmannschaft liefen bei der WM in Turin noch weiter als er, darunter Weltmeister Florian Reus.
In derselben Statistik wird unser zweiter Mann Bernhard Pfeifer übrigens auf Platz 8 geführt; in Iserlohn lief er bekanntlich knapp 221 km. Aktuell startete Bernhard beim legendären Spartathlon, der von Athen nach Sparta führt. Gesamtdistanz: 247 km, dazu jede Menge Höhenmeter. 2015 kamen auch noch ungemütliche Wetterbedingungen hinzu, so dass Bernhard nach etwa der Hälfte des Rennens die Konsequenz zog und ausstieg. Sein Kommentar im Training: Da ist noch eine Rechnung offen – ich komme wieder!
Wir werden berichten.