Während Johannes Bürger es vorzieht, sich vorerst ausschließlich auf unser TSG-Training zu konzentrieren, um Zeit für andere Interessen zu haben, nehmen Johannes Kuhr und Matteo (alle drei M13) zusätzlich, jeweils Samstag Vormittag, am Stützpunktraining in Mannheim teil. Ende November findet dann für eine kleine Gruppe aus ganz Baden-Württemberg eine 3-tägige Sichtung für die Aufnahme in das Kader statt. Die Einladung dazu haben Matteo und Johannes mit Freude und hoher Motivation entgegengenommen.

Am 3. Oktober, zum Freiluft-Saisonabschluß bei der MTG Mannheim, sorgte unsere Dorothea Kienle für Aufsehen, als sie gleich zu Wettkampfbeginn mit einer Laufzeit von 8,20 auf 50m die älteren Mädels in den Schatten stellte. Auch mit einem Weitsprung von 3,77m lag unser vielversprechendes Nachwuchstalent nur 3 cm unter der Tagesberstleistung in der W10. Und, obwohl sich ihr Ballwurf und Hochsprung noch in der Entwicklungsphase befinden, konnte Dorothea, nach einem beeindruckenden 800m Lauf von 3:08,13min strahlend die Bronzemedaille in Empfang nehmen.

Nicht zu übersehen, sowohl zahlenmäßig, wie auch durch Ihre starken Leistungen, waren wieder einmal unsere M13 Jungs, Johannes Bürger, Youssef Galal El-Din, Matteo Schmidt und unser Comebacker, nach längerer, teilweise verletzungsbedingter Pause, Felician Roth. So waren zum Beispiel beim Ballwurf alle vier unter den besten 5 zu finden, vorne weg, Johannes mit 49m und Youssef mit 46,50m. Für besondere Spannung sorgte das Quartett dann beim Hochsprung. Voll zufrieden mit Ihrer neuen persönlichen Bestleistung von 1,36m waren Felician und Matteo, bei dem sich im letzten Training davor, überraschend die „Flopblockade“ in einem seiner Gehirnzentren gelöst hatte. Youssef  übersprang die 1,40m, und unser Hochsprungchampion Johannes lag mit 1,48m knapp unter seiner Bestleistung von 1,52m. Der 75m Lauf und Weitsprung von Matteo entsprach diesmal nicht ganz den Erwartungen. Zu guter letzt aber, konnte er dann doch noch, nach einem sehenswerten 800m-Lauf von 2:34, 88min mit Johannes, der nach vier Disziplinen mit 1690 Punkten noch 1 Punkt Vorsprung hatte, den 4. Platz, gegen den 3. eintauschen. Die Plätze 5 und 7 gingen an Youssef und Felician.

Benedikt Bürger, unser jüngster männlicher Teilnehmer kämpfte sich in der M11 tapfer durch alle 5 Disziplinen und wurde mit Platz 4 belohnt.

 

... war auch in diesem Jahr wieder das Badische DSMM-Finale Ende September in Karlsbad-Langensteinbach.

Erstmals, zumindest in diesem Jahrtausend, hatten sich dafür drei unserer Mannschaften qualifiziert. Und alle drei konnten ihre Vorkampfergebnisse deutlich verbessern (alle Resultate auf https://ladv.de/veranstaltung/detail/14142).

Männliche U16:

Von Beginn an lagen die Jungs auf dem tollen Bronzeplatz, den sie auch ins Ziel retteten, obwohl es zum Schluss nochmal richtig eng wurde. Dabei es gab viele persönliche Bestleistungen. So für Timo Quarneti (M14) über 80m Hürden in 12,10s (außerdem egalisierte er seine Hochsprung-PB mit 1,64m) oder Niklas Winkler (M15), der sich über 100m auf 12,70s steigerte. Benjamin Kuhr (M15) legte beim Hochsprung einen weiteren Zentimeter auf jetzt 1,72m drauf und verbesserte sich beim Weitsprung auf 5,36m. Fritz Schirmacher (M15) kratzte mit der Kugel an der 10m-Marke (9,96m) und warf den Speer auf starke 37,43m. Vincent Lamy (M14) ließ sich von Sebastian Artelt (M14, 2:26,72min) über 800m auf eine 2:30,51min ziehen. Nicht vergessen wollen wir Louis Ochel (M15), der über 100m und im Weitsprung wertvolle Punkte für die Mannschaft holte, die sich gegenüber dem Vorkampf um sagenhafte 742 Punkte steigerte.

 

Männliche U14:

Diese steigerten ihre Punktezahl von 5867 aus dem Vorkampf auf beachtliche 6259 und nach 6 von 7 Disziplinen war der Treppchenplatz schon zum Greifen nahe. Obwohl dann auch noch die drei 800m-Läufer, Eric Langlouis, Moritz Friederich und Jakob Buselmeier (alle M12) mit beachtlichen Zeiten von 2:43, 2:47 und 2:48 Minuten für wohlverdienten Applaus der Heidelberger Fans sorgten, blieb es leider doch, mit nur 54 fehlenden Punkten, bei Platz 4. Der Ausfall von Lennart Krohn war letztendlich doch nicht ganz zu kompensieren.

Besonders erwähnenswert wären noch der 54,50m weite Ballwurf von Johannes Kuhr, sowie sein 60m-Hürdenlauf mit neuer persönlicher Bestzeit von 10,11s. Johannes Bürger übersprang erstmals die 1,52m und Matteo Schmidt erreichte die 5m-Marke im Weitsprung (übrigens haben alle Drei eine Einladung zur BLV-Talentsichtung für die besten Nachwuchsleichtathleten des Jahrgangs 2004 bekommen). Zusammen mit Felican Roth (ebenfalls M13) liefen sie auch noch eine neue Bestzeit von 40,59s über 4x75m. Nicht ganz so glücklich verlief der Hochsprung von Len Auer, unserem M12- Sprung- und Lauftalent, nachdem er bereits beim Einspringen voll mit dem Rücken auf die Latte knallte.

 

Weibliche U12:

Für ein Auf und Ab, von himmelhoch jauchzend bis zu tode betrübt (obwohl dazu überhaupt kein Grund vorhanden war), sorgten unserer U12-Mädels. Als achtbeste Mannschaft ins Finale eingerückt, konnten sie vorerst mal, dank unserer guten Ballwerferinnen Marie Bollen (W11, 33,00m) und Lya Otto (W10, 28,50m), sowie den hervorragenden 50m-Läufen von Audrey Gresset-Bourgeois (7,85s), der erst 9-jährigen Dorothea Kienle (8,00s) und Nika Hieber (8,23s) vorerst mal auf Platz 4 vorrücken! Dorothea und Lya beeindruckten auch noch mit super Weitsprüngen von 3,80m bzw. 3,69m. Nicht so gut lief es dann für Nika und Audrey beim Hochsprung. Audrey zog es vor, wegen Schmerzen im Fuß abzubrechen und Nika, unsere Hochsprungfavoritin, konnte nach mehrwöchiger Verletzungspause ihre gewohnte Leistung nicht wiedergeben, währenddessen Marie Bollen für Jubel sorgte, nachdem sie die 1,20m übersprungen hatte. Obwohl auch unsere drei 800m-Läuferinnen, Lili Geletneky, Clara Skeide (beide W11) und Marie-Sophie Friederich (W10) nochmals alles gaben, blieb es dann doch beim Einstiegsplatz, aber immerhin Achter in ganz Baden!

 

 

Im Winter und Frühjahr hatte Sophia Möllinger mit einigen bemerkenswerten Resultaten aufhorchen lassen: Bestzeiten über 10 km (38:54 min.), 5000m (18:48 min.) und beim Heidelberger Halbmarathon (1:31:52 h). Danach musste sie verletzungsbedingt kürzertreten, berufliche Belastungen kamen hinzu. Aber jetzt ist die 25-Jährige wieder da: Beim Wieslocher Volksbanklauf mit Ziel in Nußloch lief sie die zweite sub40 ihrer Karriere – und das auf keineswegs flacher Strecke. In 39:36 min. war Sophia unangefochten schnellste Frau und ließ überhaupt nur sechs Männern den Vortritt.

Ebenfalls nicht weit von seiner persönlichen Bestzeit entfernt war Jens Müller in Mannheim. Dort findet ja seit letztem Jahr der Franklin Meilenlauf durch das ehemalige Armygelände statt. Zwei Strecken sind im Angebot, 9 Meilen sowie ein Halbmarathon. Jens entschied sich für die Langstrecke, die er nach 1:24:29 h auf Platz 13 gesamt und als Zweiter der M 40 bewältigte.

Auf der anderen Rheinseite, in Friesenheim, ging es dagegen über die klassischen zehn Kilometer. Beim dortigen Eulenlauf gelang Hicham Zerrik seine bislang stärkste Vorstellung im TSG-Trikot: 37:48 min., Rang 6 gesamt, Platz 5 in der M 30 (Zehnerwertung). Weitere sechs Einlaufränge dahinter näherte sich Florian Kaiser der 40-Minuten-Marke. Seine 41:06 min. wurden mit dem Sieg in der M 40 belohnt.

Über seinen 62. Platz (6. M 45) beim Offenbacher Mainuferlauf 12 Tage später freute sich Florian aber noch viel mehr. Warum? Ganz einfach: weil ihm hier mit 39:52 min. eine deutliche Jahresbestzeit und das zweitschnellste 10km-Rennen seiner Karriere gelang. Die Strecke in Offenbach ist flach und schnell, das wussten außer Florian noch einige andere; insgesamt 561 Läufer erreichten das Ziel.

Weitere 10 km-Erfolge gab es beim engelhorn Laufcup. Der ist ja dank seiner Gutscheinpolitik besonders für Altersklassenläufer attraktiv. Florian Kienle und Marcus Imbsweiler ließen sich diese Gelegenheit nicht entgehen: Während Flo in Rheinau die M 40 gewann (36:37 min.), hielt sich Marcus in Maxdorf in der M 50 schadlos (35:15). In Feudenheim traten die beiden gemeinsam an und leisteten auch auf der Strecke Teamarbeit. Nach 36:52 bzw. 36:54 min. waren die zwei Podiumsplätze für die TSG unter Dach und Fach; Marcus gewann die M 50, Florian wurde Dritter in der M 40.

Eine Belohnung in Form von Einkaufsgutscheinen holte sich auch Michael Harsch ab. Auf seiner Hausstrecke, der Himmelsleiter, belegte er im Rahmen des Trailmarathon Heidelberg einen hervorragenden dritten Gesamtplatz (44:25 min.) – die beiden vor ihm Platzierten kamen nicht einmal zusammengenommen auf sein Alter. Beim Strahlenburgtrail eine Woche später legt er noch einen fünften Platz nach (34:17 min.) und sicherte sich so Rang 3 in der Endabrechnung. Nicht unerwähnt bleiben sollen unsere beiden Mediziner, Jan Niklas Thon und Jens Müller, die in Heidelberg über die 30 km-Strecke finishten. Jan schaffte das in 2:36:51 h (17. gesamt), Jens in 2:41:37 h (3. M 40). Über die Himmelsleiter führt dieser Halftrail nicht, kommt aber auch auf ca. 1000 Höhenmeter.

Abschließend zwei Ergebnisse vom Marathon. In Essen testete Michael Chalupsky seine Form für Frankfurt auf der traditionellen Runde um den Baldeneysee. Bei feuchtem Wetter kam er nach 2:48:58 h ins Ziel (Platz 5 gesamt, Zweiter in der M 30). Hinter diesen nüchternen Zahlen verbergen sich aber zwei sehr unterschiedliche Laufhälften: Den ersten Halbmarathon legte Michael in knapp 1:28 h zurück, den zweiten dann in flotten 1:21 h – Frankfurt kann kommen!

Weniger zu Testzwecken eignet sich hingegen der Brockenmarathon, offiziell Harz-Gebirgslauf genannt. Start und Ziel liegen in Wernigerode, auf 250 Metern über Normalnull, unterwegs aber geht es mal eben über den Brocken, mit einer Höhe von 1141 Metern der markanteste Gipfel ganz Norddeutschlands. Inklusive einiger Zwischenanstiege kommen so gut 1000 Höhenmeter zusammen – ganz klar eine Herausforderung für Spezialisten. Unserer hieß in diesem Fall Bernhard Pirch-Rieseberg, der nach 3:25:15 h als 24. gesamt finishte (4. M 45). Erstaunliche 925 Teilnehmer erreichten das Ziel (deutlich mehr als in Essen), von denen lediglich zwei unter drei Stunden blieben.

 

 

 

Michael Chalupsky hat derzeit einen Lauf. Dabei steht sein Saisonhöhepunkt erst noch an: der Frankfurt-Marathon Ende Oktober. Auf dem Weg dorthin siegte Michael zunächst beim ebm Papst-Marathon in Niedernhall (Hohenlohe, 10.09.2017) über die Halbmarathonstrecke. Nach 1:13:49 h (netto) war er hier im Ziel – gut dreieinhalb Minuten vor dem Zweitplatzierten. Ähnlich überlegen sein Auftritt zwei Wochen später beim Sparkassen-Marathon in Heidelberg (24.09.2017). Trotz Fehlleitung im Neuenheimer Feld bewältigte er die 21,1 km noch einmal etwas schneller: In 1:12:42 h lag er deutlich vor Patrick Meyer aus der TSG-Trainingsgruppe und dem früheren SAS-Halbmarathonsieger Mathias Pfähler. Besonders pikant wird Michaels Sieg durch die Tatsache, dass er zwar Bankangestellter ist, allerdings nicht bei der Sparkasse …

Beim Heidelberger Sparkassen-Marathon machten noch weitere TSGler vom Gaststartrecht Gebrauch, und das ebenfalls sehr erfolgreich. Über 10 km mussten sich Tobias Balthesen, der bis km 9 Schrittmacherdienste für Michael leistete, und Philipp Weng nur dem Gesamtsieger Raphael Arnold beugen. Für Tobias wurden 33:53 min. notiert, für Philipp 34:13. Auf Gesamtplatz 6 lief Hicham Zerrik (37:42) ein, nach 51:59 min. war Herbert Pfeiffer im Ziel. Eine weitere vordere HM-Platzierung gab es durch Piotr Kucharczyk (1:26:51 h). Und über Marathon gelang Oliver Maier sogar ein Top-Ten-Ergebnis. Als Sechster gesamt brauchte er 2:56:43 h für die 42,2 km – persönliche Bestzeit. Die Zeitspanne, die Olli anschließend bei den Sanis verbrachte, war übrigens unwesentlich kürzer; so ist das manchmal, wenn man alles gegeben hat.

Alles geben, so lautet auch das Motto unserer Ultras, die in diesem Jahr ja schon Spektakuläres geleistet haben. Erinnert sei nur an den 241 km-Hammer von Maic Seegel beim 24 h-Lauf in Basel. Im nahe gelegenen Brugg (23.09.2017) hätte er diese Leistung gern noch getoppt und war nach Hälfte des Rennens, nach 12 Stunden also, auch auf bestem Weg. 125 km hatte er da schon gesammelt und lag deutlich in Führung. Kurz danach aber, gegen ein Uhr in der Nacht, musste Maic verletzungsbedingt aufgeben.

Bis ins Ziel schaffte es Erik Drollinger zwar, aber so recht genießen konnte er seinen zweiten Ultralauf dieses Jahres nicht. Beim Saxoprint Pfalztrail im Leiningerland  (16.09.2017) ging Erik über die Langstrecke an den Start: 85,6 km, gespickt mit 2440 Höhenmetern. Konnte er beim deutlich anspruchsvolleren Eiger Ultra mit zunehmender Streckenlänge immer mehr Energie freisetzen, ging es diesmal andersrum: Die letzten 60 km waren eine Qual … Nach 8:50 h standen für Erik immerhin ein 7. Gesamtplatz und der Sieg in der M 50 zu Buche.

Fehlt noch unser dritter Langstreckenspezialist, Bernhard Pfeifer. Und der stellte sich im fernen Griechenland zum dritten Mal nacheinander einer der größten Herausforderungen der europäischen Laufszene: dem Spartathlon, der über 246 km von Athen nach Sparta führt (30.09.2017). Über fast sechs Marathons also, ohne Pause. Bei seinem ersten Versuch 2015 scheiterte Bernhard noch, schwor sich aber wiederzukommen und finishte ein Jahr später in 29:16 h. Vom diesjährigen Rennen fehlen noch die Detailinformationen; fest steht, dass es Bernhard wieder geschafft hat, und zwar in 30:27 h als 51. gesamt und fünftbester Deutscher. Herzlichen Glückwunsch!

Auf der Halbmarathonstrecke kann derzeit keiner Michael das Wasser reichen – höchstens Bier, wie die Siegerehrung in Niedernhall beweist.

Bei den, auch in diesem Jahr wieder sehr beliebten Ferien-Champs, durften natürlich die Leichtathleten nicht fehlen. Zusammen mit den anderen Abteilungen unserer TSG wurde den teilnehmenden Kindern fünf Tage lang ein vielseitiges sportliches Ganztagsprogramm geboten. Besonders viel Spaß, aber auch erwünschte Herausforderung, hatten die Youngsters, im Alter von 7-12 Jahren am letzten Tag bei der Kinderolympiade.

Anbei die Leichtathletikstation: Wer schafft die letzte Erhöhung des kunstvollen Hindernisbauwerkes?

Im nordbelgischen Sint-Niklaas fand in diesem Jahr die 9. Auflage der internationalen Seniorenchallenge statt (16.09.2017). Dabei treten die besten Mastersathleten und -athletinnen (M/W 40 und 50) aus Belgien, Frankreich und Deutschland gegeneinander an. Erstmals war auch die TSG 78 bei diesem Länderkampf vertreten, und zwar durch den Deutschen M 50-Meister über 5000m, Marcus Imbsweiler. Zum Abschluss der Bahnsaison gelang ihm mit 16:19 min. noch einmal ein respektables Ergebnis nur knapp über seiner Saisonbestleistung. Als Vierter von sechs Läufern in seiner AK (zwei pro Land) steuerte Marcus drei Punkte zum Gesamtsieg der deutschen Mannschaft bei. Gegen die superstarken Belgier, die zum Teil unter 16 Minuten liefen, war zwar kein Kraut gewachsen, dafür hielt er ebenso wie sein Mitstreiter Hardy Flum (LG Hohenfels, 16:20) einen der Franzosen auf Distanz. Vielleicht gelingt es ja nächstes Jahr, weitere TSGler zur Challenge zu bringen.

 

Während in Bad Liebenzell DM-Medaillen vergeben wurden, stand in Eberbach (03.09.2017) einer der letzten Triathlons der Saison an. 700 Meter Schwimmen im Neckar, 22 hügelige Radkilometer sowie eine 6 km lange Wendestrecke am Fluss, das ergibt einen kleinen, aber feinen Wettbewerb über die Sprintdistanz. Jens Müller finishte hier seinen insgesamt vierten Triathlon 2017, und das als 5. der M 40 (Jedermänner) in 1:21:42 h wieder höchst erfolgreich. Schon nach dem Schwimmen lag er im vorderen Drittel des Felds, pirschte sich auf dem Rad auf AK-Platz 10 vor, um anschließend die zweitschnellste Laufzeit seiner Altersklasse hinzulegen.

Noch ein Minütchen früher im Ziel war eine Athletin, von der wir schon sehr, sehr lange nichts mehr gehört haben. Aber jetzt, so scheint es, ist sie wieder da: Laura Geiger. Seit Sommer 2016 konnte die 33-Jährige wegen einer Sprunggelenksverletzung nicht ins Wettkampfgeschehen eingreifen. In Eberbach wirkte es, als sei sie nie weg gewesen. Beim Schwimmen ließ sie gerade mal zwei Starterinnen aus dem Lizenzbereich den Vortritt, auf Rad- und Laufstrecke sogar nur der Gesamtsiegerin Margrit Elfers aus Regensburg. Vor allem Lauras Radzeit von 42:25 min. kann sich sehen lassen, da hielt sie locker mit den Profis mit. Nach 1:20:37 h stand ihr Sieg bei den Jedermännern (-frauen?) fest – und, noch wichtiger: Der Fuß hielt. Welcome back, Laura!

Gute Nachrichten auch aus Koblenz (01.09.2017), wo sich Jan Niklas Thon (Jg. 1993) eine Verbesserung seiner Halbmarathonzeit vorgenommen hatte. Auf dem neuen, flachen Kurs in seiner Heimatstadt gelang das perfekt: Nach verhaltenen ersten 10,5 km (45 min.) legte Jan auf der zweiten Streckenhälfte mächtig zu und steigerte sich auf eine Zeit von 1:26:14 h netto. In der Gesamtabrechnung bedeutete das Platz 15 für unseren Medizinstudenten.

Nur eine Woche später startete Philipp Weng beim Heppenheimer Alstadtlauf (08.09.2017). Auf dem hügeligen 7,5 km-Kurs durch die Heppenheimer Altstadt konnte er sich mit zwei Minuten Vorsprung den Sieg in 24:57 min sichern.

Und was steht in den nächsten Wochen an? Da ist vor allem mit unseren Ultras zu rechnen. Maic Seegel, nach wie vor die Nr. 2 in Deutschland (und Nr. 36 in der Welt!) im 24 h-Stundenlauf, wird Ende des Monats über seine Paradestrecke an den Start gehen, und zwar in Brugg, wo er schon 2015 siegreich war. Eine Woche später dann der Saisonhöhepunkt für Bernhard Pfeifer: der Spartathlon über 246 anspruchsvolle Kilometer von Athen nach Sparta. 2016 kam Bernhard dort auf Gesamtplatz 30. Außerdem wird Marcus Imbsweiler seine Premiere im Nationaltrikot geben. Nach seinem Sieg über 5000m in Zittau wurde der 50-Jährige vom DLV zur Senioren Challenge, einem Länderkampf GER-FRA-BEL, ins belgische Sint-Niklaas geladen.

Schlechtes Wetter in Bad Liebenzell, aber nur in übertragener Weise: Es hagelte Bestzeiten und regnete Medaillen! Ansonsten herrschte eitel Sonnenschein im Nordschwarzwald, wo sich die deutsche Langlaufelite wie schon 2015 zu den Meisterschaften über 10 km traf (03.09.2017). Mitten drin: die TSG-Langdapper.

Acht Heidelberger hatten gemeldet, fünf von ihnen konnten ihre persönliche Bestmarke unterbieten. Allen voran unsere beiden Schnellsten, Tobias Balthesen (32:21 min. netto), und Michael Chalupsky (32:31). Auch Philipp Weng (33:11), der 44-jährige Oliver Maier (34:20) und Fabian Marondel (35:44) waren so fix wie nie unterwegs – dazu in ihrem Schlepptau Patrick Meyer und Bjarne Friedrichs, zwei Trainingskollegen, die für Walldorf bzw. Göttingen starten. Marcus Imbsweiler (33:44), Florian Kaiser (40:41) und Verena Bröstl (41:08) rundeten das Ergebnis mit ordentlichen Zeiten ab.

Was aber waren die im Gesamtvergleich wert? Zunächst zwei Einzelmedaillen: Tobi holte M 40-Silber, Marcus schnappte sich in der M 45 (für die hatte er wg. der Mannschaft gemeldet) Bronze. Dazu kamen ein 10. Platz für Oliver in der M 40, Rang 23 für Philipp bei den Junioren sowie Platz 18 gesamt für unser Team 1.

Fehlte nur noch eine Goldmedaille, und die gab es tatsächlich: für das M 40-Team mit Tobi, Marcus und Oliver! In 1:40:25 h verbesserten sie nicht nur den Badischen Rekord um fast zwei Minuten, sondern schlugen auch das Team der SG Wenden, das 2014 den deutschen Rekord aufgestellt hatte (1:36:23 h).

Damit nicht genug. Laut Altmeister Schnaufi Kaehler gelang Tobi, Michael und Philipp als den drei Schnellsten an diesem Tag auch eine Verbesserung des TSG-Vereinsrekords auf nun 1:38:09 h – in der TSG-Bestenliste taucht der 10 km-Straßenlauf leider nicht auf. Geknackt wurden zudem die Badischen Rekorde in der M 30 (Tobi, Michael, Marcus; jetzt 1:38:36) und M 35 (Tobi, Marcus, Oliver; wie oben).

Und wer jetzt meint, bei drei Medaillen könne man nicht von „Regen“ sprechen, der übersieht, dass in Bad Liebenzell zusätzlich auch Baden-Württembergische Meisterschaften ausgetragen wurden. Das bedeute noch einmal Einzelgold für Tobi (M 40); dito für Marcus (M 45); und natürlich für das Team mit Oliver. An dieser Stelle brechen wir die Übertragung aus dem Schwarzwald aus Witterungsgründen ab …

 

Als Laie stellt man sich das so einfach vor mit den Deutschen Meisterschaften: hinfahren, rennen, Medaille abgreifen. In Wahrheit ist das ein äußerst komplizierter, mit zahlreichen Fallen gespickter Vorgang. Vor allem bei den dt. Langstaffel-Meisterschaften (3 x 1000m, 4 x 400m), die diesmal in Zella-Mehlis (27.08.2017) stattfanden.

Hürde 1: die Leute zusammenkratzen. Einer verletzt, einer überarbeitet, einer im Urlaub verunglückt, einer außer Form, einer mit anderen Prioritäten und und und. Am Ende finden sich dann doch vier M 40er, darunter ein Ganzneumitglied sowie ein 50-Jähriger. Bundesweit nehmen gerade vier Staffeln (LG Eder, TSG Bergedorf, Running Team Ortenau und wir) diese Hürde.

Hürde 2: gesund bleiben. Die Titelverteidiger aus Hessen liegen mit Magen-Darm flach. Schon sind es nur noch drei Staffeln.

Hürde 3: taktieren. Für die TSG ist klar: Wir laufen als Zugabe auch die 4 x 400m. Die aus Bergedorf pokern und verzichten im letzten Moment auf die 3 x 1000m. Bleiben noch zwei.

Hürde 4: Regeln kennen. Für den Zuschauer unsichtbar, ist diese Hürde höher als alle anderen zusammen. Sofern der DLV einen schlechten Tag hat. In Zella-Mehlis hat er ihn. Dauernd versagt die Zeitmessung, der Zeitplan gerät völlig durcheinander, Thema Nr. 1 aber ist die millimetergenaue Platzierung der Startnummern auf dem Rücken. Und natürlich die Übereinstimmung der Vereinstrikots bis in die letzte Farbnuance hinein. In der M 70 wird ein Team deswegen disqualifiziert. Und die Ortenauer, unseren letzten verbliebenen Gegner, ereilt das gleiche Schicksal: Staffelstab korrekt übergeben, aber einen Schritt außerhalb der Wechselzone gestartet.

Hürde 5: schnell laufen. Wird vom blutigen Laien gemeinhin als wichtigste Voraussetzung für Medaillen angesehen – aber: siehe Hürde 1-4. Davon abgesehen lieferte das TSG-Team eine absolut meisterschaftswürdige Vorstellung ab: Oliver Maier mit spektakulärer erster Runde, Marcus Imbsweiler routiniert wie immer, Florian Kienle souverän von der Spitze weg. Die 9-Minuten-Marke wurde in 8:54,51 min. deutlich geknackt. Leider war die Siegerehrung eine verdammt einsame Angelegenheit. (Übrigens haben wir die Ortenauer bei ihrem Protest gegen die Disqualifikation noch unterstützt, aber das brachte an diesem Tag gar nix. Außer dass in der zweiten Tageshälfte dann unterschiedliche Trikots kein Problem mehr waren.)

Und die Zugabe? Dass Florian Kienle eine flotte Stadionrunde laufen kann, war bekannt. Olli und Marcus gaben das Beste, was ihre Langdappergräten so hergaben, und an Position 1 lief der andere Florian, Kaiser mit Namen, der sich bei seinem ersten offiziellen TSG-Einsatz gleich mit einer Bronzemedaille belohnte. Um den Titel beharkten sich die Mittelstreckenspezialisten von Friedberg-Fauerbach und Bergedorf (mit Schlussläufer Ingo Schultz, genau: der von Edmonton 2002), die TSG folgte in 4:03,69 min. und verwies damit einmal mehr die Jungs aus der Ortenau auf Platz 4. Nach Erfurt, Bautzen und Zittau war nun also auch Zella-Mehlis für die Langdapper eine Reise wert.

Bellheim (05.08.2017) hat in Langdapperkreisen einen fast schon legendären Klang. Immerhin findet hier einer der letzten 25 km-Läufe der Region statt. Flach ist die Strecke und schnell, nur leider selten schnell zu belaufen, weil die Temperaturen Anfang August nicht mitspielen. 2017 wurden zwar nur 25 Grad Celsius gemessen, dafür machte der Wind den Läufern zu schaffen. Am besten, man suchte sich eine Gruppe für die langen Geraden zwischen Westheim und Zeiskam. Genau so tat es Michael Chalupsky (Jg. 1983), der seine HM-Bestzeit in diesem Jahr auf unter 72 min. drücken konnte. Bellheim bestritt er als Trainingslauf, sonst hätte er dort die 90 min.-Marke sicher geknackt. Aber auch so reichte es zum Gesamtsieg in 1:30:39 h. Michaels Training ist auf den Frankfurt-Marathon im Oktober ausgerichtet; zuvor wird er die Langdapper auf der Unterdistanz 10 km in Bad Liebenzell unterstützen. Die liebt er zwar nicht so, eine gute Zeit wird es trotzdem werden.

Leon Zeiger (U18) hat derzeit einen Lauf, wie man so sagt. Bei den Süddeutschen Meisterschaften in Wetzlar (01.07.2017) verbesserte er sich über 3000m auf 9:20,56min und erreichte damit einen tollen 5. Platz. Bei den Frauen kam unsere 4x100m-Staffel in der Besetzung Jeannette Jansen, Leonie Schlicht und Hanna Jung zusammen mit Tabea Stehle vom USC in der Zeit von 51,78s ins Ziel und wurde damit 10. Eigentlich auf Rang 8 platzierte sich unsere 4x100m-Staffel der U16 (Louis Ochel, Timo Quarneti, Benjamin Kuhr und Niklas Winkler) bei ihren Süddeutschen Meisterschaften in Ingolstadt (29.07.2017). Eigentlich deswegen, weil von der gelaufenen Zeit (eine hohe 48er) es dieser Platz gewesen wäre, aber der zuständige Wechselrichter meinte (übrigens als wohl Einzigster im gesamten Stadion) dass der letzte Wechsel zu früh gewesen sei. Lautstarker Protest blieb, auch aufgrund fehlendem Beweis (ein Videoschiedsrichter gab/gibt es nicht), leider ergebnislos. Das nennt man wohl Tatsachenentscheidung. Nichts zu rütteln gab es aber an dem starken 5. Platz von Benjamin im Hochsprung der M15 mit 1,70m. An der anschließenden Höhe von 1,75m scheiterte er knapp. Louis (auch M15) hatte das Pech, dass ausgerechnet bei seinem Vorlauf über 100m deutlich stärkerer Gegenwind herrschte als bei den anderen Läufen. So reichten seine 12,48s nicht ganz fürs Weiterkommen. Timo (M14) lief Bestzeit im Vorlauf über 80m Hürden (12,26s), hatte danach aber noch mehr „Rücken“ als vorher und verzichtete daraufhin schweren Herzens auf den Zwischenlauf sowie Hoch und Speer, um seinen Einsatz in der Staffel nicht zu gefährden. In der U23 lief Philipp Weng ein beherztes Rennen über 1500m, war immer vorne dabei, musste aber im Schlussspurt noch den einen oder anderen ziehen lassen und kam in 4:07,66min auf den 8. Rang.

Die Regio-Meisterschaften in Flein bei Heilbronn (22. Juli 2017) wurden für unsere AthletInnen zu einer wahren Medaillenflut.

Der erste Titel des Tages ging an Johannes Kuhr (M13), der den Wurfball 53m weit warf und damit von niemandem zu schlagen war.

Die Titel Nr. 2 und 3 gingen an unsere beiden Stabhochsprung-Champions Manuel Peters (M15) und seinem Coach Helmut Diehm (als 77jähriger in der Aktivenklasse!). Hierbei lag Manuel mit 2,30m diesmal vor Helmut mit 2,20m.

Und gegen Wettkampfende gewann Benjamin Kuhr mit persönlicher Bestleistung von 1,71m den Hochsprung der M15. Das vierte Gold für die TSG 78!

Dem nicht genug: Johannes durfte noch weitere zweimal aufs Treppchen, und zwar um die Silbermedaille für einen Speerwurf von 31,41m und Bronze für einen Weitsprung von 5,05m (jeweils neue Bestleistung!) entgegenzunehmen.

Matteo Schmidt (M13) lief die 75m im Vorlauf in neuer persönlicher Bestzeit von 10,14s. Im Endlauf kam er in 10,19s ins Ziel, als Vierter verpasste er eine Medaille nur knapp. Auch sein Speer flog im schönen Bogen durch die Luft, diesmal ohne akrobatischen 3-4-fachen „Salto Mortale“, und bohrte sich erst nach 25,69m in den Rasen (Rang 5).

Nicht so erfreulich verlief der Wettkampf für Timo Quarneti (M14). Bereits beim ersten Sprung in die Sandgrube landete er etwas unglücklich, worauf sein Rücken massiv protestierte. Trotzdem versuchte er weiterzumachen und konnte sich noch auf eine Weite von 5,15m steigern und somit die Bronzemedaille in Empfang nehmen. Zähne zusammenbeißend lief er dann trotzdem noch die 100m in einer guten Zeit von 12,52s. Ziemlich traurig musste er danach vorzeitig den Wettkampf beenden.

Gleich dreimal über Silber durfte sich Hanna Jung in der Frauenklasse freuen. Über 100m lief sie mit 12,91s Bestzeit im Vorlauf (Endlauf: 12,95s), im Weitsprung landete sie erst nach 4,89m und über 200m verbesserte sie ihren Hausrekord auf 26,41s. Mit dieser Zeit rangiert sie nun auf Platz 3 in der ewigen TSG-Bestenliste.

Bei den Männern ersprang sich Philip Werner mit 5,57m die Bronzemedaille im Weitsprung, dicht dahinter folgte Niclas Sturm mit 5,37m. Umgekehrt lief es über 200m; hier lag Niclas (24,63s, Platz 5) vor Philip (25,96, Platz 6).

Die RNK-Schülereinzelmeisterschaften in Walldorf (16.07.2017) boten für unsere SchülerInnen viel Spaß und Erfolg aber auch Terminhetze. So ist das nun mal wenn man in mehreren Disziplinen top ist. So musste beispielsweise Johannes Bürger förmlich vom Kugelstoß, bei dem er sich bereits mit den im ersten Durchgang erzielten beachtlichen 10,62m den Kreismeistertitel holen konnte, übrigens dicht gefolgt von Johannes Kuhr mit 10,13m und Matteo Schmidt mit 9,84m (alle M13), zum Hochsprung ans andere Sportplatzende „sprinten“ und übersprang, noch etwas streßbedingt, eine Höhe von 1,44m, diesmal „nur“ auf Platz 2. Auch Johannes Kuhr kam noch atemberaubt vom 60m-Hürdenlauf (10,49s), für den er sich soeben noch einen Vizemeistertitel verdient hatte, zum Kugelstoß geeilt. Ein weiterer Dreifachsieg ging ebenfalls an das Trio beim Ballwurf. Johannes Kuhr, der das 200g schwere Sportgerät geniale 56m (!) weit warf, gewann vor Johannes Bürger (46,50m) und Matteo Schmidt (44,00m). Matteo legte zudem noch einen Supersprint von 10,37s über 75m im Vorlauf hin und verpasste im Finale als Vierter mit 10,41s ebenso knapp eine Medaille wie im Weitsprung, wo ihm ein sehenswerter Satz auf 4,82m gelang. Unermüdlich holte er sich seine Medaille dann noch gegen Wettkampfende für einen 800m-Lauf von 2:38,35min, diese sogar in Silber. Zwei weitere Kreismeistertitel gingen erwartungsgemäß sowohl für den Hochsprung (1,39m) wie auch für den Weitsprung (4,51m) an Lennart Krohn (M12). Im Alleingang noch im Hochsprung im Einsatz, verpasste er dann den Start zum 75m-Sprint. Schade, das hätte vielleicht noch einen weiterer Titel ergeben. Lya Otto (W10) warf den Schlagball 26,50m weit und sicherte sich damit die Bronzemedaille.

Spannung pur mussten die anwesenden TSGler nochmals beim Staffellauf unserer MU14 ertragen. Und es lohnte sich! Unsere vier Jungs, Lennart Krohn, Johannes Bürger, Johannes Kuhr und Matteo Schmidt legten einen Superlauf mit perfekten Übergaben hin und somit war ihnen nach 41,14s ein weiterer Sieg nicht zu nehmen!

Der Beifall gilt aber auch allen anderen, hier namentlich nicht erwähnten, unserer sehr motivierten Wettkampfteilnehmer, denn auch sie haben tolle Leistungen gezeigt.

Alle Ergebnisse gibt es unter:

http://ladv.de/ergebnisse/36458/RNK-U14--U12-EinzelMeisterschaften-Ergebnisliste-korrigiert-Walldorf-2017.htm.

… zeigte unsere U16-Truppe bei den Badischen Meisterschaften in Zell am Harmersbach (16.07.2017). Zunächst lief Sebastian Artelt über 800m der M14 mutig an und kämpfte 2 Runden lang bravourös – belohnt wurde das mit einer Urkunde, Platz 8 und neuer persönlicher Bestleistung von 2:19,25min. Parallel hierzu jumpte Benjamin Kuhr im Hochsprung der M15. Nach schwierigem Beginn konnte er immer besser die Coach-Tipps umsetzen und wurde mit neuer persönlicher Freiluft-Bestleistung (1,70m) und dem Bronze-Rang belohnt. Weiter ging es mit den 80m Hürden und Timo Quarneti in der M14. An der 2. Hürde strauchelte er, konnte sich aber im Rennen halten, wurde so leider nur – aber auch immerhin – Dritter in 12,41s und konnte ebenfalls eine Bronzemedaille in Empfang nehmen. Jetzt war Louis Ochel an der Reihe, der sich über 100m der M15 für die Meisterschaften qualifiziert hatte, im Vorlauf lief er mit 12,21s neue persönliche Bestzeit (bisher 12,56s) und konnte im Endlauf mit 12,38s einen vorher nicht erwarteten Platz 8 belegen. Dann war Teamgeist gefragt, denn die 4x100m-Staffel der U16 war am Start. In der Besetzung Louis – Benjamin – Timo – Niklas (Winkler) konnte die Jahresbestzeit um fast 1,5 Sekunden auf nun 48,54s verbessert und Rang 4 erreicht werden. Hochsprung der M14 mit Timo war nun an der Reihe und der lief prima, denn Timo leistete sich bis zur Siegeshöhe (1,60m) als einziger Springer keinen Fehlversuch und so waren ihm der Titel und die Goldmedaille sicher. Beim Timos abschließenden Speerwurf flog der Speer dann weniger weit als erhofft, aber bei diesen hohen Temperaturen waren unsere Athleten am Ende alle etwas geschlaucht. Verzichtet haben wir hier auf das Erwähnen von Timos Weitsprung, denn da gewann der Absprungbalken gegen Timos „Brettallergie“ … aber wie bereits erwähnt: Mehr Licht als Schatten!

War es die Aussicht auf üppige Siegerpokale? Oder doch eher die kurze Anfahrt? Beim 2. Bahnstadtlauf (15.07.2017), organisiert vom Stadtteilverein und dem HTV (federführend: unser Trainingskollege Wolfgang Wagner), traten jedenfalls so viele TSGler an, dass manch ein Zuschauer von der „Blauen Wand“ sprach.

Und an der kamen nicht allzu viele vorbei. Beim 10 km-Lauf überhaupt keiner, dort vermochte nämlich niemand dem Tempo, das Tobias Balthesen (33:40 min.) anschlug, zu folgen. Und als sich Oldie Marcus Imbsweiler (34:29 min.) auf der letzten Runde den bis dahin Zweitplatzierten schnappte, war der TSG-Doppelsieg perfekt. Moment, was heißt hier doppelt? Da gab es ja noch Philipp Weng (35:26) auf Platz 5, nur wenige Stunden nach seinem 800m-Coup von Walldorf. Platz 6 sicherte sich Max Leible (36:48), direkt dahinter erreichte Jens Müller (36:53) das Ziel. Platz 11 ging an Jan Niklas Thon (38:25).

Und wer wurde für Gesamtplatz 15 bejubelt? Die schnellste Frau, auch sie von der TSG 78. Verena Bröstl eilt derzeit von Bestzeit zu Bestzeit. In der Bahnstadt knackte sie die 40-Minuten-Marke zwar noch nicht ganz (40:19), aber dass es so weit kommt, ist – im doppelte Sinne – nur eine Frage der Zeit. Mit Jochen Dischinger (40:57) belegte der nächste „Blaue“ Platz 18 gesamt, und auch „Schnaufi“ Kaehler ließ es bei seinen vier Bahnstadtrunden mal wieder flott angehen (48:34).

Fehlt noch der 5 km-Lauf, den zwei TSGler bestritten, ebenfalls mit vorderen Platzierungen. Hicham Zerrik schob sich 500m vor dem Ziel noch auf Rang 2 vor (17:51 min.), und Ina Plakinger verpasste als vierte Frau (21:42) das Podium nur knapp. Bei den Altersklassen gab es ingesamt drei erste Plätze und jeweils zwei zweite und dritte.

Er hat wirklich alles versucht. Ist eine 33er Zeit über 10 km gelaufen, hat im Cross geglänzt, trat gegen die Bergbahn an und war beim Halbmarathon in Heidelberg sogar schnellster TSGler. Fast hätten wir Philipp Weng also geglaubt, dass er einer von uns ist. Ein echter Langstreckler. Fast. Aber dann kam Georg Kopf, unser Trainer, und entdeckte Philipps anderes Ich: den Mittelstreckler. Seine wahre Bestimmung.

Von diesem Moment an hieß es: im Training keine 10 x 1000m mehr, sondern 600/400/200m. Aber Anschlag! Was das bringt? Nun, zum Beispiel eine neue Bestzeit über 1500m: 4:04,33 min.! Die lief Philipp beim Abendsportfest in Pfungstadt (05.07.2017) und qualifizierte sich damit auf Anhieb für die süddeutschen U23-Meisterschaften in Ingolstadt. Nur 10 Tage später trat er bei den Badischen in Walldorf über 800m (15.07.2017) an: 1:58,16 min. lautete dort sein Ergebnis – Platz 4 bei den Männern und auch hier die Quali für Ingolstadt in der Tasche.

Mal sehen, welchen Langdapper Georg noch als heimlichen Mittelstreckler entlarvt …

Maic Seegels 241 km-Lauf vom Mai sorgte schon für ehrfürchtiges Kopfschütteln – jetzt legte Erik Drollinger nach. Und wie! Vor Kurzem 50 geworden, beschränkten sich Eriks bisherige Ultra-Erfahrungen auf den Karwendelmarsch, einen Lauf mit vergleichsweise bescheidenen 52 km und gut 2000 Höhenmetern. Der Eiger Ultra Trail (15.07.2017) ist da schon ein anderes Kaliber: 101 km und 6700 Höhenmeter! Also 15 Mal auf den Königstuhl rauf … Bei der Vorbereitung überkam Erik mehrfach die Angst vor der eigenen Courage, aber er zog das Projekt zusammen mit seiner Familie durch.

Über seine Erlebnisse hat er in einem lesenswerten Blog berichtet: http://trailrunningnordwand.blogspot.de/2017/07/eiger-ultra-trail-e101-das-rennen.html. Kurz zusammengefasst, waren dies seine Erfahrungen: zu schnell losgelaufen; schlecht gefühlt; gestürzt; danach endlich rausgenommen; neue Kraft geschöpft; nach vorne gearbeitet; immer schneller geworden; Platz für Platz gut gemacht. Am Ende landete Erik auf einem sensationellen dritten Rang in seiner Altersklasse – Platz 56 gesamt in 15:33:14 h. Fazit: „a whole life in one day“.

… aber der Reihe nach: bei den Badischen Meisterschaften in Walldorf (15.07.2017) lief zunächst Leon Zeiger nach überstandener Verletzung und dem vorher erreichten fünften Platz bei den Süddeutschen Meisterschaften die 3000m in 9:43,57min und sicherte sich den Titel in der U18. Es folgte ein eher zäher 100m-Lauf von Alexander Scheid, den er in 11,53s und Platz 13 beendete – “Motivation durch Frustration“ für die 400m. Im Anschluss lief Philipp Weng in einem beherzten Rennen zum ersten Mal richtig die 800m und kam mit sehr guten 1:58,16min auf einen schönen vierten Rang. Nachdem der Coach (Chris) seinem Schützling die Situation (Leistungsvermögen ungleich Gefühl) erklärt hatte, ließ dieser (Alex) sich doch zu den 400m „überreden“ und konnte im dritten 400m-Rennen der Saison zum dritten Mal neue persönliche Bestzeit laufen – diese steht jetzt bei 50,43s – und für Platz 7 reichte. Achtung, mal was Neues: Carole Geimer konnte nach überstandener Fußverletzung im Dreisprung antreten und mit 9,67m fast an das Vorjahresergebnis anknüpfen und Platz 7 in der Meisterschaftswertung erreichen. Zu guter Letzt konnten unsere 4x400m-Frauen ihren letztjährigen Titel verteidigen: Jeannette Jansen, Alissa Fink, Sophia Kramer und Hannah Tolle kamen nach 4:24,07min ins Ziel, etwas langsamer als 2016, aber dafür genau so kaputt und genau so glücklich.

Gute Leistungen gab es auch außerhalb der Stadien. So sind zwei dritte Gesamtplätze über Halbmarathon durch Jens Müller und Tim Ellerhoff zu vermelden. Jens lief beim Eschathlon, einem welligen Halbmarathon rund um Eschbach, nach 1:25:14 h zum Sieg in der M 40. Tim wählte die anspruchsvolle Wilhelmsfelder Kerwelauf-Runde und sicherte sich dort in 1:21:16 h Platz 1 in der männlichen Hauptklasse. Noch einen Gesamtplatz besser war Tobias Balthesen beim Barbarossalauf in Erlenbach am Main: In 34:23 min auf vermessener Strecke zeigte er, dass wieder mit ihm zu rechnen ist (Platz 1 in der M 40).

Und die Damen? Verena Bröstl läuft aktuell von Bestzeit zu Bestzeit. In Mannheim war der Halbmarathon dran: Auf der flachen Dämmermarathonstrecke glänzte sie mit 1:32:40 h netto und war damit siebtschnellste Frau insgesamt sowie Dritte in der Hauptklasse. Ebenfalls aufs Podium der weiblichen Hauptklasse schaffte es Ina Plakinger beim Mosbacher Stadtlauf. In 47:58 min belegte sie sogar Platz 5 unter allen Teilnehmerinnen.