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Trainingslager aus Nichtteilnehmersicht
Am 01.04. früh morgens war es so weit, wir fuhren los auf die Reise zum Trainingslager ins ferne Heidelberg, um uns auf die Wettkampfsaison vorzubereiten. Nachdem die Taschen gepackt waren, ging es sofort wieder ans auspacken. Denn keine Staus verkürzte unsere Fahrtdauer erheblich und wir waren schon nach kurzer Zeit in unserer Unterkunft in Heidelberg angekommen. Die Unterkunft war wie schon die letzten Jahre sehr schön und super gelegen. Schon nach ein paar hundert Metern Fußmarsch glitzert uns das Wasser des Neckars verheißungsvoll entgegen! Für Speise und Getränke war immer gesorgt. Nicht nur während der Essenszeiten konnten wir uns in der Selbstbedienungsküche im Sinne von All-you-can-eat ernähren! So wurde auch Eis aus lieblichen lidl-ischen Anbau in großen Mengen konsumiert.
Wenn nicht gerade mit physischer oder psychischer Ernährung in Vorbereitung auf Klausuren und Abitur beschäftigt, ließ es sich herrlich auf den angenehm weichen Betten, dem blumenbeschmückten Garten oder an dem Rasenstrand des Gewässers von den Trainingseinheiten erholen. Auch die Trainingsbedingungen sind hier ideal. Nicht unweit von der Unterkunft befindet sich das Stadion, dass neben gut gepflegter Bahn und idyllischer Umgebung auch noch eine der längsten Finnenbahnen Deutschlands aufweisen kann. Für längere Läufe bot vor allem der Wald mit seinen zahlreichen Wegen uns Läufern vor der stechenden Sonne Schutz. Nebenbei konnten wir die einzigartige Aussicht vom Philosophenweg auf die Heidelberger Altstadt und das Heidelberger Schloss genießen. Schnelle Läufe die nicht auf der Bahn absolviert werden wollten, konnten an dem flachen Ufer des Flusses runter gespult werden. Ob auf Straße oder auf der Bahn (oder Straßenbahn), das Wetter ließ kaum Wünsche der Sportler offen! Die Sonne hinterließ bei bis zu 20 Grad eine angenehme Bräunung auf der Haut der Sportler, wenn nicht gerade ein Regenguss uns überraschte und neben Abkühlung der Haut einen weiteren Braunton in einer Art Rost zusetzte.
Die Trainingseinheiten in fast täglich zweifacher Ausfertigung und durchschlagendem Erfolg wurden in guter Gesellschaft der mitgereisten Sportbrüderschaft absolviert. So blieben (bis auf den Room-Service, den man im Hause selbst mit erledigen musste) keine Wünsche offen! Nun kann die Saison und wer nicht alles aus dem fernen Cesenatico kommen, denn so gut trainiert hängt uns keiner mehr ab. Nach einer erfolgreichen Woche haben wir uns fest vorgenommen nächstes Jahr auf jeden Fall wieder zu kommen, vorausgesetzt wir halten uns nicht zur gleichen Zeit im fernen Cesenatico auf.
Auch wenn das alles recht positiv klingt, sind wir sehr traurig, dass wir nicht mit Euch in Cesenatico waren und freuen uns auf das Trainingslager mit Euch im nächsten Jahr.
Siege bei Regen und Kälte
Frostig ging es zu beim Schriesheimer Mathaisemarktlauf. Bernhard Rieseberg ließ sich vom Kälteeinbruch nicht schrecken und kam über die 10 km nach 38:27min ins Ziel. Mit dieser Zeit wurde er 25. gesamt und 6. seiner Altersklasse, der M 40. Zu Frühlingsbeginn gaben sich drei TSGler beim Straßenlauf in Sandhofen ein Stelldichein. Regen schon vor dem Start und Windböen beeinträchtigten die Leistungen etwas, trotzdem gab es gute Ergebnisse über die 10-km-Distanz. Marcus Imbsweiler konnte die 34-Minuten-Marke um vier Sekunden unterbieten und gewann als Dritter des Laufs seine Altersklasse. Daniel Jungblut lief aus dem Marathontraining heraus eine 34:34, womit er als Gesamtsechster das Podium der Hauptklasse nur knapp verpasste. Mit seinen 41:31 litt Stefan Knopf noch unter den Nachwirkungen seines mehrwöchigen USA-Aufenthalts, konnte aber zum vierten Platz in der Teamwertung beitragen.
Jede Menge TSGler gab es eine Woche später in St. Ilgen zu sehen. Und das, obwohl auch der Germanenlauf nicht gerade vom Wetter verwöhnt war. Bei Regen gelang den Oldies Manfred Mehler (21:23) und Georg Hartmann (27:51) über 5 km der Sieg in den Altersklassen M 70 und M 75. Die W 40 wurde zur Beute von Claudia Bauer (25:53), und in der M 30 war Jens Bleiler (22:28) nicht zu schlagen. Vordere AK-Plätze gab es auch für Iris Heiß (26:20, 2. W 45), ihren Mann Uwe (21:30, 5. M 45) und Dirk Kirchhoff (23:43, 4. M 40). Christopher Knopf lief in 26:46 auf Platz 4 bei den Schülern A, sein Vater Stefan gelang in 19:18 als Gesamtdritter das beste Einzelergebnis.
Über die profilierte 10 km-Strecke traten derweil drei im TSG-Trikot an: Hier gelang Rolf Blank nach 1:01:32h der Sprung aufs Treppchen der M 70 (3.). Mario Müller wurde in 48:52min Neunter der Hauptklasse, und Jürgen Stähle rundete das erfreuliche Teamergebnis durch Platz 5 in der M 65 ab (54:32).
Schließlich ist noch Peter Noll zu erwähnen, der sich als einziger TSG-Vertreter beim (Vor-)Osterlauf in Rheinzabern zeigte. Seine 1:29:47h über die Halbmarathondistanz bedeuteten Platz 34 gesamt (9. M 40) sowie eine klare Steigerung gegenüber dem 20 km-Lauf an selber Stelle im Februar.
Fit für Heidelberg
Für seine neue Bestzeit über 10 km hatte sich David Dähn den Lahntallauf in Marburg ausgesucht. Die dortige Strecke ist flach und schnell, allerdings auch windanfällig. Dank guter Renneinteilung konnte David auf den letzten Kilometern noch zwei Konkurrenten überholen und wurde in 36:04min Gesamtvierter. Dass er dieses Jahr noch eine 35er Zeit erzielen wird, gilt als ausgemacht.
Auch im südpfälzischen Kandel gibt es eine bekanntermaßen schnelle Halbmarathonstrecke, die schon für so manche Bestzeit sorgte. Rüdiger Rall (M 45) hätte sich für seinen Einstand bei der TSG 78 sicher einen anderen Rennverlauf gewünscht, aber Knieprobleme nach einer Woche Skifahren machten ihm einen Strich durch die Rechnung. Nach 1:27:33 war er im Ziel und trug damit zum dritten Platz in der Teamwertung bei. Deutlich besser lief es bei den anderen beiden: Marcus Imbsweiler pulverisierte seine bisherige Rekordmarke und durfte sich nach 1:13:12 über Gesamtplatz 8 freuen (3. M 40). Geradezu bärenstark präsentierte sich Andi Stähle, der die M 40 gewann und in 1:12:13 das Podium nur um einen Platz verfehlte. In dieser Verfassung ist mit ihm auch in Heidelberg zu rechnen (nur zum Vergleich: Der letztjährige Heidelberg-Sieger Andreas Gerrits lief am selben Tag in Frankfurt eine 1:13:16). Nach Auskunft von Altmeister Christian Kaehler dürften Andi und Marcus mit diesen Zeiten in die Top 5 der TSG-Historie vorgestoßen sein.
A-Schüler-Staffel holt Silbermedaille
Die 4x100m-Staffel der Schüler A setzte das Highlight aus TSG-Sicht bei den Badischen Schülerhallenmeisterschaften in Mannheim. Die seit Jahresanfang bestehende Startgemeinschaft TSG 78 HD Wiesen-Rohrbach lief in der Besetzung Matthias Trumpp, Alexander Scheid, Raphael Mielke (alle von der TSG 78) und Daniel Werner (TV Germania Wiesenbach) trotz eines missglückten ersten Wechsels und der in diesem Fall ungünstigen Laufbahn 4 auf einen tollen 2. Platz und somit hinter der siegreichen LG Karlsruhe zur Silbermedaille und verbesserte ihre Saisonbestzeit um 4/100 auf 50,54s. Zweimal den 7.Rang in der M15 erreichte bei diesen Meisterschaften Raphael mit 9,44s über 60m Hürden als Sieger des B-Endlaufes und mit 1,65m im Hochsprung, wobei ihm nur 5 Zentimeter zum Podest fehlten. Alexander ersprang sich mit 5,30m den 8. Platz im Weitsprung der M14 und lag dabei lediglich 36 Zentimeter hinter dem Sieger. Über 60m qualifizierte er sich mit der Einstellung seiner persönlichen Bestzeit von 8,08s für den B-Endlauf und wurde dort in 8,17s Fünfter (insgesamt 11.). Anna Schiltenwolf (W15) lief zunächst die 60m Hürden in 10,15s und verpasste den B-Endlauf nur knapp (insgesamt 14.). Dann trotzte sie einer Erkältung im Vorfeld und wagte sich an die 300m, die sie nach guten 46,69s als Siegerin ihres Zeitlaufes beendete. Die Zeit ging jedoch nicht die Ergebnisliste ein, da Anna in der Zielkurve kurz ihre Bahn verlassen hatte, dies von einem aufmerksamen Kampfrichter beobachtet wurde und sie daraufhin disqualifiziert werden musste. Kurz danach stand für sie dann noch der Hochsprung auf dem Programm. Hier war nach dem anstrengenden Lauf zuvor diesmal nicht mehr als 1,40m drin (Rang 15).

die erfolgreiche Staffel v.l.n.r.: Alexander Scheid, Raphael beim Hochsprung
Matthias Trumpp, Daniel Werner, Raphael Mielke
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