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Dass das abgelaufene Jahr ein besonders erfolgreiches war, mag man als eine der üblichen Rückblicksfloskeln abtun. In unserem Fall aber hat diese Formulierung ihre Berechtigung, denn schon lange war die Abteilung nicht mehr so erfolgreich wie 2015. Das gilt vor allem für die Breite der erzielten Leistungen, von der Sprint- bis zur Ultradistanz, vom Senioren- bis zum Nachwuchssportler. Erfreulich auch, dass sich im lange darbenden Frauenbereich wieder etwas tut.
Zunächst aber wurde bei der Saisonabschlussfeier im Marriott-Hotel das gesellige Zusammensein zelebriert. Wie immer konnte Abteilungsleiterin Sonja Böhnisch eine große Zahl von Mitgliedern begrüßen. Rückblickend auf das Sportjahr 2015, hob sie die Bedeutung unseres Halbmarathons für die Abteilung hervor, von dem wir sehr stark profitieren, der aber auch personell erhebliche Ressourcen bindet. Dem Appell nach „Blutauffrischung“ folgten zum Glück eine ganze Reihe Mitglieder, die in den Bereichen Sponsoring, Verpflegung, Fahrradstaffel, Streckenabschnitte und Helferaquisition die bisherigen Bereichsleiter ersetzen bzw. die vorhandenen unterstützen werden.
Gute Tradition hat die Verleihung der Sportabzeichen durch Peter Frese, der mit 44 Auszeichnungen diesmal selbst unter den Jubilaren zu finden war. Wie immer konnte er auch diesmal eine größere Geldspende für die Jugendarbeit übergeben. Besonders freute er sich über die deutlich gestiegene Zahl der erfolgreich absolvierten Prüfungen, ca. 50 mehr als 2014. Anschließend konnten sich die Gäste an der Sportakrobatikshow der SVG Nieder-Liebersbach erfreuen.
Sportlicher Höhepunkt zum Abschluss der Veranstaltung war die Ehrung der Leichtathleten des Jahres, gleichzeitig ein Rückblick auf die Erfolge der Saison. Eine Jury um die Sportwarte Christian und Ursula Maichle hatte v.a. bei den Männern die Qual der Wahl. So mussten Helmut Diehm, WM-Sechster und badischer Rekordhalter im Stabhochsprung der M 75, sowie Maic Seegel, deutscher Vizemeister über 50 km und Dritter der deutschen Jahresbestenliste im 24-Stunden-Lauf (238 km !), mit Platz 3 vorliebnehmen. Auf den 2. Platz wurde Alexander Scheid gesetzt, der in 10,98 sec. über 100m so schnell war wie kein TSGler seit Jahrzehnten und über 200m Rang 14 bei den Deutschen Jugendmeisterschaften belegte. Zum Leichtathleten des Jahres wurde Marcus Imbsweiler gekürt, dem mit dem deutschen Meistertitel über 10 km Straße in der M 45 in persönlicher Bestzeit (33:11 min) sein Saisonhighlight gelang.
Auch bei den Frauen war nach zweijähriger Durststrecke das Podium wieder komplett besetzt. Dafür sorgten u.a. die Schülerleichtathletin des vergangenen Jahres Lilli Fischer mit der badischen Norm über 100m (W 14) und Clara Schiltenwolf mit BLV-Bronze über 400m in der Halle (U 18), die gemeinsam Rang 3 einnahmen. Auf Platz 2: Alissa Fink, badische Silbermedaillengewinnerin über 400m Hürden (U 20), während Laura Geiger Silber in Baden-Württemberg über 3000m in der Halle (W 30) holte – damit wurde sie TSG-Leichtathletin des Jahres.
Dass das Leistungsgefälle zwischen Herren und Damen deutlich abgenommen hat, zeigte sich auch bei den Mannschaftsehrungen. Hier belegte nämlich das Langstrecken-Frauenteam um Laura, Sophia Möllinger und Doreen Lorscheid Rang 3 – dieselbe Platzierung wie beim Heidelberger Halbmarathon. Silber ging an die DMM-Mannschaft der Männer, die die Badische Vizemeisterschaft errang, an der auch unsere Jugend-Sprinter ihren erheblichen Anteil hatten, die ihrerseits Baden-Württembergischer Meister über 4 x 400m wurden. Noch imposanter die Titelsammlung der Langdapper: vom deutschen Vizemeister über 10 km in der M 45 über Platz 5 beim Marathon (M 40/45) bis zum Gesamtsieg beim Brüder-Grimm-Lauf und zwei badischen Rekorden.

die geehrten Leichtathleten auf einen Blick, v.l.n.r.: Helmut Diehm, Lilli Fischer, Maic Seegel, Alissa Fink, Doreen Lorscheid, Martin Rütze, Philip Werner, Matthias Trumpp, Maximilian Walter, Sören Krömer, Christian Bullerkotte, Alexander Scheid, Simon Wegner, Oliver Maier, Marcus Imbsweiler und Christian Maichle.