Wir bleiben auf der Bahn, richten das Augenmerk aber auf die älteren Herrschaften plus eine Dame. Bei den BaWü-Seniorenmeisterschaften glänzten die TSGler mit 5 Medaillen bei 5 Starts. Allen voran Marcus Imbsweiler, der sich auch durch muskuläre Probleme nicht von einem Doppelsieg in der M50 abhalten ließ: erst über 5000m (17:05,74 min), kurz danach auch über 1500m (4:43,50 min). Florian Kienle (M40) verbesserte einmal mehr seine 800m-Bestzeit, die nun bei 2:08,37 min steht – ebenfalls Gold. Ulla Maichle meldete sich nach siebenjähriger (!) Wettkampfpause über die 200m zurück und wurde mit Silber in der W50 belohnt (36,50 s). Und auch unser Oldie Helmut Diehm ging nicht medaillenlos nach Hause. Auf der Stabhochsprunganlage im benachbarten Bad Schönborn sicherte er sich nach übersprungenen 2,20m Bronze in der M75.

Seit Georg Kopf die Langstreckler trainiert, ist der Trend zum Bahnlauf unübersehbar. Nach den erfolgreichen Auftritten in der Halle wird jetzt im Sommer outdoor nachgelegt. Kaum zu stoppen ist derzeit einer unserer Jüngsten, Philipp Weng. Zählen wir mal auf: Bei den hauseigenen Qualitagen lief er die 5000m in 16:09,59 min und war damit Tagesschnellster. Zwei Wochen später „erschlich“ er sich ein Sonderstartrecht bei den Senioren in Helmsheim. Hier brauchte er nur vier Sekunden länger und sorgte erneut für die Tagesbestzeit. Last but not least sein Auftritt beim Abendsportfest in Sinsheim: wieder eine 16:09 (diesmal 16:09,49), wieder einsame Spitze … Nur bei den BaWü-Meisterschaften in Mannheim lautete die Streckenlänge 3000m. Da wurde es dann eine 9:09,93 und Platz 13 gesamt.

Die Kombination Qualitage/Sinsheim wählten auch Angela Digennaro und Oliver Maier. Angela lief die 3000m (Heidelberg) in 12:53,32 min und die 1500m beim Abendsportfest in 6:01,37 min, während Oliver zweimal über 5000m antrat: 16:51,51 auf heimischer Bahn, 17:05,27 in Sinse. In Heidelberg war erstmals Ina Plakinger für uns am Start: 3:42,50 min brauchte sie für 1000m. Die noch etwas kürzere Variante wählte Hicham Zerrik: 800m in 2:13,47 min. Fehlt noch Marcus Imbsweiler, der sich mit 16:17,32 min über 5000m für die Deutschen in Zittau warmlief.

Allen voran Dorothea Kienle (W9) mit sensationellen Bestleistungen in allen 3 Disziplinen. Besonders erwähnenswert sind die 8,12s über 50m und der Weitsprung von 3,67m!

Aber auch Josiah Bloss (M9) sorgte für Staunen, als der Schlagball 35,50m weit flog. Und nachdem er auch noch den weitesten Sprung seiner Altersgruppe präsentiert hatte (3,43m), war die Vermutung groß, dass ... während er gemütlich mit den anderen Jungs seine wohlverdienten Pommes mit Ketchup genoss, verpasste er dann beinahe noch die Siegerehrung. Als ihn Trainerin Christa endlich ausfindig machen konnte und beide zum Treppchen flitzten, fragte er ganz überrascht, auf welche Zahl er sich den stellen sollte? - „Auf die 1 natürlich!“, gab es zur Antwort. Seine Pommes in der Hand, empfing er dann strahlend die Goldmedaille.

Mit Tom Stadler (M8) und Levi Nürnberger (M7) gingen 2 weitere Dreikampf-Siege an uns; Nikolaus Mahnkopp (M8) verpasste als Vierter knapp eine Medaille. In den Mannschaftswertungen der U10 siegte sowohl unser männliches wie auch das gemischte U10-Team.

Weiter geht es mit unseren schon etwas Älteren:

Johannes Bürger (M13) und Lennart Krohn (M12) qualifizierten sich dabei für die Badischen Vierkampf-Bestenkämpfe. Während es bei Lennart, der gewohnt ist zu siegen, diesmal aber wegen einer hartnäckige Erkältung, „nur“ für den Vizemeistertitel reichte, steigerte Johannes sich beim Ballwurf auf 47m (!) und auch in den Disziplinen Weitsprung und Sprint, die bislang nicht gerade zu seinen Stärken zählten, konnte er sich erheblich verbessern. Zusammen mit Moritz Friederich (M12), war auch noch der 3. Platz im Mannschaftsergebnis gesichert. Auch Matteo Schmidt (M13) lag im Zwischenergebnis, nach einem sehr schnellen 75m-Lauf (10,55s) und einem Ballwurf von 41m, ziemlich weit vorne, musste aufgrund eines familiären Trauerfalls, von dem er während des Hochsprungs und noch vor dem Weitsprung, seiner gewohnt besten Disziplin, erfuhr, den Wettkampf vorzeitig beenden.

Alle Ergebnisse unter: http://ladv.de/ergebnis/datei/34700

 

Da schmecken die Pommes noch besser. Josiah Bloss wird Kreismeister im Dreikampf.

 

Erst Erfurt, dann Bautzen, jetzt Zittau (02.07.2017): Der wilde Osten ist in diesem Jahr ein gutes, weil medaillenreiches Pflaster. DM-Medaillen, wohlgemerkt! Florian Kienle (M 40) und Marcus Imbsweiler (M 50) nahmen den weiten Weg nach Zittau auf sich, ins Dreiländereck D-PL-CZ, wo zum wiederholten Male die deutschen Seniorenmeisterschaften stattfanden. 600 km einfache Strecke für 800m Wettkampf, so die Rechnung im Fall Florians, der 2017 seine Bestzeit über die zwei Stadionrunden (bzw. vier in der Halle) schon mehrfach verbessern konnte. In Zittau gelang ihm dies erneut, es musste auch sein, denn das Rennen war deutlich schneller als alle vorherigen. Auf der zweiten Runde schon fast abgehängt, saugte er sich auf der Zielgerade noch einmal an die beiden Führenden heran und ersprintete sich hauchdünn Silber in 2:04,94 min., mit jeweils einer halben Sekunde Abstand zu Platz 1 und 3. Einfach sensationell für einen 42-Jährigen, der im Januar sein erstes 800m-Rennen lief!

Marcus Imbsweiler dagegen hat in seiner Karriere schon etwas mehr Wettbewerbserfahrung gesammelt, v.a. über 5000m. In Zittau trat er allerdings zunächst über die 1500m an – böse Zungen behaupten: um sich warmzulaufen. Durch die Spikeskontrolle kam Marcus unbeschadet, trug er doch als einziger im gesamten Feld keine. Dank seines patentierten Langdapper-Schleichschritts arbeitete er sich zur Hälfte des Rennens bis auf Platz 3 vor, musste diesen aber auf der Zielgerade (ebenfalls dank Schleichschritt) noch an die spurtstarke Konkurrenz abtreten. Platz 4 also und eine mehr als ordentliche Zeit: 4:25,06 min.

Für seine Paradestrecke 5000m am nächsten Tag hatte sich der 50-Jährige dann aber doch etwas mehr vorgenommen. Nach verbummeltem Beginn fand er sich schon ausgangs Runde zwei an der Spitze des Felds wieder. In seinem Nacken: Hardy Flum von der LG Hohenfels, der ihm in Bautzen auf dem letzten Kilometer die Goldmedaille weggeschnappt hatte. Da gab es nur eins: Zermürbungstaktik. Marcus also konstant von der Spitze weg, Hardy immer 10-20 Meter dahinter, und als Marcus schon fürchtete, der eigenen Taktik zum Opfer zu fallen, ließ sein Konkurrent endlich locker. Auf den letzten beiden Runden, aber auch erst dann, war es ein Schaulaufen. Während um Platz 2 gesprintet wurde, überquerte Marcus nach 16:34,34 min. als Sieger die Ziellinie.

Bei den Baden-Württembergischen Meisterschaften lief Alex Scheid eine sehr feine neue Bestleistung über 400m (50,88s) ... und das auf Bahn 1 und mit 60 Minuten Zeitplanverzögerung ... "läuft bei ihm ... Tags darauf lief er in der 4x400m-Staffel als Startläufer aus dem Block nochmals eine 50,6 ... dann Felix, Staudi und Nico jeweils fliegende 50,2 - 52,2 - 48,8 ... und somit in 3:21,93min auf Platz 5 = geiles TEAM!

Nicht vergessen wollen wir aber auch Leon, der sich über 1500m um rund 12-13 Sekunden steigerte und bei der U20 (er ist erstes Jahr U18) in 4:26,70min auf Platz 8 sehr gut aussah!

Erstmals seit längerer Zeit zeigte sich die TSG wieder bei den Kreis-Langstaffelmeisterschaften vertreten – und das gleich mit drei Männerstaffeln sowie einem Damenteam, das aus Meldegründen allerdings außer Wertung startete. Und, um es vorwegzunehmen: Es hat sich gelohnt!

Unsere Damen zeigten im 3 x 800m-Rennen praktisch von Beginn an, wo der Hammer hängt. Anke Tüselmann schaute sich die Sache 200 Meter lang aus mittlerer Position an, um dann die Spitze zu übernehmen. Mit deutlichem Vorsprung übergab sie an Angela Digennaro, die einer schnellen ersten Runde eine kaum langsamere zweite folgen ließ. Da war die Sache eigentlich schon durch, denn mit Verena Bröstl folgte die Schnellste des Trios. Bei 8:25,31 min. blieb die Uhr für das Trio stehen, satte 25 Sekunden vor der 1. Staffel des TSV Rot.

Das Feld für die Männer war also bereitet. Chef Georg Kopf hatte seine drei Teams jahrgangsgerecht zusammengestellt: an der Spitze der Alterspyramide die drei M 50er Erik Drollinger, Thomas Weber und Marcus Imbsweiler, das M 40er-Trio mit Florian Kienle, Oliver Maier und Georg selbst sowie die „Baby-Staffel“ mit Leon Zeiger, Abdoulie Manneh und Hicham Zerrik. Der TSV Rot stellte ebenfalls 3 Staffeln, dazu kamen 3 Teams U18/U20.

Vom Start weg diktierte unser Jüngster, Leon, das Tempo, dem nur Coach Georg einigermaßen folgen konnte. Erik hielt Kontakt und wartete auf Schwächen der anderen. Ein Überholmanöver durch Rot stachelte Georg zu einem sehenswerten Schlussspurt an, so dass er auf Platz 2, wenige Sekunden hinter Leon, übergeben konnte; knapp dahinter folgten Team Rot 3 und Erik. Während ganz vorne Abdoul mit der schnellsten 1000m-Zeit (2:50 min. handgestoppt) den Vorsprung ausbauen konnte, schob Marcus seine Oldie-Staffel auf Platz 2, knapp vor Olli, den M 40er. Zu den Staffeln aus Rot klaffte bereits eine Lücke, dort aber machte sich der stärkste Läufer des Tages, Christian Oechsler, auf die Verfolgung. Er überholte nicht nur Thomas, sondern sich eine knappe Runde vor Schluss auch an Florian vorbei. Ganz vorne ließ Hicham nichts mehr anbrennen, sondern sicherte den Youngstern einen souveränen Sieg (8:44,16 min.). Zum Highlight wurde der Kampf um Platz 2, den Rot schon gewonnen zu haben schien – bloß hatte Christian nicht mit dem Biss unseres deutschen Vizemeisters gerechnet. Fünf Meter vor der Ziellinie schob sich Flo in unnachahmlicher Manier vorbei und entschied das Duell gegen Rot um 13 Hundertstel für die TSG (8:51,82). Und auch unsere Oldies sorgten mit einer 9:35,76 für ein Ergebnis, das sich auf nationaler Ebene jederzeit sehen lassen kann.

Gemeinsam kämpfen macht doppelt Spaß! Jeder freut sich über den Erfolg der anderen nicht weniger, als über den eigenen. Somit war auch in diesem Jahr der RNK-Mannschaftspokal (DSMM-Vorkampf) in Schönau im idyllischen Odenwald (25.06.2017), ein spannendes Ereignis für alle Anwesenden. Und unsere SchülerInnen waren mit einer neuen Rekordzahl von 5 Mannschaften mit dabei und konnten neben Spaß und Spannung auch mit beachtlichen Erfolgen punkten!

Etwas Pech hatten die Jungs aus der U16. Nach 7 von 8 bewältigten Disziplinen (100m, 80m Hürden, Weit, Hoch, Kugel, Speer und 4x100m-Staffel) belegten sie noch souverän den 2. Platz, dann geschah das Unerwartete: Jonas Entenmann, einer unserer besten 800m-Läufer, musste wegen eines plötzlich auftretenden Krampfes im Rippenbereich 200m vor dem Ziel aufgeben, und die Mannschaft fiel auf Platz 4 zurück.

Ein wohlverdienter 2. Platz ging an die MU14, die nach hervorragenden Einzelleistungen in den Disziplinen 75m, 60m Hürden, Weit, Hoch, Ballwurf und 800m zu guter Letzt auch noch über den Sieg in der 4x75m-Staffel triumphieren konnte! 

Auf den 3. Platz in der Gruppe 1 (50m, Weit, Hoch, Schlagball, 800m und 4x50m-Staffel) konnten unsere U12 Jungs, die, wegen einiger Ausfälle ihrer Jahrgangsstufe, von vielversprechenden Athleten aus der U10 unterstützt wurden (so flog zum Beispiel der Ball von Josiah Bloss 40m weit und Bennet Krohn übersprang eine Höhe von 1,12m; beide sind erst neun Jahre alt) wahrlich stolz sein.

Knapp eine Medaille verpasste unsere WU12, die sich ebenfalls an die disziplinstärkere Gruppe gewagt hatte. Hier holten u.a. Marie Bollen (W11) und Lya Otto (W10) beim Schlagball (31,50m und 29,00m), Dorothea Kienle (W9) mit 8,16s über 50m sowie im Weitsprung sie mit 3,72m und Clara Skeide (W11) mit 3,66m viele Punkte

Doppelt Pech hatten leider unsere Mädels der WU14 diesmal. Wegen kurzfristiger Absagen einiger Mannschaftsteilnehmer, mussten sie sich mit der kleinen Gruppe von nur 4 Disziplinen begnügen und obwohl Hanna Joepgen (W12) mit einem Weitsprung von 4,18m beeindruckte, konnten Charlotte Bauer und Frowine Korth im Hochsprung, sowie Lucia Wolf im Hürdenlauf ihre Stärken nicht demonstrieren. Und dann passierte auch noch ein unerfreulicher Sturz beim Staffellauf und letztendlich der fünfte Platz.

Besonders spannend wurde es dann nochmals, nachdem alle DSMM-Vorkämpfe, die in den einzelnen Kreisen des Badischen Leichtathletikverbandes stattgefunden hatten, beendet waren, und die 8 besten Vereine je Gruppe, die es ins Badische Finale (am 23./24.09. in Langensteinbach) geschafft haben, bekannt gegeben wurden.

Zu den Glücklichen dürfen sich gleich 3 unserer TSG Mannschaften zählen: Die U16 und U14 Jungs, sowie auch noch die Mädels aus der U12.

Alle Ergebnisse gibt es hier: https://ladv.de/ergebnis/datei/35879

 

Beim Abendsportfest in Reilingen lief es gut - im wahrsten Sinne des Wortes ... die Mädels (Tabea, Jeannette, Leonie, Hanna) liefen die Quali für die Süddeutschen Meisterschaften  (4x100 in 51.38s), Hanna mit 3x PB (100 in 12,99 / Weit 4,90 / 200 in 26,93) und auch Louis zeigte mit 2x PB (100 in 12,59 / Weit 5,03), dass Cesenatico eine Reise wert war. Zusätzlich gab es tolle Langstaffelergebnisse, bei den Männern sogar mit einem Doppelsieg dank der Fightqualität von Florian ... GRATULATION an alle, macht weiter so.

 Die Gesamtübersicht findet ihr jeweils hier:

http://ladv.de/veranstaltung/detail/13126 und http://ladv.de/veranstaltung/detail/13146

Gemeinsam sind wir stark, sagten sich Ende des Jahres 2016 die LeichtathletInnen und Leichtathleten aus Heidelberg. Aus diesem Grund schlossen sich die Männer, aber auch die Frauen, der TSG 78 Heidelberg mit denen des USC Heidelberg zu einer Startgemeinschaft zusammen – dies bedeutet, dass man seit Jahresbeginn 2017 gemeinsam DMM-Teams und Staffeln stellt.

So auch bei den Badischen Mannschaftsmeisterschaften in Löffingen als beide Team in der Gruppe 3 antraten.  Die Männer mit Alex Scheid,  Philip Werner, Roland Walz sowie Chris Maichle und die Frauen mit Jeannette Jansen, Hanna Jung, Leonie Schlicht, Sophia Kramer sowie Ursula Maichle liefen, sprangen und warfen also gemeinsam mit den USC-lern um Punkte für die Gesamtwertung.

Die Mädels kamen letztendlich auf den Bronzeplatz während die Jung Gold gewannen – beides ein toller Erfolg beim ersten gemeinsamen Start, so kann es gerne auch bei den kommenden Staffel-Rennen weitergehen.

Gleich zu Saisonbeginn gab es sogar die eine oder andere Bestleitung, u.a. Alex mit 50,99s über die Stadionrunde, zumindest aber stellten sich alle in den Dienst ihrer Team und wurden nicht nur mit guter Stimmung belohnt. Ganz besonderer Dank gilt unseren Senioren, denn auch Ulla in der Staffel und Coach Chris, der diesmal den schweren Diskus nehmen musste, waren enorm wichtig innerhalb ihrer Teams.

Die Ergebnisse im Überblick findet man unter https://ladv.de/ergebnis/datei/34341

Einmal zu Fuß nach Basel – so verdeutlichte Chris Maichle bei der Jahresabschlussfeier 2015 die kaum zu fassende Leistung von Maic Seegel, unserem Ultraspezialisten. 238 km hatte Maic damals zurückgelegt, am Stück natürlich und innerhalb von 24 Stunden. Nach längerer Verletzungsunterbrechung setzte er in diesem Jahr noch einen drauf, und zwar ausgerechnet im erwähnten Basel. Beim dortigen Self-Transcendence-Lauf steigerte er seine Bestleistung auf sagenhafte 241,276 km. Das schaffte keiner aus dem international geprägten Basel-Starterfeld, und auch in Deutschland hat sich Maic damit klar an Position 1 gesetzt. Sein Erfolgsrezept: nicht zu schnell loslaufen, ab und zu eine Pinkelpause einlegen, aber keinesfalls schlafen. Gelaufen wird übrigens auf einer 1101m-Runde … Glückwunsch, Maic!

Der TSV Rot besitzt nicht nur viele schnelle Staffelläufer, mit denen man sich gerne misst (siehe Bericht oben), sondern er richtet auch zwei gut besuchte Volksläufe pro Jahr aus. Beim Frühlingslauf entschieden sich Florian Kienle und Jens Müller für die HM-Strecke, einen neu konzipierten, flachen, zu Beginn allerdings recht winkligen Kurs. Als sich endlich die Zehner-Spreu vom HM-Weizen getrennt hatte, stellten die beiden fest, dass sie gar nicht so schlecht lagen, nämlich in direkter Verfolgung des einsam Führenden. Noch besser wurde ihre Situation, als dieser Führende plötzlich aufgeben musste. Und geradezu optimal wäre es gewesen, wenn die beiden nicht noch einen hartnäckigen Begleiter gehabt hätten, der zwar Florian ziehen lassen musste, aber Jens um ein paar Sekunden hinter sich ließ. So standen am Ende „nur“ der Gesamtsieg durch Flo sowie Gesamtplatz 3 durch Jens zu Buche. Die Zeiten: 1:22:21 h bzw. 1:23:36 h, dazu die totale Dominanz in der M 40.

Über 10 km an gleicher Stelle feierten Andreas Engelhart und Stefan Knopf ihre Rückkehr in den Wettkampfzirkus. Auch der Zehner verläuft in Rot seit diesem Jahr auf neuer Strecke. In 45:03 min. verfehlte Andreas die Top Ten in der M 45 nur knapp, Stefan belegte Rang 21 in der stark besetzten M 50 (48:25 min.).

Bautzen, die Partnerstadt Heidelbergs, war in diesem Jahr Austragungsort für die Deutschen Meisterschaften über 10.000m. Zwei Vertreter schickte die TSG in die Oberlausitz: Tobias Balthesen, der sich mit 33:08 min. in der M 40 qualifiziert hatte, und Marcus Imbsweiler, der sogar die beste Qualizeit in der M 50 vorzuweisen hatte (33:48). Für beide stellte sich im Vorfeld die Frage, ab wann ein Start bei den Deutschen angesichts gesundheitlicher Probleme noch sinnvoll ist. Marcus hatte seit einer Woche mit vereiterten Nebenhöhlen zu kämpfen, Tobi litt noch unter seiner Magen-Darm-Erkrankung, die ausgerechnet beim Halbmarathon in Heidelberg ausgebrochen war.

Nun, beide versuchten es, und während Marcus sich nach hart erkämpften 34:57 min. wenigstens die Silbermedaille sichern konnte, musste sich Tobi weit unter Wert geschlagen geben. Eine 37er-Endzeit spiegelt natürlich nicht annähernd sein Leistungsvermögen wider. Egal, so läuft es manchmal, und Platz 2 und 4 bei den Deutschen sind ja auch nicht ganz blamabel. Entschädigt wurden beide durch spannende Männer- und Frauenrennen mit Siegen für Sabrina Mockenhaupt und Simon Boch.

Eppelheim, ein Sonntag im Mai, 8:15 Uhr: Es regnete und war ziemlich kalt. Noch etwas verschlafen bereiteten sich Frowine Korth (W13), Johannes Bürger und Youssef Galal El-Din (beide M13) auf die Disziplinen: 75m, 60m Hürden, Speerwurf, Weit- und Hochsprung = Block Sprint/Sprung vor. Gegen 9:00 Uhr standen die Drei dann am Start. Johannes und Youssef mit dem Speer in der Hand und Frowine, immer noch etwas frierend, auf ihren Einsatz zum Hürdenlauf wartend. Als der Speer von Johannes auf 29,24m und der von Youssef sogar auf 29,96m flog war schon mal ein sehr guter Anfang für die Beiden gesichert. Gelassen begannen sie dann mit dem Hochsprung. Youssef steigerte sich von 1,24m im letzten Jahr auf 1,40m und Johannes überquerte sogar erstmals die 1,48m. Und, obwohl die anderen Disziplinen noch etwas ausbaufähig sind, reichte das Gesamtergebnis für beide (Youssef 2.089 Punkte, Platz 7 und Johannes 1.999 Punkte, Platz 8) zur Quali für die Badischen Blockmeisterschaften aus. Frowine dagegen konnte sich mit dem naßkalten Wetter gar nicht recht anfreunden und hatte zudem noch Pech beim Hochsprung. Nachdem sie die 1,20m, ohne einzigen vorherigen Fehlversuch, noch locker überquert hatte, rutschte sie beim Absprung für die 1,24m unglücklich aus, und dann wollte es einfach nicht mehr so recht klappen (Gesamtergebnis 1.782 Punkte, Platz 13). Währenddessen hatte sich auch Louis Ochel (M15) mitten ins Geschehen gestürzt, um sich ebenfalls den Disziplinen des Blocks Sprint/Sprung zu stellen. Er lief u.a. eine sehr gute Zeit von 12,73s  über 100m sowie auch einen sehenswerten 80m-Hürdenlauf (14,46s) und konnte sich damit den 4. Platz sichern (2.237 Punkte). Dann hörte es langsam auf zu regnen und Sebastian Artelt (M14) kam mit dem Fahrrad aus Wieblingen angefahren. Er hatte sich für den Block Lauf (75m, 2000m, 80m Hürden, Weitsprung und Ballwurf) entschieden. Seine Stärke liegt in den Langstreckenläufen, was er auch diesmal wieder deutlich unter Beweis stellen konnte und lief die 2000m in beachtlichen 7:10,35 min!

 

Hatten die Langdapper ihre läuferische Stärke im Februar bereits bei einem (erfolgreichen) Rennen gegen die Heidel­berger Bergbahn unter Beweis gestellt, so konnten die Langstreckengruppe der TSG auch in diesem Jahr ihren Heimvorteil beim Hei­delberger Halbmarathon ausspielen und gute Platzierungen erreichen.

Bei perfekten Bedingungen lief allen voran Sophia Möllinger auf einen starken vierten Platz in der weiblichen Gesamtwertung. Mit ihrem Tempomacher Jan Schäfer konnte Sophia ihre Vorjahreszeit um acht Minuten (!) verbessern und lief nach 1:31:52 Std ins Ziel – dies bedeutete den Sieg in der weiblichen Hauptklasse. Hinter ihr erreichte unser schneller Neuzugang Verena Bröstl in ihrem zweiten Rennen für die TSG einen guten fünften Platz in der weiblichen Hauptklasse (1:38:45 Std / 14. Platz ges.).

Bei den Männern bildete sich zu Beginn des Rennens eine kleine Gruppe von TSG-Läufern, die die Ver­folgung der Athleten rund um den Wein­heimer Jochen Uhrig aufnahm. Im Rennverlauf konnten sich unser Ur­ge­stein des Halbmarathons, Marcus Imbsweiler, und die beiden Nachwuchsläufer Tim Eller­hoff und Philipp Weng weiter nach vorne arbeiten. Marcus konnte seinen Altersklassensieg wiederho­len. (1:18:38 Std / 13. Platz ges.), Tim lief nach 1:18:00 Std (10. Platz ges.), Philipp nach 1:17:50 Std (9. Platz ges.) ins Ziel. Dies bedeutete den zweiten Platz in der Mannschafts­wertung.

Doch auch unser zweites Männerteam war nicht weniger erfolgreich. Angeführt von Oliver Maier (1:21:39 Std / 4. Platz M40) konnte dieses gemeinsam mit Florian Kienle (1:24:19 Std / 6. Platz M40) und Martin Rütze (1:24:53 Std / 7 Platz M40) den fünften Platz in der Mannschaftswertung erlaufen.

Das gute Ergebnis rundete Martin Ankenbauer ab, der mit 1:20:42 Std unter die Top 20 lief (7. Platz M). Michael Harsch, der wenige Wochen zuvor den Streckenrekord bei unserem Rennen gegen die Heidel­berger Bergbahn aufgestellt hatte, lief nach 1:26:01 Std ins Ziel – dies wurde mit dem zweiten Platz in der M45 belohnt. Mit ihm lief Tobias Balthesen ein – der Vorjahresdritte hatte in diesem Jahr leider mit Beschwerden zu kämpfen.

Eine gelungene Rückkehr feierte nach langer Verletzungspause Christian Bullerkotte (1:32:06 Std / 31. Platz M30). Auch unser Bergbahnläufer Piotr Kucharczyk erreichte mit 1:30:36 Std ein gutes Ergebnis (29. Platz M30). – nur unwesentlich langsamer als unser Kölner Student Max Leible (1:29:33 / 19. Platz M). Nach 1:36:02 Std beendete Hicham Zerrik seinen ersten Heidelberger Halbmarathon (39. Platz M35). Unser Train­er Georg Kopf erreichte das Ziel in 1:38:39 Std (57. Platz M45). Nach langer Laufpause lief Johannes Gerards nach 1:53:19 Std ein (37. Platz MJun).

Nicht zu vergessen: Nach langer Verletzungspause stand auch Wolfgang Wagner wieder an der Start­linie. Sein Ergebnis: 2:23:55 Std, was Platz 6. in der M70 bedeutet. Mit einer guten Zeit lief Christian Kaehler nach 2:00:15 Std ins Ziel.

Gute Ergebnisse der zwanzig Starter der Langdapper – bereits jetzt steigt die Vorfreude für die Neu­auflage im kommenden Jahr. Mit den Langdappern ist zu rechnen!

 

 

In den Wochen vor dem Heidelberger Halbmarathon herrscht Ruhe an der Langdapperfront. Es sei denn, man hat einen anderen Höhepunkt im Frühjahr gewählt. Michael Chalupsky beispielsweise trat in Hamburg über die Marathondistanz an und erzielte dort das beste TSG-Ergebnis seit Jahren: 2:38:38 h netto. Geliebäugelt hatte er mit einer noch schnelleren Endzeit, aber die Bedingungen mit Hagel und böigem Wind gaben das nicht her – hanseatisches Schietwetter halt. So entschied sich Michael für eine defensive Lauftaktik, was mit äußerst gleichmäßigen Kilometer-Splits um 3:45 min. belohnt wurde. Am Ende standen Gesamtplatz 83 und Rang 18 in der M 30 für ihn zu Buche.

Auch Jens Müller konnte nicht am heimischen Halbmarathon teilnehmen, weshalb er seine Form beim Wieslocher Stadtlauf testete. Und dort überraschte er sich selbst mit einer neuen Bestzeit: 36:37 min. auf einer alles andere als flachen Strecke. Dazu sollte man erwähnen, dass Jens erst vor drei Jahren erstmals die 40-min.-Marke knackte. In Wiesloch bedeutete diese Zeit Platz 7 gesamt und den Vizetitel in der M 40.

Dass es nicht zum 1. AK-Platz reichte, lag an Tobias Balthesen, der für Heidelberg testete. In 33:17 min. fiel dieser Test mehr als zufriedenstellend aus – Platz 2 unter 743 Finishern. Auch sonst war die TSG massiv im Vorderfeld vertreten: Marcus Imbsweiler lief direkt hinter Jens ein (1. M 50), Leon Zeiger benötigte als 12. gesamt 37:12 min. (1. MJ U18). Dazu nach längerer krankheitsbedingter Pause Wolfgang Wagner, der Platz 6 in der M 70 belegte (60:32 min.).

Nur eine knappe Woche später legte Leon noch eine Schippe drauf. Bei den baden-württembergischen Langstreckenmeisterschaften in Leinfelden-Echterdingen verpasste er das Podium der U18 nur um wenige Wimpernschläge. Dafür belohnte er sich mit einer neuen Bestzeit über 5000m: 16:38,76 min. Zudem gehörte Leon mit Jahrgang 2001 zu den Jüngeren im Feld, da sieht es nächstes Jahr schon wieder ganz anders aus.

Heißt es nicht manchmal Qualität statt Quantität? - Beim Schüler-Hallensportfest in Reilingen überzeugten unserer jungen Leichtathleten, mit 41 Teilnehmern, davon 14 aus den Kinderleichtathletik-Teams, mit Quantität UND Qualität! -  28 Treppchenplätze und 42 Platzierungen unter den ersten Fünf sprechen für sich, und da sind die Erfolge der Kila-Teams gar nicht einbezogen!
Um die Leistungen jedes Einzelnen aufzuführen, bräuchten wir wahrscheinlich eine Extraausgabe der Rundschau, deshalb nachfolgend nur ein paar Beispiele:
Lennart Krohn (M12), der im Vorjahr bereits mit 1,40m die badische Bestenliste angeführt hatte, steigerte sich im Hochsprung auf geniale 1,50m. Alle Anwesenden hielten bei jedem seiner Sprünge, die er ab einer Höhe von 1,34m im Alleingang meisterte, den Atem an. Weitere Siege holte er sich noch für den 30m-Lauf (5,5s), dicht verfolgt von Len Auer (Platz 2 in 5,6s), und im Weitsprung mit 4,23m (auf Weichbodenmatte!). Apropos Len. Er steigerte sich   nicht nur beim Hochsprung von bisher 1,12m auf 1,26m, sondern stieß auch die Kugel 6,40m weit von sich, womit er noch einen weiteren 2. Platz ergatterte.
Timo Quarneti (M14), musste er sich beim Hochsprung vor einem halben Jahr noch mit 1,36m zufrieden geben, steigerte sich diesmal auf 1,56m! Ein zweites Gold gab es für den 30m-Lauf (5,3s), und Silber, nachdem die 4kg schwere Kugel 9,25m weit geflogen war. Johannes Bürger (M13) verbesserte sich ebenfalls beim Kugelstoßen von 7,51m auf beachtliche 9,24m. Aber Gold war nicht nur dafür vorgesehen, sondern auch noch für den Sprung von 1,38m hoch. Die Faszination des Hochsprungs scheint wohl Früchte zu tragen. Risgar Ritter (M11) übersprang als einziger seiner Alterstufe die 1,16m und auch Charlotte Mnich (W10) schaffte es irgendwie die 1,12m zu überqueren, was beiden den Sieg einbrachte. Mit einer eindrucksvollen Höhe von 1,72m konnte Benjamin Kuhr (M15) sein Können demonstrieren und landete damit höhengleich hinter dem Sieger auf Platz 2. Silber und Bronze gab es in der M15 für Louis Ochel. Er lief die 30m in 5,3s und stieß die Kugel auf 9,95m. Benjamins jüngerer Bruder Johannes Kuhr (M13) holte sich Silber für nur einen durchgeführten Weitsprung von 4,17m, landete dabei mit dem Steißbein unglücklich an der Mattenkante, wobei er sich eine schmerzhafte Prellung zuzog. Davor gab es noch Silber für einen Kugelstoß von 8,53m und Bronze für die 30m in 5,5s. Youssef Galal El-Din (M13) konnte seine bisherige Bestleistung im Hochsprung von 1,24m auf 1,34m steigern (Rang 2) und kam im Weitsprung auf 4,15m (Platz 3). Auch Fiona Jurack (W14) und Frowine Korth (W13) zeigten sich von ihrer besten sportlichen Seite! Fiona holte sich Silber für einen Kugelstoß von 7,21m und einen sehr schnellen Lauf von 5,5s über 30m, sowie Bronze für den Hochsprung (1,20m). Frowine errang Bronze für einen Hochsprung von 1,26m. Weiters erwähnenswert ist noch der Hochsprung mit1,16m und der 30m-Lauf (5,8s) von Clara Skeide (W11), sowie der Kugelstoß von Mika Hufnagel (M12, 6,08m), womit noch drei weitere Bronzemedaillen an uns gingen.
Unser jüngstes Mädchen, Dorothea Kienle (W9) faszinierte beim 30m-Lauf, als sie in der W10 (von 41 Teilnehmerinnen) als Zweitschnellste in 5,7s das Ziel erreichte. Auch im Weitsprung war sie mit 3,48m, ebenfalls in der W10, unter den vorderen Plätzen zu finden.
Aber auch unsere 3 KiLa-Teams (Platz 1 und 7 für die U10, von immerhin 18 Teams, und Platz 2 für die U8, von 14 Teams) gingen stolz mit ihren Medaillen und Urkunden nach Hause!
Die gesamten Ergebnisse gibt es hier.

Unsere Bambinis zeigen stolz ihre Urkunden;
v.l.n.r.: Georg Kienle, Julene Krohn, Levi Nürnberger, Marlene Wysocki, Mira von Hagens

Geht es noch erfolgreicher? Der Sandhofer Straßenlauf wurde von unseren Langdappern mal eben zu TSG-Festspielen umfunktioniert. Beim Zieleinlauf im Stadion dominierten die blauen Trikots ebenso wie bei der Siegerehrung in der Halle. Ein Gesamteinzelsieg sprang nicht heraus, dafür gab es sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern Platz 1 in der Mannschaftswertung.

Und trotzdem: unzufriedene Gesichter allenthalben. Zeitlich blieben die meisten hinter ihren Erwartungen zurück. Das gilt für unseren Coach Georg ebenso wie für unsere aktuell Schnellsten, Tobias und Sophia – um nur einige zu erwähnen. Zum Teil dürfte es am Wind gelegen haben, der in Sandhofen immer ein Faktor ist, vor allem aber an der ungewohnten Wärme. Lediglich Erik Drollinger in seinem ersten M 50-Jahr und Neuzugang Verena Bröstl setzten Ausrufezeichen und wurden prompt mit AK-Platzierungen belohnt.

Lässt man die Zeiten beiseite, war der Auftritt in Sandhofen ein absolutes Highlight. Unter den 16 Schnellsten tummelten sich sieben TSGler plus unser Trainingskollege Bjarne, der für Göttingen startet. AK-Siege gab es in der WHK (Sophia), M 40 (Tobias) und M 50 (Marcus), 2. Plätze in der MHK (Tim) und M 50 (Erik), 3. Plätze in der WHK (Verena), MHK (Philipp) und M 40 (Florian). Dazu, wie erwähnt, in der Teamwertung Platz 1 bei den Damen sowie Platz 1 und 2 bei den Herren. Hier die Einzelergebnisse:

 

  • Tobias Balthesen          34:37
  • Tim-Patrick Ellerhoff   35:11
  • Marcus Imbsweiler      35:16
  • Philipp Weng                 35:54
  • Florian Kienle                36:49
  • Erik Drollinger              37:05
  • Martin Rütze                 37:10
  • Max Leible                     38:36
  • Hicham Zerrik               40:25
  • Jochen Dischinger       40:59
  • Sophia Möllinger         41:15
  • Georg Kopf                     42:25
  • Verena Bröstl                43:37
  • Stefanie Schout            47:37

Michael Chalupsky, unser Mann für die langen Kanten, bereitet sich derzeit auf den Hamburg-Marathon Ende April vor. Dass er gut drauf ist, bewies er bereits mit einem lockeren Trainingslauf beim Bienwald-Marathon in 3:16 h. In Schwäbisch Gmünd ließ er es nun so richtig krachen: Den dortigen Halbmarathon bewältigte er in sagenhaften 1:12:26 h – eine Zeit, an die außer Tobias Balthesen aktuell kein TSGler heranreicht. Dabei läuft Michael erst seit ein paar Jahren regelmäßig! Das Rennen in Gmünd war recht zerfahren, erst superschnell, dann vom Wind gebremst; Michael hielt sich länger in der dreiköpfigen Spitzengruppe auf, um am Ende Gesamtplatz 3 zu belegen. Hamburg kann kommen!

Auch der erwähnte Tobias läuft sich allmählich warm. Am selben Wochenende wie Michael testete er beim Lindenlauf in Neuenstadt (Landkreis Heilbronn), und das sehr erfolgreich. In 35:20 min. konnte ihm auf der anspruchsvollen 10km-Strecke niemand Paroli bieten – Platz 1 unter 173 Teilnehmern. Und weil es so schön war, wiederholte er seinen Gesamtsieg eine Woche später beim Germanenlauf in St. Ilgen. Hier musste er sich allerdings etwas mehr strecken, saß ihm mit Oliver Maier, der für seine Laufschule am Start war, doch der eigene Trainingskollege im Nacken. Am Ende gab es einen standesgemäßen Doppelsieg: Tobias in 34:28 min. vor Oliver in 35:14.

St. Ilgen lieferte noch ein weiteres erfreuliches Ergebnis: Die nächste starke Läuferin hat sich der TSG angeschlossen. Verena Bröstl, Jurastudentin Jahrgang 1991, belegte zum Einstand gleich einmal Gesamtplatz 4 bei den Frauen und siegte deutlich in der Hauptklasse. Was ihre 43:43 min. von der Germanenlaufstrecke wert sind, wird sich vielleicht schon in Sandhofen eine Woche später erweisen.

Für weitere Ausrufezeichen sorgten Leon Zeiger und Michael Harsch. Die Podiumsplätze, die Leon in den letzten Monaten über 5 km belegte, sind kaum noch zählen. Diesmal zeigte er sich in Ladenburg hellwach, wo er den Einsteigerlauf in 18:09 min. als Gesamtzweiter beendete. Unter die Top Ten schaffte es Michael beim TrailRun 21 in Zell am Harmersbach. Hier sind laut Ausschreibung 640 Höhenmeter auf 21,1 km zu bewältigen; kein Wunder, dass der Wettbewerb zur Schwarzwald-Berglauf-Pokalserie zählt. Unter 170 Finishern belegte Michael Gesamtplatz 10 und siegte souverän in der M 45 (1:34:12 h).

Nur unwesentlich weniger Höhenmeter, fast 600 nämlich, gilt es auf dem Weg zum Donnersberggipfel zu erklimmen. Altmeister Christian Kaehler benötigte dafür 1:23:46 h und belegte Gesamtplatz 164 unter 235 Finishern. Komplett flach hingegen ist der Heini-Langlotz-Lauf in Brühl. Hier sorgte ein schnelles TSG-Trio für ein starkes Mannschaftsergebnis: Florian Kienle (36:39 min.), Jens Müller (38:17) und Hicham Zerrik (39:56) stürmten gemeinsam die Top 30 (11, 20, 29), Florian und Jens belegten zudem in der M 40 die Plätze 2 und 4. Mit dabei waren auch unsere (ehemaligen) Trainingspartner Maximilian Walter und Mahmut Arica, die für Eppelheim bzw. Münster starten. Maxi reihte sich ein paar Sekunden hinter Florian ein, Mahmut kam zusammen mit Hicham ins Ziel.

Bei den Badischen Hallen- und Winterwurfmeisterschaften in Mannheim wurden Leon Zeiger (U18) und Timo Quarneti (M14) jeweils Badische Vizemeister.
Leon lief über die 1500m ein beherztes Rennen und sicherte sich in 4:43,33min seine erste badische Medaille. Seine Bestzeit verpasste er nur um knapp 4 Sekunden.
Um ein Haar hätte Timo wegen eines hartnäckigen grippalen Infektes seine Teilnahme an diesen Titelkämpfen wieder absagen müssen. Obwohl immer noch etwas angeschlagen, nahm er dann doch die Herausforderung an. Doch bereits während seiner ersten Disziplin, dem 60m-Hürdenlauf (6. Platz in 11,11s, über eine Sekunde über Bestzeit), machte sich sein geschwächter Zustand deutlich bemerkbar. Beim darauffolgenden Speerwurf versuchte er nochmals alles zu geben und konnte sich mit einem sehr guten und weiten Wurf von 36,63m den Badischen Vizemeistertitel holen. Nachdem dann aber zunehmend seine Kräfte nachließen und er mit „nur“ 8,26s im 60m-Endlauf (5. Rang; 8,17s im Vorlauf) seine Bestleistung von 8,03s, die ihm noch locker einen zweiten Vizemeistertitel eingebracht hätte, nicht wiedergeben konnte, musste Timo noch vor dem Hochsprung den Wettkampf beenden, was vor allem gesundheitlich gesehen, für ihn sicher das Beste war!
Zur Vorbereitung auf diese Meisterschaften lief Timo drei Wochen zuvor bei einem Hallensportfest der MTG die 60m in persönlicher Bestzeit von 8,03s und landete nur um 1/100s geschlagen auf dem zweiten Platz. Auch für seinen Hochsprung von beachtlichen 1,53m reichte es nur zu Silber, obwohl der Sieger auch nicht höher sprang, allerdings bei etwas weniger Fehlversuchen. Noch ein drittes Mal auf den 2. Rang lief Timo dann noch die 60m Hürden (10,01s), und mit der Kugel, die immerhin 8,90m weit flog, wurde er Dritter. Nur beim Weitsprung lag er diesmal mit 5,02m (Rang 5) etwas unter seiner Bestleistung.
Auch unsere 3 weiteren TSGler, Manuel Peters und Jonas Entenmann (beide M15) und Vincent Lamy (M14) konnten an diesem überregionalen Hallenwettkampf ihre sportlichen Stärken einbringen. Manuel zeigte einen sehr schönen Hürdenlauf (Platz 4 in 10,66s), während Jonas mit einer Zeit von 2:40,21min einen beeindruckenden 800m-Lauf hinlegte. Auch Vincent lief die 800m in einer guten Zeit von 2:51,23min. Zum Schluss liefen die vier noch die 4x100m-Staffel, was ja in der Halle mit den Wechseln in den engen Kurven gar nicht so einfach ist, in der ordentlichen Zeit von 55,12s auf den zweiten Platz.
Eine Woche nach dem erfolgreichen Saisonauftakt der U16 fanden sich einige unserer U14-Schüler ebenfalls in der Halle Mannheim ein. Super Zeiten liefen unsere 800m Läufer. In der M12 liefen Eric Langlouis in 2:40,99min auf Platz 2 und Jakob Buselmeier in 2:50,90min auf Platz 5. In der M13 verpasste Dante Aulehla mit 2:40,32min als Vierter knapp das Podium; Johann Williams erreichte mit 2:48,89min als Siebter das Ziel. Einen technisch einwandfreien und auch schnellen 60m-Hürdenlauf zeigte Mika Hufnagel (M12) in 11,87s und wurde damit Vierter. Einen Platz weiter oben waren dann seine 5,37m mit der Kugel wert. Nicht sehr erfreulich lief der Wettkampf bei Johannes Kuhr (M13). Bereits nach seiner ersten Disziplin, dem Weitsprung, mit einer Weite von 4,25m schmerzte sichtlich sein Bein. Er versuchte noch den 60m-Vorlauf, wobei er sich sogar für den Endlauf qualifizieren konnte. Nachdem aber die Schmerzen keineswegs besser wurden, musste er diesen, sowie auch Hürdenlauf und Hochsprung kurzfristig absagen, konzentrierte sich aber nochmals ganz auf den Kugelstoß, erreichte eine tolle Weite von 8,50m und somit den 3. Platz. Auch Matteo Schmidt (M13) zog sich leider schon beim Warmlaufen eine Muskelzerrung zu und versuchte sein Glück auch nur noch mit der Kugel, die er dann immerhin noch 7,40m weit von sich stieß.

Unsere 800m-Läufer der U14;
v.l.n.r.: Johann Williams, Eric Langlouis, Jakob Buselmeier und Dante Aulehla

Nur eine Woche nach Erfurt waren Marcus und Florian auch bei den Kreislangstreckenmeisterschaften in Wiesloch am Start. Über 10.000m gewann Marcus wenig überraschend den Titel in der M 50 (34:35 min.), Florian dagegen musste seinem Mittelstreckentraining und der starken Konkurrenz in der M 40 Tribut zollen (37:18 min., Platz 4). Einer dieser Konkurrenten, und zwar der stärkste, kam aus dem eigenen Stall: Tobias Balthesen sorgte in 34:19 min. für die schnellste TSG-Zeit über die 25 Stadionrunden.

Für den Höhepunkt aber sorgte eine Läuferin. Sophia Möllinger setzte sich im Frauenrennen über 5.000m ohne Respekt vor den älteren Semestern sofort an die Spitze und sorgte mit einem 3:45er Schnitt dafür, dass ihr niemand folgen konnte. Am Ende wurde sie nicht nur mit dem Gesamtsieg belohnt, sondern auch mit einem Sprung auf Platz 4 in der ewigen TSG-Bestenliste. Mit 18:48,49 min. rangiert sie nun acht Sekunden hinter Jean Folan und eine gute Minute hinter Viola Kirschke-Deck.

Auch Tim-Patrick Ellerhoff und Oliver Maier hätten TSG-Historie schreiben können, wenn sie beim Halbmarathon in Kandel noch einen schnellen Mitstreiter gefunden hätten. Der TSG-Mannschaftsrekord über 21,1 km wurde ja erst 2016 an gleicher Stelle auf 3:47:56 h verbessert. So blieb es bei hervorragenden Einzelleistungen der beiden: Tim belegte in 1:15:01 h netto Gesamtplatz 13, Oliver rangierte in 1:16:41 h (neue pB!) nur sechs Plätze dahinter und wurde Zweiter der M 40.