Nur eine Woche nach Erfurt waren Marcus und Florian auch bei den Kreislangstreckenmeisterschaften in Wiesloch am Start. Über 10.000m gewann Marcus wenig überraschend den Titel in der M 50 (34:35 min.), Florian dagegen musste seinem Mittelstreckentraining und der starken Konkurrenz in der M 40 Tribut zollen (37:18 min., Platz 4). Einer dieser Konkurrenten, und zwar der stärkste, kam aus dem eigenen Stall: Tobias Balthesen sorgte in 34:19 min. für die schnellste TSG-Zeit über die 25 Stadionrunden.

Für den Höhepunkt aber sorgte eine Läuferin. Sophia Möllinger setzte sich im Frauenrennen über 5.000m ohne Respekt vor den älteren Semestern sofort an die Spitze und sorgte mit einem 3:45er Schnitt dafür, dass ihr niemand folgen konnte. Am Ende wurde sie nicht nur mit dem Gesamtsieg belohnt, sondern auch mit einem Sprung auf Platz 4 in der ewigen TSG-Bestenliste. Mit 18:48,49 min. rangiert sie nun acht Sekunden hinter Jean Folan und eine gute Minute hinter Viola Kirschke-Deck.

Auch Tim-Patrick Ellerhoff und Oliver Maier hätten TSG-Historie schreiben können, wenn sie beim Halbmarathon in Kandel noch einen schnellen Mitstreiter gefunden hätten. Der TSG-Mannschaftsrekord über 21,1 km wurde ja erst 2016 an gleicher Stelle auf 3:47:56 h verbessert. So blieb es bei hervorragenden Einzelleistungen der beiden: Tim belegte in 1:15:01 h netto Gesamtplatz 13, Oliver rangierte in 1:16:41 h (neue pB!) nur sechs Plätze dahinter und wurde Zweiter der M 40.

Mit einem kompletten Medaillensatz kehrten unsere TSG-Vertreter von den Deutschen Seniorenhallenmeisterschaften in Erfurt zurück – und das, obwohl termin-, verletzungs- bzw. krankheitsbedingt nur ein Trio an den Start gehen konnte.

Da war zunächst unser Oldie Helmut Diehm, der im Stabhochsprung der M75 die 1,80m und 2,00m im ersten Versuch übersprang. Die 2,10m ließ er aus, um die 2,20m im zweiten Versuch zu knacken. Stärker waren an diesem Tag nur zwei Konkurrenten – Bronze für Helmut.

Unser Senkrechtstarter auf den Mittelstrecken heißt Florian Kienle; in Erfurt bestritt der Jurist sein zweites 800m-Rennen überhaupt. Und tat das so cool, als sei er schon jahrelang im Geschäft. In einem taktisch geprägten Lauf – nach 200 Metern mokierte sich der Sprecher über das „Frauentempo“ – ging er zu Beginn der letzten Runde an die Spitze und wurde erst auf den letzten 50 Metern überspurtet. Trotzdem war die Freude über die Silbermedaille in der M40 (2:14,29min) riesig.

Regelrecht Langeweile verbreitete dagegen Marcus Imbsweiler über die 3000m. In seiner neuen Altersklasse M50 war er mit der besten Vorleistung angereist und übernahm nach einer knappen Runde die Führung, die er bis zum Ziel noch deutlich ausbaute. Mit 9:31,62min holte er sich nach zwei Vizerängen seinen ersten nationalen Titel in der Halle.

Leon Zeiger ist gut drauf, und zwar sowohl indoor als auch im Freien. Ende Januar gewann er die 5000m im Rahmen des Crosslaufs in Kraichtal-Oberacker – wohlgemerkt nicht seine Altersklasse, sondern gesamt! Taktisch geschickt übernahm er auf der zweiten Rennhälfte die Führung und baute sie bis ins Ziel auf 47 Sekunden aus (18:23 min.). Zwei Wochen später zeigte er sich auch in der Halle hellwach. Bei den Baden-Württembergischen Meisterschaften der U18 belegte er als Jahrgangsjüngerer über 1500m in 4:43 min. den zweiten Platz.

Parallel hierzu ging in Rheinzabern die Winterlaufserie zu Ende. Aufgrund vielfacher Hallenaktivitäten war über die 20 km diesmal nur ein kleines TSG-Team am Start. Aber Oliver Maier, Jan Schäfer und Jens Müller sorgten dafür, dass am Ende Gesamtplatz 4 in der Mannschaftswertung heraussprang. Mit 1:12:28 h (Olli), 1:18:25 (Jan) und 1:21:39 (Jens) belegten die drei die Plätze 2, 11 und 15 in der M 40. Die komplette Serie lief nur einer, nämlich Jan; seine Gesamtzeit von 2:55:05 min. bedeuteten in der Endabrechnung Rang 5 in der M 40.

Schauplatz der Baden-Württembergischen Crosslaufmeisterschaften war in diesem Jahr Insel Reichenau – gewissermaßen ein Heimspiel für den aus Stockach stammenden Philipp Weng. Als einziger TSG-Vertreter auf der anspruchsvollen 10,8 km-Runde machte er seine Sache hervorragend. In einem starken Feld belegte er Platz 12 gesamt und wurde Sechster in der Juniorenwertung (38:16 min.).

Nachdem sich in den vergangenen Jahren bei den Langstrecklern ein leichter Trend Richtung Halle abgezeichnet hatte, kann man 2017 fast von einem Boom sprechen. Das liegt mit Sicherheit auch an unserem Trainer Georg, der als ausgewiesener Hallenfreund gilt. So verordnete er Abdoulie Manneh, unserem schnellen Mann aus Gambia, ein 800m-Rennen in Ludwigshafen, das dieser in 2:09,56min beendete. An selber Stelle traten Philipp Weng und Marcus Imbsweiler über die 3000m an und lieferten in 9:18,18 und 9:29,94min ordentliche Ergebnisse ab.
Zuvor hatte sich Marcus an den 1500m erprobt, und zwar gleich zwei Mal. Nach einem gelungenen Einstand in Saarbrücken mit 4:26,78min kam er in Mannheim trotz Schrittmacherdienste der Kollegen nicht über die 4:30 hinaus. Allerdings war das Rennen bei der MTG eines der chaotischsten seit langem, mit Fehlstart, mehreren Startabbrüchen, Ausfall der Zeitnahme und ohne Schlussrundenansage. Philipp gewann den Lauf in starken 4:21,39min, Abdoulie und Tobias bekamen leider keine reellen Zeiten zugewiesen. Umso erwähnenswerter der Auftritt von Leon Zeiger, der sich als noch 15-Jähriger auf 4:39,01min steigerte. Die Quali für die badischen Meisterschaften U18 hatte er sich bereits in Saarbrücken gesichert (4:46,89).
Beim (vorläufigen) Höhepunkt der Hallensaison, den Baden-Württembergischen Seniorenmeisterschaften, zeigten sich die Mannheimer dann besser gerüstet. Und prompt lief es für die TSG 78 wie am Schnürchen. Zunächst holte sich Marcus als Neu-M50er den Titel auf der ungewohnten 800m-Strecke (2:14,87min), dann setzte Florian Kienle in der M40 noch einen drauf. Seine 2:10,40min bedeuteten nicht nur Rang 1 nach hartem Fight bis zur Ziellinie, sondern auch die souveräne Quali für die deutschen Seniorenmeisterschaften in Erfurt. Auf Platz 3 sparte Tobias Balthesen (2:17,87) Kräfte für den Abend.
Denn da standen die 3000m auf dem Programm, und auch hier ging kein TSGler ohne Medaille nach Hause. Den Anfang machte Tobias, der in einem taktisch geprägten Rennen M40-Gold holte (9:46,57min) – knapp vor seinem Teamkollegen Oliver Maier. Olli knackte in 9:48,90min seine persönliche Bestzeit, schrammte aber um wenige Sekunden an der DM-Quali vorbei. Dafür leistete Erik Drollinger in der M50 Maßarbeit: 10:24,56min für die 15 Hallenrunden, Qualizeit abgehakt, Bronzemedaille ergattert. Dass es nicht Silber wurde, lag an Marcus, der sich im selben Rennen seinen zweiten BaWü-Titel sicherte (9:46,36).
Nach der Devise „kein TSGler ohne Medaille“ verfuhren übrigens auch unsere beiden anderen Starter bei den Seniorenmeisterschaften, Helmut Diehm und Jürgen „Robbo“ Hofstätter. Während sich Helmut nach übersprungenen 1,14m im Hochsprung der M75 mit Bronze begnügte, ließ er es mit dem Stab so richtig krachen: 2,20m schaffte an diesem Tag außer ihm kein Konkurrent – das war der Titel. Bleibt noch unser Viertelmeiler Robbo, der die zwei Hallenrunden in 60,32s zurücklegte. Nur vier Starter überhaupt waren an diesem Tag schneller; in der M 55 reichte es zur Silbermedaille.


Erfolgreiche 3000m-Läufer bei den Baden-Württembergischen Senioren-Hallenmeisterschaften in Mannheim:

oben, v.l.n.r.: Erik Drollinger, Marcus Imbsweiler, Oliver Maier und Tobias Balthesen, unten: Trainer Georg Kopf

Silvester ist bekanntlich der Tag mit dem größten Volkslaufangebot im Jahr. Da verwundert es nicht, dass sich auch einige TSGler in die Ergebnislisten eintrugen. Hier ihre Resultate, ohne Anspruch auf Vollständigkeit:
Gleich drei Heidelberger waren in Heddesheim am Start und schafften es, innerhalb einer Minute das Ziel zu erreichen: Florian Kienle, unser neuer schneller Mann, brauchte 28:03min für die 7,7 km, Jan Schäfer nur 14 Sekunden länger, und nach 28:54min hatte auch Jens Müller sein Tagessoll erfüllt. Im Gesamtklassement belegten sie die Plätze 20, 21 und 30, zudem wurde Florian mit AK-Silber dekoriert (M 40).
In Griesheim kämpfte Michael Chalupsky lange um den Gesamtsieg mit. Am Ende reichte es für den Marathonspezialisten auf der 10 km-Waldstrecke zu Platz 3 in sehr guten 34:56min, nur 20 Sekunden hinter dem Sieger. In der M 30 war Michael unangefochten.
Einen tollen Erfolg gab es für Lukas Knieps, den ehemaligen Handballer, Jahrgang 1992. Erst seit Herbst im Training, drückte er seine 10km-Bestzeit beim Silvesterlauf in Bonn auf 36:53min, was auf der nicht einfachen Strecke Gesamtplatz 6 bedeutete. Ganz klar, da geht noch was!
Etwas schneller unterwegs, wenn auch langsamer als gewohnt, war Tobias Balthesen im heimischen Pfalzdorf (Niederrhein). Für seine Zurückhaltung gab es einen Grund: die Begleitung der deutschen Juniorenmeisterin Inga Hundeborn vom Solinger LC, die an Tobis Seite den Streckenrekord auf 35:08min verbesserte – Platz 4 und 5 für das erfolgreiche Gespann.
Und nur eine gute Woche nach dem Jahreswechsel stand schon wieder die Rheinzaberner Winterlaufserie auf dem Programm. Weil in diesem Jahr einige Langstreckler die Hallensaison bestreiten, war beim 15er nur ein Trio am Start, aber das schlug sich ausgezeichnet: Unser Noch-Tübinger Tim-Patrick Ellerhoff bestätigte seine ausgezeichnete Form bei schwierigen Bodenverhältnissen mit einem 11. Gesamtplatz (52:37min), auf den Rängen 57 und 66 liefen Jan Schäfer (58:42) und Jens Müller (59:52) ein. Gemeinsam konnten sie die Mannschaft auf einen aussichtsreichen 4. Platz hieven – zum Abschluss der Serie ist das Podium wieder in Reichweite!

Ja, auch im Dezember 2016 war der 10er, der erste Lauf der Rheinzaberner Winterlaufserie, für die TSG-Langstreckler wieder eine Reise wert. Und das, obwohl die Serie mittlerweile so stark besetzt ist, dass ein Podiumsplatz in der Teamwertung außer Reichweite scheint. Zur Verdeutlichung ein paar Zahlen: Mit einer Endzeit von 35 Minuten über 10 km schaffte man es dort nicht einmal unter die Top 50; ganze 240 Finisher, darunter 19 Frauen, blieben unter 40 Minuten. Etliche Leistungen, v.a. bei den Frauen und bei den Männerteams, fanden Eingang in die deutschen Bestenlisten.
Trotzdem lohnte sich die Teilnahme aus TSG-Sicht. Denn gerade die Stärke der Konkurrenz ist es ja, die bei der Jagd nach persönlichen Rekorden anstachelt. Für das absolute Highlight sorgte dabei Sophia Möllinger, unsere derzeit schnellste Frau. Unterstützt von Tobias Balthesen, pulverisierte sie ihre erst im September aufgestellte Bestzeit um mehr als zwei Minuten auf sagenhafte 38:54min. In der gesamten TSG-Historie waren nur drei Frauen schneller unterwegs als sie. Und Sophia ist erst 24…Okay, in Rheinzabern reichte diese Zeit gerade mal zu Platz 8 in der Hauptklasse.
Weitere persönliche Bestzeiten erzielten Philipp Weng (mit 33:46 endlich unter 34min – in 2017 läuft er für die TSG) sowie unsere Neuzugänge Martin Ankenbauer (34:00), Florian Kienle (36:40) und Angela Digennaro (51:32). Eine Punktlandung gelang Oliver Maier: Mit 34:58 unterbot er die Qualizeit für die Deutschen um genau zwei Sekunden und schaffte es als Dritter auf das Podium der M40. Abdoulie Manneh, unser Mann aus Gambia, beschenkte sich bei seiner TSG-Premiere mit einer 36:54; eine gute Minute dahinter zeigte Jan Schäfer, dass wieder mit ihm zu rechnen ist (37:58). Ebenfalls aufsteigende Form bewiesen Jochen Dischinger (40:42) und Andreas Engelhart (43:41). Stefan Knopf (47:21) und Wolfgang Wagner (54:33) nutzten die schnelle Strecke in der Pfalz zum Wiedereinstieg nach längerer Trainingspause.
Fehlen noch unsere beiden Erfolgreichsten, zumindest was ihre Altersklassenzugehörigkeit angeht. Leon Zeiger zimmerte sechs Wochen nach seinem sensationellen Auftritt von Hockenheim eine 36:35 auf den Asphalt und war damit in der U18 unangefochten. Mit Jahrgang 2001 kommt er ja eigentlich erst 2017 in diese Altersklasse. Der zweite Altersklassensieg gelang Routinier Marcus Imbsweiler, dem die „drohende“ Zugehörigkeit zur M50 (in Rheinzabern wird bereits für 2017 gewertet) Flügel zu verleihen scheint. In 33:43 war er an diesem Tag tatsächlich schnellster TSGler.

Bereits nach den ersten 3 siegreichen Wettkämpfen (Dielheim, Rohrbach und Schriesheim), war unserer U10, die sich den Teamnamen „die Eiszeitdrachen“ gaben, der Gesamtsieg nicht mehr zu nehmen. So konnte man ganz entspannt dem 4. und letzten, der in Wiesloch stattfand, entgegensehen und war dann sogar noch so nett, den Seckenheimer-Speeds, mit einem Punkt Differenz den Tagessieg zu überlassen.  
Für unsere U12, genannt „die Heuschrecken“, war nach den ersten 3 Wettkämpfen der Sieg noch nicht ganz sicher, obwohl auch sie, nach zweimal Platz 1 und einmal Platz 3, die Tabelle deutlich anführten. Daher ging es beim letzten Wettkampf nochmals richtig spannend zu, denn auch die Seckenheimer Löwen und Rohrbacher Nachwuchsleichtathleten waren nicht zu unterschätzen. Schließlich aber, nach Tagesbestleistungen in allen vier Disziplinen (30m Hindernis-Sprintstaffel, Stabweitsprung, Medizinballstoßen und Hallencross), standen wir als die Pokalgewinner eindeutig fest und unsere überglücklichen Heuschrecken durften gleich zweimal ganz nach oben auf das Podest hüpfen!
Auch unsere allerjüngsten Leichtathleten aus der U8 können auf ihre beiden letzten siegreichen Wettkämpfe sehr stolz sein. Da sie leider in Dielheim und Rohrbach kein eigenes Team mit Minimum 6 Teilnehmern bilden konnten, fehlte leider noch ein Wettkampf für das Gesamtergebnis.
Es sollte aber nicht nur der Erfolg an diesem, vom Deutschen Leichtathletikverband neu entwickelten und gut durchdachten „Kinderleichtathletik-Wettkampfsystem“, bestehend aus 10 Disziplinen (zur Wahl) in Vorbereitung auf den klassischen Mehrkampf, im Vordergrund stehen, sondern vor allem auch der Teamgeist und die Freude an unserer vielseitigen Sportart!
Teilgenommen haben (in Klammern Anzahl der Wettkämpfe):
U12:
Marie Bollen (3), Lilli Geletneky (2), Audrey Gresset-Bourgeois (2), Nika Hieber (1), Clara Skeide (2) (alle W10), Len Auer (2), Lasse Bloss (4), Jakob Buselmeier (1), Moritz Friederich (4), Christopher Hartmann (1), Malte Hillermeier (2), Mika Hufnagel (2), Lennart Krohn (3), Simon Staub (1) (alle M11), Benedikt Bürger (4), Moses Glauer (1), Matteo Hille (1), Risgar Ritter (2), Theo Sigmund (1), Max Stadler (1) (alle M10)
U10:
Charlotte Mnich (2), Lya Otto (2), Flavia Schmidt (2) (alle W9), Dorothea Kienle (4), Lena Lautscham (2) (beide W8), Caspar Glauer (4), Theo Faber (2) (beide M9), Josiah Bloss (4), Benjamin Geletneky (3), Bennet Krohn (4), Elias Reiser (1), Philipp Schröder (3), Stefan Wysocki (1) (alle M8)
U8:
Annalena Bayer (3), Emily Waidelich (1) (beide W7), Tosca Staub (2), Julene Krohn (1), Antonia Gresset-Bourgeois (1) (alle W6), Nikolaus Mahnkopp (2), Tom Stadler (1) (beide M7), Simon Schröder (3), Levi Nürnberger (2) (beide M6), Johannes Bayer (3) (M5)

Anfang Dezember fand für unsere Schüler ein Überraschungstraining statt. Ursula und Christian Maichle sowie Jürgen Diehm führten dabei verschiedene Ehrungen durch und verteilten die Sportabzeichen und Mehrkampfnadeln. Im Anschluss erhielt jeder noch ein „cooles Weihnachtsgeschenk“, das sogenannte Universaltuch!
Zusätzlich mit einem Pokal und einem T-Shirt durften unsere Schülerleichtathleten des Jahres 2016 nach Hause gehen:
Dorothea Kienle (W8):
Kreismeisterin im Dreikampf (mit Bestleistungen im 50m-Lauf von 8,41s und im Weitsprung von 3,58m)
Kreismeisterin im 800m-Lauf (Bestleistung 3:19,16min)
Kreismeisterin im Waldlauf
Lennart Krohn (M11):
Kreismeister im Hochsprung (Bestleistung 1,40m)
Kreismeister im Weitsprung (Bestleistung 4,66m)
Kreismeister im Waldlauf
Dreimal Badischer Ranglisten-Erster (Hoch, Weit, Vierkampf)
Timo Quarneti (M13):
Vize-Kreismeister über 75m (Bestleistung 9,84s)
Vize-Kreismeister im Ballwurf (Bestleistung 50,50m)
Vize-Kreismeister im Drei- und Vierkampf
Zweiter in der Badischer Bestenliste über 75m und mit dem Speer (38,92m)
Timo wurde für diese Leistungen nicht nur zur Badischen Talentsichtung nach Mannheim eingeladen, sondern durfte sich auch noch zu den Auserwählten für den F-Kader (Mehrkampf) aus ganz Baden-Württemberg zählen.

Zwei Wochen zuvor durften auch die „Großen“, also Jugendliche und junggebliebene Erwachsene, die Saison 2016 in feierlichem Rahmen im Marriott-Hotel abschließen. Nach dem Ansturm auf das wie immer reichhaltige Büffet nahm Peter Frese die Übergabe der Sportabzeichen vor. Hier konnte er Neueinsteiger ebenso begrüßen wie erfahrene Sportler, die das Sportabzeichen bereits 25 Mal und öfter abgelegt haben. Verbunden wurde die Übergabe mit einer Spende für die Jugendarbeit.
Bevor dann Chris Maichle in bekannt humorvoller Art die Leichtathleten des Jahres präsentierte, bekamen die Hiphop-Breakdancer des TSV Buchen, unser diesmaliger Showact, für ihre begeisternden Vorführungen verdienten langanhalteten Applaus.
Zur Leichtathletin des Jahres wurde Jeannette Jansen gekürt. Auf den Plätzen landeten Laura Geiger und Carole Geimer. Bei den Männern gewann wieder Marcus Imbsweiler, diesmal vor dem Jugendlichen Leon Zeiger sowie den beiden Senioren Helmut Diehm und Jürgen Hofstätter. Bei den Mannschaften gab es erstmals gleich drei Sieger. Denn alle drei erzielten im abgelaufenen Jahr neue Vereinsrekorde. Die 4x400m-Staffel der Frauen mit Jeannette Jansen, Alissa Fink, Sophia Kramer und Charlotte Neitzel ebenso wie die Halbmarathon-Mannschaften der Frauen (mit Laura Geiger, Beatrice Latz sowie Sophia Möllinger) und der Herren (Marcus Imbsweiler, Martin Rütze und Oliver Maier).

linkes Bild: unsere Schüler-Leichtathleten des Jahres 2016: Dorothea Kienle (oben), Lennart Krohn (Mitte) und Timo Quarneti (unten)

rechtes Bild: unsere Leichtathleten des Jahres auf einen Blick, v.l.n.r.: Jeannette Jansen, Alissa Fink, Sophia Kramer, Carole Geimer, Sophia Möllinger, Laura Geiger, Jürgen Hofstätter, Helmut Diehm, Leon Zeiger, Marcus Imbsweiler, Oliver Maier, Sportwart Christian Maichle und Martin Rütze

Im Wieslocher Dämmelwald dämmelten sich unsere Langstreckler und Schüler zu einer wahren Flut von Kreismeistermedaillen. Ladies first, und das aus sportlicher Sicht völlig zu Recht, denn Sophia Möllinger brachte so manchen Experten an der Laufstrecke zum Staunen. „Wer ist das Mädel in Blau?“, hieß es ein ums andere Mal, als sie sich zur Hälfte des Damenrennens an die Spitze setzte. Zum Gesamtsieg reichte es zwar nicht ganz, wohl aber zu Platz 1 in der Hauptklasse. Für die 3200m benötigte Sophia 12:27min – und dürfte ihren Bekanntheitsgrad im Kreis deutlich gesteigert haben.
Marcus Imbsweiler dagegen war schon im Vorfeld den meisten ein Begriff, weshalb sein Sieg in der M45 keine große Überraschung war (20:26min über 5570m). Eher schon der Triumph von Florian Kienle bei seinem ersten Einsatz für die TSG 78. Wie seine Tochter Dorothea (s.u.) ließ er in seiner AK, der M40, keinem Konkurrenten eine Chance (20:25min). Einen 4. Platz in der M55 belegte Schnaufi Kaehler, leichtfüßig wie eh und je (27:17), Andreas Engelhart wurde Siebter in der M45 (23:33). Als Team verpassten Florian, Marcus und Andreas den Titel nur knapp und mussten sich 13 Sekunden hinter dem TV Rheinau mit Silber begnügen.
Gleichsam zur Strafe traten Florian und Marcus noch im direkt anschließenden Kurzcross über 3200m an. Zusammen mit Coach Georg Kopf bildeten sie die Altenheim-Fraktion des Rennens. Fast alle 15 Konkurrenten hätten ihre Söhne sein können – umso bemerkenswerter, wie viele sie auf der Sprintstrecke hinter sich ließen. In 10:50 (Marcus), 11:58 (Florian) und 12:47min (Georg) belegten sie einträchtig die Plätze 3 bis 5 in der Männerkonkurrenz; im Gesamtfeld notierten sie auf 7, 14 und 16. Auch hier gab es eine Silbermedaille für die Teamleistung. Zu erwähnen ist noch Trainingspartner Philipp Weng, der ein letztes Mal für seinen Heimatverein Stockach antrat und außer Wertung einen hervorragenden 2. Gesamtplatz belegte (10:20min).
Weiter ging es mit der Langstrecke über 8000m, bei der sich ebenfalls eine TSG-Mannschaft gefunden hatte. Und hier klappte es endlich mit dem ersehnten Mannschaftsgold, nämlich in der Seniorenklasse M30/35. Oliver Maier, eigentlich in der M40 startberechtigt, lief mit all seiner Routine aus dem Mittelfeld auf Gesamtplatz 4 vor und war damit Schnellster der TSG-Riege (28:09min). Dahinter bewies Jan Schäfer in 31:30min aufsteigende Form. Ganz besonders aber freuen wir uns über den ersten Auftritt unseres Neuzugangs Hicham Zerrik, der das Ziel nach 32:28min erreichte. Und die Einzelplatzierungen? In der M30 Platz 1 und 2 für Olli und Hicham, in der M35 Sieg für Jan.
Nach den sehr erfolgreichen „Oldies“, mit insgesamt 6 x Gold, 3 x Silber und  einmal Bronze, starteten dann auch noch unsere 25 „Youngsters“ voll durch:
Kreismeister wurden Dorothea Kienle in der W8 und Lennart Krohn in der M11. Dante Aulehla lief die zweitschnellste Zeit in der M12 und holte sich den Vizemeistertitel. In der M8 führte Josiah Bloss mit Platz 3 unsere Jungs an, dicht verfolgt von Benjamin Geletneky, Bennet Krohn und Stefan Wysocki auf den Plätzen 4 bis 6. In der M9 verpasste Caspar Glauer mit Rang 4 knapp eine Medaille, holte sich diese aber dann mit Silber in der U10-Mannschaft zusammen mit Josiah und Benjamin. Hier belegte unsere zweite Mannschaft mit Bennet, Stefan sowie Felix Jurack (M8) den 4. Platz unter den 9 teilnehmenden Mannschaften.
Ein Platz weiter oben landete unsere weibliche U10 (Dorothea, Flavia Schmidt (W9) und Annalena Beyer (W7)), die sich über Bronze freuen durften. Weitere Mannschaftsmedaillen, und zwar jeweils in Silber, gingen an unsere männliche U14 mit Dante, Michael Barten (M13) und Johann Williams (M12) als auch an unsere männliche U12 (Lennart, Eric Langlouis und Jakob Buselmeier, alle M11).
Noch ein Wort zu Jakob, einem unserer allerbesten Ausdauerläufer. Dessen Lauf verlief nicht ganz so glücklich, denn er musste während des Laufs eine kleine Pause einlegen, um sich der, noch kurz zuvor verspeisten Banane, wieder zu  entleeren, erreichte dann trotzdem noch, nach einem anschließenden Überholsprint, als 7. von immerhin 15 seiner Altersklasse, das Ziel.
Bewunderung geht aber nicht nur an die hier namentlich Erwähnten, sondern an alle, die trotz Eiseskälte auch sehr gute Läufe gezeigt haben!  

Einige Bestleistungen für unsere Schüler gab es beim letzten Freiluftwettkampf des Jahres bei den offenen Vereinsmeisterschaften der MTG Mannheim. Auf der bekannt schnellen Bahn lief Timo Quarneti (M13) über 75m in 9,84s erstmals unter 10 Sekunden und erzielte außerdem mit Kugel (9,86m), Speer (38,92m) und Ballwurf (50,50m) neue persönliche Rekordmarken.
In der M12 egalisierte Matteo Schmidt seine PB über 75m in 10,96s, hinter ihm gab es für Matteo Gresset-Bourgeois (11,33s) und Johannes Bürger (11,65s) neue Bestzeiten. Und dies trotz kühlen und nassen Bedingungen, unter denen vor allem die Sprungdisziplinen litten. Die Stöße und Würfe sind davon weniger betroffen, hier überzeugte Johannes mit 7,51m mit der Kugel sowie mit 24,78m mit dem Speer und Matteo S. steigerte sich mit der Kugel auf 6,90m.
Herausragender Athlet in der M11 war unser Lennart Krohn. Beim Vierkampf holte er überragende 1.471 Punkte, u.a. mit 7,81s über 50m und 1,36m im Hochsprung. Aber auch über 800m war er nicht zu bezwingen (2:54,28min). Benedikt Bürger (M10) kam im Vierkampf auf ordentliche 979 Punkte, dabei blieb er in 8,99s über 50m erstmals unter 9 Sekunden.

Der Oktober begann für unsere Langdapper mit den Baden-Württembergischen Meisterschaften über die 10 km-Strecke in Heilbronn. Für die TSG 78 sprang dabei Doppelgold heraus: ein erwartetes durch Marcus Imbsweiler, der in 34:36min seine Altersklasse klar gewann, aber auch eines, mit dem man nicht unbedingt rechnen konnte. In der kombinierten Teamwertung M 35/40/45 nämlich belegten Jan Schäfer (39:55), Andreas Engelhart (42:46) und Marcus den 1. Platz, nur 13 Sekunden vor der Konkurrenz aus Rot. Schnellster aus unseren Reihen an diesem Tag war allerdings ein anderer, nämlich Philipp Weng (34:20), der für seinen Heimatverein TG Stockach antrat.
Mit imposanten Höhenmeterzahlen kann der Trailmarathon in Heidelberg aufwarten. Piotr Kucharczyk bewältigte in seinen ersten Marathon überhaupt die 1500 Höhenmeter in 3:52:55h und knackte nicht nur die 4-Stunden-Marke, sondern belegte auch Gesamtplatz 20 und wurde in der M 30 Vierter. Die gleiche Strecke, wenn auch ohne die Himmelsleiter und mit ein paar Abkürzungen, nahm Dominique Chatard unter die Füße: den sogenannten Halftrail, der mit 30 km Länge und an die 1000 HM aber mehr ist wie nur die Hälfte des Hauptlaufs. Seine Endzeit von 2:56:47 h bedeutete Platz 55 gesamt.
Und nun nach Köln. Hier belegte Tobias Balthesen bei einem seiner Lieblingsläufe, dem Kölner Halbmarathon, Platz 32 gesamt (4. in der M 35). 1:15:47h (netto) standen für ihn im Ziel zu Buche. Nach längerer Wettkampfabstinenz ließ sich hier auch Johannes Gerards wieder einmal blicken: Er hatte sein Tagwerk nach 1:43:58 getan
Zwei neue Topläufer verstärken nun die Reihen der Langdapper. Der eine, Leon Zeiger, macht schon seit einiger Zeit durch gute Leistungen über 3000 und 5000m von sich reden. Dass er sich bei den längeren Strecken noch zurückhält, hat seinen guten Grund: Leon ist Jahrgang 2001, also erst 15. Beim Kraichgaulauf in Sinsheim-Rohrbach nahm er nun doch einmal die 10,6 km in Angriff und landete gleich auf dem zweiten Gesamtplatz. In 41:02min ließ er nur einem Triathleten den Vortritt. Noch besser lief es für Leon beim Fitnesslauf in Östringen. Die 5 km-Distanz bewältigte er in 18:38min, so schnell wie an diesem Tag kein anderer. Da konnte selbst Olympiasieger Dieter Baumann, der zeitgleich auf der 10 km-Strecke zugange war (und zwar ein gutes Stück langsamer !), nur staunen.
Eine Verstärkung gibt es aber auch auf den längeren Distanzen zu vermelden. Manche werden sich gefragt haben, welcher TSGler da beim Baden-Marathon in Karlsruhe auf Gesamtplatz 5 einlief. Michael Chalupsky trainiert erst seit einigen Jahren regelmäßig, aber das höchst erfolgreich: In 2:42:01h lieferte er eines der besten TSG-Marathon-Resultate der letzten Jahre ab. Und beim erstmals ausgetragenen Franklin-Halbmarathon in Mannheim legte er gleich nach. Auch hier belegte er Gesamtplatz 5, und zwar in sehr guten 1:14:36h, vom Heidelberg-Sieger Kibrom Issac nur um 2 Sekunden geschlagen.
An Leon und Michael werden wir noch viel Freude haben!
Und der Knaller zum Schluss: Es gibt Langstreckler, und es gibt Längststreckler. Unsere Ultras Maic Seegel und Bernhard Pfeifer zeigten schon letztes Jahr mit ihren Siegen bei 24 h-Rennen eindrucksvoll, was das heißt. Aber jetzt setzte Bernhard noch eins drauf. Den legendären Spartathlon von Athen nach Sparta, der über insgesamt 246 km führt, finishte er in 29:16:04h. Das sind fast sechs Marathons hintereinander – für die Normalos unter den Langdappern unvorstellbare Zahlen. Fest steht, dass Bernhard diesmal betont defensiv anging, um auf der zweiten Streckenhälfte (so ab dem vierten Marathon etwa) einen Konkurrenten nach dem anderen einzusammeln. Im Ziel war er 30. gesamt und drittbester Deutscher.

Um 6 Uhr morgens startete der Bus vom Bunsengymnasium aus zum Badischen Mannschaftsfinale in Richtung Konstanz. Noch etwas verschlafen, was sich allerdings während der Fahrt schnell änderte, traten unsere beiden qualifizierten Mannschaften, die U12, mit Len Auer, Benedikt Bürger, Jakob Buselmeier, Moritz Friederich, Christopher Hartmann, Malte Hillermeier, Mika Hufnagel und Lennart Krohn sowie auch die U14, mit Dante Aulehla, Michael Barten, Johannes Bürger, Matteo Gresset-Bourgeois, Johannes Kuhr, Vincent Lamy, Maximilian Leitz, Felician Roth, Matteo Schmidt und Timo Quarneti die lange Fahrt an den Bodensee an. Nach 3,5 Stunden war das Ziel erreicht und der Wettkampf konnte beginnen. Obwohl sich bei einigen die lange, ferienbedingte Trainingspause bemerkbar machte, und sich dann auch noch Len Auer (M11), einer unserer schnellsten U12-Läufer, gleich bei der ersten Disziplin, dem Hochsprung, am Arm so stark verletzte, dass der Tag sportlich für ihn gelaufen war, konnten unsere Jungs gut mit der Badischen Spitze mithalten. Im Endklassement landete die U12 auf Platz 5 und die U14 auf Platz 4!
Besonders hervorzuheben sind die Einzelleistungen von: Lennart Krohn (M11), der mit 1,40m im Hochsprung auch diesmal wieder in seiner Altersstufe unschlagbar war. Auch im Weitsprung führte er mit 4,32m die Tabelle an. Jakob Buselmeier (M11) lief die 800m in beachtlichen 2:43,95min. Das war die zweitbeste Zeit in der U12. In der U14 konnte sich Timo Quarneti (M13) im 75m-Lauf auf 10,04s (Tagesbestzeit!) und im Weitsprung auf 5,08m (Platz 2) steigern. Johannes Bürger (M12) konnte diesmal nicht nur fast, sondern ganz (!) die 1,40m hoch, überspringen. Besondere Spannung mit euphorischem Anfeuern von der ganzen Mannschaft war auch wieder beim 800m-Lauf angesagt. Dante Aulehla (M12) erreichte mit starken 2:41,30min und neuer persönlicher Bestleistung unter den ersten Läufern das Ziel, dahinter war Vincent Lamy (M13) mit 2:41,36min nur 6/100 langsamer. Matteo Gresset-B. (M12) überraschte mit einem sehr schönen Weitsprung von 4,41m, und unsere besten Ballwerfer Johannes Kuhr (M12) und Michael Barten (M13) warfen die 200g Bälle mit 43m und 42m ganz schön weit. Matteo Schmidt (M12) lief mit 11,00s eine sehr gute Zeit über 75m und auch sein Weitsprung von 4,34m konnte sich sehen lassen. Maximilian Leitz, der dann kurz danach unglücklich beim Hürdenlauf stürzte, lief über 75m mit 11,19s persönliche Bestzeit und vor allem noch einen sehr schnellen und guten Staffellauf trotz starker Schmerzen!
Zu guter Letzt standen dann alle glücklich bei der Siegerehrung und freuten sich auf das versprochene Abendessen, das dann aber leider wegen der staubedingten, fast fünfstündigen, aber sehr stimmungsvollen Rückfahrt, ins Wasser fallen musste. Zwei Wochen später gab es dann, als Ersatz, Pizzaessen in unserer TSG-Gaststätte. Ein ganz besonderes Dankeschön auch an all die Eltern die mitgefahren und auch mitgeholfen haben! Die kompletten Ergebnisse kann man hier nachlesen.

Unsere männliche U12 wurde 5. bei den Badischen Mannschaftsmeisterschaften.
oben (v.l.n.r.): Malte Hillermeier, Benedikt Bürger, Jakob Buselmeier, Moritz Friederich, Len Auer,
unten (v.l.n.r.): Mika Hufnagel, Lennart Krohn und Christopher Hartmann

Unsere männliche U14 wurde 4. bei den Badischen Mannschaftsmeisterschaften.
oben (v.l.n.r.): Trainerin Christa Holstein, Johannes Kuhr, Johannes Bürger, Matteo Gresset-Bourgeois,                    Timo Quarneti, Vincent Lamy und Mannschaftsbetreuer Jürgen Diehm
unten (v.l.n.r.): Maximilian Leitz, Matteo Schmidt, Felician Roth und Dante Aulehla; es fehlt: Michael Barten

Wie immer am zweiten Wochenende im Oktober – an dem vor Jahren noch unser Werfermehrkampf der TSG 78 auf dem Programm stand – waren wir bei den Fleiner Mehrkampftagen am Start. Chris Maichle durfte drei Junioren (U23) coachen, die alle TSG78-Mitglieder sind, aber derzeit aus studientechnischen Gründen für drei verschiedene Vereine starten: das sind zum einen „Saarland-Sidney“ (LG Bliestal, der Saarländische Zehnkampfmeister Sidney-Spike Tregellis) und zum anderen „Mehrkampf-Matthias“ (PTSV Jahn Freiburg, der Weltenbummler Matthias Trumpp) sowie „Speedy-Scheid“ (TSG 78 HD, der sprintende Pendler Alexander Scheid).
Diese drei Athleten sowie Fotografin Florence begaben sich also am frühen und kalten Samstag-Morgen mit ihrem Coach und bestens gefülltem Auto (Schirme, Decken, Schlafsäcke, Stühle sowie viel feste – bis hin zum Thunfisch – und flüssige Nahrung …) auf den Weg um 30 Disziplinen zu absolvieren. Für die Nichtkenner der Szene hier nochmals die Reihenfolge der Disziplinen im Zehnkampf:
1. Tag = 100m-Weit-Kugel-Hoch-400m; 2. Tag = 110mHürden-Diskus-Stab-Speer-1500m.
Alex führte nach dem ersten Tag mit 11,48-6,15-9,23-1,56-52,06 = 2972 Punkte vor Sidney mit 11,80-5,50(leider verwechselte Sidney sein Sprungbein)-9,96-1,72-55,41 = 2797 Punkte und Matthias mit 12,18-5,24-9,88-1,60-55,87 = 2551 Punkte. Am zweiten Tag wechselte die Führung nach (eigentlich bereits während) dem Hürdenlauf, denn Alex „musste“ nach 4 Jahren (damals in Östringen) endlich mal wieder eine Hürde zerstören und den Rhythmus wechseln und vergaß nach der 10. Hürde leider die Füße zu heben. Hierbei merkte er aber, dass es auf dem Bauch nur langsam voran geht und änderte die „Gangart“ wieder in den Sprint. Am Ende zweier sehr stimmungsvoller und harmonischer Wettkampftage waren dann die folgenden Leistungen hinzugekommen: Sidney mit 17,09-32,63-3,60-40,94-5:03,98 = 5430 Punkte und Sieg vor Alex mit 20,48-27,06-2,70-40,61-4:58,49 = 4996 Punkte und Platz 2 vor Matthias mit 18,70-25,21-2,90-42,04-5:24,84 = 4611 Punkte und Platz 3 ... also ein klassischer Sweep für unser "Mixed-Team", die in eine verdiente Trainingspause entlassen wurden.

 

die erfolgreichen „Könige der Athleten“, v.l.n.r.:
Sidney-Spike Tregellis, Alexander Scheid und Matthias Trumpp

Unser ehemaliger langjähriger Abteilungsleiter, Gerhard Ritzhaupt, ist im Alter von 82 Jahren überraschend verstorben. In seiner über 40 Jahre langen ehrenamtlichen Tätigkeit für die Abteilung, davon fast 30 Jahre als Abteilungsleiter, hat er diese maßgeblich geprägt. So hat er beispielsweise Veranstaltungen ins Leben gerufen und jahrelang organisiert, die bundesweit und im angrenzenden Ausland sehr begehrt und beliebt sind und waren. Zu nennen sind hier das Seniorensportfest, den Borg-Warner-Cup, den Werfermehrkampf und den Halbmarathon. Während es die erstgenannten Veranstaltungen aus unterschiedlichen Gründen nicht mehr gibt, wurde der Halbmarathon von seinen Nachfolgern in der Abteilungsleitung erfolgreich weiterentwickelt und erfreut sich nach wie vor einer sehr großen Beliebtheit. Auch als Aktiver hatte er viele sportliche Erfolge vorzuweisen, so feierte er über die Stadionrunde (mit einer Bestzeit über 400m von 49,6s) einzeln und mit Staffeln einige badische Meistertitel und hält heute noch einige Vereinsrekorde. Für sein ehrenamtliches Engagement (auch im Kreis- und Landesverband) wurde ihm mit vielen Auszeichnungen auf Vereins- und Verbandsebene gedankt.

Nachdem in den Urlaubsmonaten nicht allzu viel los war bei den Langdappern, ging es am zweiten Septemberwochenende rund: Bestzeit, Gesamtsiegpremiere, DM-Teilnahme. Aber der Reihe nach!
Noch im Juli fand die unheimliche Serie von Oliver Maier ihre Fortsetzung: Beim Kerwelauf in Wilhelmsfeld und beim Bahnstadtlauf in Heidelberg heimste er seine Gesamtsiege Nr. 3 und 4 ein – hintereinander wohlgemerkt! Die 10 km von Wilhelmsfeld bestritt er in 37:12 min, die 5 Bahnstadt-Kilometer in 18:14 min. Und wer lief in Wilhelmsfeld als Gesamtzweiter ein? Unser Talent Leon Zeiger, der exakt 39 Minuten benötigte. Auch der 10 km-Wettbewerb in der Bahnstadt ging an die TSG: Philipp Weng (35:38 min) siegte souverän vor Marcus Imbsweiler (37:16); Jens Müller (39:18) belegte Platz 5.
Wenn im August ein Wettkampf bestritten wurde, dann fast immer über die Halbmarathonstrecke. Den Anfang machte Jens Müller in Hambrücken, und das höchst erfolgreich: In 1:29:51 h gewann er die M 40. Tobias Balthesen und Marcus Imbsweiler dagegen hatten sich für ihren Lauf den heißesten Tag des Jahres herausgesucht. Im saarländischen Limbach zeigten sie sich von den Temperaturen nicht unbeeindruckt (um es vorsichtig zu formulieren). Immerhin sprangen die Gesamtplätze 2 (Marcus, 1:23:06 h) und 8 (Tobias, 1:34:49) dabei heraus.
Aber jetzt: der September. In Hamburg stand die Deutsche Meisterschaft über 10 km Straße an, und Wolfgang Wagner war einziger TSG-Vertreter. Seine Prognose im Vorfeld – ein Top-Ten-Platz in der Altersklasse – muss man in der Rückschau als Tiefstapelei bezeichnen. In 51:46 min. erzielte er nicht nur eine hervorragende Zeit, sondern belegte auch Platz 6 in der M 70. Glückwunsch!
Zeitgleich nahm Sophia Möllinger die 10 km beim Golfparklauf in St. Leon-Rot in Angriff. Bestzeit sollte es werden, und die wurde es auch, trotz hoher Temperaturen. Unter dem Geleitschutz von Marcus und Tobias erreichte sie das Ziel als viertschnellste Frau; 41:16 min. lautet Sophias neue persönliche Bestmarke.
Gleiches Wochenende, ganz im Süden. Der Jungfrau-Marathon führt über die traditionellen 42,2 km, und zwar von Interlaken aus zunächst noch recht flach, bevor es ab Kilometer 25 zur Sache geht. In Wengen bei km 30 hat man bereits 700 Höhenmetern in den Beinen, und dann kommt noch der finale Aufstieg zur Kleinen Scheidegg mit weiteren 900 HM auf 10 km. Michael Harsch lief trotz (oder gerade wegen) verletzungseingeschränkter Vorbereitung befreit auf und beendete seinen „Genusslauf“ nach respektablen 4:28:32 h als 49. der M 45.
Fehlt noch Max Leible, unser Mann in Köln. Auch er stellte sich der Konkurrenz über 10 km, und zwar beim Rheinuferlauf in Wesseling. Dass er aufgrund der Temperaturen knapp über der eigenen Bestzeit blieb, dürfte nebensächlich sein, denn hier gelang ihm sein erster Gesamtsieg (36:09 min). Zwischen km 7 und 8 konnte sich Max von den restlichen Konkurrenten absetzen, ab dann war es ein Schaulaufen.

Schulabschlussfeiern, Musikvorspiel, Geburtstagsfeste und auch noch ein Wettkampf kurz vor Ferienbeginn: Da fällt die Wahl nicht leicht!
Obwohl die Teilnahme etwas geringer ausfiel, als man von unseren Schülerleichtathleten gewohnt ist; einige auch etwas früher den Sportplatz verließen, da bereits die nächste Veranstaltung angesagt war, gingen immerhin nicht weniger als 17 Medaillen bei den Schülerkreismeisterschaften in Walldorf an Schülerinnen und Schüler unserer TSG 78.
Je zweimal Gold ging an Lennart Krohn (M11) für tolle Sprünge von 1,40m hoch und 4,36m weit (außerdem noch Silber über 50m in 7,80s, zeitgleich mit dem Erstplatzierten) und an Dorothea Kienle (W8), die nicht nur im Dreikampf (mit Bestleistungen im 50m-Lauf von 8,41s und im Weitsprung von 3,58m), sondern auch über die 800m nicht zu bezwingen war (3:19,16min). Sieger im Kugelstoß der M12 wurde Matteo Schmidt mit 6,82m, hinzu kam für ihn ein dritter Platz über 75m in 11,13s (im Vorlauf lief er sogar in 10,96s erstmals unter 11 Sekunden). Doppelter Vizemeister mit Bestleistungen über 75m in 10,21sec und im Ballwurf mit 48,00m wurde Timo Quarneti (M13), der sich auch noch über eine Bronzemedaille beim Weitsprung mit 4,84m freuen konnte. Weitere Vizemeistertitel gingen an Dante Aulehla (M12), der die 800m in beachtlichen 2:43,19min lief, und an Bennet Krohn (M8) im Dreikampf der M8. Er lief dabei die schnellsten 50m (8,65s) bei den M8ern, in der W8 warf Lena Lautscham den Ball am weitesten (18,50m, im Dreikampf landete sie auf Rang 7). Zwei weitere Silbermedaillen gab es noch für die mU10. In der Dreikampf-Mannschaftswertung mussten sich Bennet Krohn, Elias Reiser und Caspar Glauer (alle M8) nur der LG Kurpfalz geschlagen geben; in der 4x50m-Staffel rangierte lediglich der SV Seckenheim vor unseren Jungs, zu denen hier neben Elias und Casper auch noch Benjamin Geletneky (M8) und Tom Stadler (M7) gehörten (37,87s). Der dritte Platz von immerhin 14 Dreikampf-Mannschaften ging an unsere U10 Mädels, Dorothea Kienle (W8), Lya Otto und Flavia Schmidt (beide W9). Weitere Bronzemedaillen holten sich noch Michael Barten (M13) für einen starken Ballwurf von 46,00m und die 4x75m-Staffel der mU14 mit Timo Quarneti, Michael Barten, Matteo Schmidt und Dante Aulehla (43,35s). Aber auch all die anderen Wettkampteilnehmer, die diesmal keine Medaille oder auch Urkunde nach Hause tragen durften, können auf sich stolz sein, bei diesem sehr anspruchsvollen Wettkampf ihr Bestes gegeben zu haben!
Alle Ergebnisse gibt es unter: http://www.leichtathletik-rnk.de/fileadmin/user_uploads/Ergebnisse/2016/2016_RNK_Schuelereinzel.htm

RNK-Vizemeister Timo Quarneti (M13, rechts) bei der Siegerehrung über 75m

... holten sich unsere 4 Schüler-Mannschaften bei den diesjährigen RNK-Pokalwettkämpfen in Oftersheim

Platz 1:
– MU12, Gr. 1 (50m, 800m, Weit, Hoch, Schlagball, 4x50m) mit Len Auer, Benedikt Bürger, Jakob Buselmeier, Moritz Friederich, Malte Hillermeier, Mika Hufnagel und Lennart Krohn
Platz 3:
– MU14, Gr. 2 (75m, 800m, 60m Hürden, Weit, Hoch, Wurfball, 4x75m) mit Dante Aulehla, Michael Barten, Johannes Bürger, Matteo Gresset-Bourgeois, Johannes Kuhr, Vincent Lamy, Maximilian Leitz, Timo Quarneti, Matteo Schmidt und Johann Williams
– WU14, Gr. 2 (75m, 800m, 60m Hürden, Weit, Hoch, Wurfball, 4x75m) mit Charlotte Bauer, Lia Dörner, Annika Harsch, Anne Helli, Fiona Jurack, Frowine Korth und Coco Toth
– WU12, Gr. 2 (50m, Weit, Schlagball, 4x50m) mit Marie Bollen, Audrey Gresset-Bourgeois, Nika Hieber, Hannah Joepgen und Rana Kocer

Mit beachtlichen Punktzahlen haben sich unsere beiden Jungs-Mannschaften für das Badische DSMM-Finale Ende September in Konstanz qualifiziert.
Aber auch unsere Mädels haben sehr gute Leistungen gezeigt und dürfen auf ihre Bronzemedaillen stolz sein.
In allen vier Mannschaften gab es viele persönliche Bestleistungen, von denen wir hier nur einige erwähnen können (alle Ergebnisse gibt es unter http://www.leichtathletik-rnk.de/fileadmin/user_uploads/Ergebnisse/2016/2016_RNK_Kreispokal_Teamwertung.pdf).
Überragend waren vor allem die Ergebnisse von Lennart Krohn (M11), der im Alleingang die 1,40m überquerte und stolze 4,66m weit sprang, beides Tagesbestleistungen in der mU12, sowie von Timo Quarneti (M13), der sich im 75m-Lauf auf 10,26s verbesserte (=Tagesbestzeit in der mU14) und tolle 4,92m weit sprang. In der wU14 übersprang Charlotte Bauer (W12) starke 1,32m. Sehr schnelle Zeiten gab es über die 800m: Vincent Lamy (M13) in 2:41,01min, Dante Aulehla und Johann Williams (beide M12) in 2:42,68 bzw. 2:43,84 sowie Coco Toth (W12) mit 2:45,88.
Es muss noch erwähnt werden, dass alle zum Erfolg unserer Mannschaften beigetragen haben, nicht zuletzt auch durch ihr gegenseitiges Anfeuern; dies gilt auch für die Betreuer und die zahlreichen Eltern!

Das was viele deutsche Leichtathleten in Rio nicht zustande brachten, haben unsere beiden Senioren Jürgen „Robbo“ Hofstätter (M55) und Helmut Diehm (M75) bei den Deutschen Seniorenmeisterschaften im thüringischen Leinefelde geschafft. Und zwar Saisonbestleistungen beim Saisonhöhepunkt zu erzielen.
„Robbo“, der sich in Edenkoben (400m, 59,02s) und in Limburgerhof (100m, 13,57s / 200m, 27,08s) in Form brachte, lief erstmals in diesem Jahr die Stadionrunde mit 58,46s unter 59 Sekunden und belegte, wie schon im Februar in der Halle, den undankbaren 4. Platz; nur 4/10 Sekunden vom Bronzerang entfernt. Über 200m wurde er in 27,48s (bei starkem Gegenwind) als Neunter gelistet.
Unsere Stabhoch-Ikone Helmut sprang mit 2,25m ebenfalls so hoch wie in 2016 bisher noch nicht; damit landete er auf Rang 5. Ihm fehlten nur 10cm zu einer Medaille.

Brüder-Grimm-Lauf: Team und Tobias auf Eins

Alle Jahre wieder laden Frau Holle, Dornröschen und Rotkäppchen ein halbes Tausend Laufverrückte ins Main-Kinzigtal, die Heimat der Brüder Grimm. Von Hanau nach Steinau führt die Strecke, 81,3 km insgesamt, und dafür hat man 5 Etappen, aber nur 3 Tage lang Zeit. Eine ebenso strapaziöse wie märchenhaft schöne Veranstaltung, die seit 2014 fest im Laufkalender der TSG-Langdapper vermerkt ist.
Das größte Kompliment gab es vom Streckensprecher Jochen Heringhaus am Ende der 1. Etappe: Den Heidelbergern, meinte er, sei der Mannschaftstitel auch in diesem Jahr nicht zu nehmen – da hatten gerade einmal zwanzig Läufer das Ziel erreicht. Tatsächlich war die TSG als Titelverteidiger angereist und erwies diesem Ruf alle Ehre. Wie schon 2014 und 2015 stand das Team am Ende ganz oben auf dem Treppchen, mit sage und schreibe 27 Minuten Vorsprung. So allmählich kommen wir uns wie der böse Wolf vor, der die anderen Teams ratzeputz vernascht …
Damit nicht genug, stellte die TSG 2016 auch den Einzelsieger: Tobias Balthesen rockt den Brüder-Grimm-Lauf! Vier von fünf Etappen sahen ihn ganz vorne, nur auf dem bergigen Frau-Holle-Abschnitt am Sonntagmorgen ließ er dem Vorjahressieger ein paar Sekunden Vortritt. Sein Rezept: gleich am ersten Tag Vorsprung herauslaufen und dann mit den Konkurrenten mitgehen. Nach 5:02:56 h hatte er den Gesamtsieg in der Tasche.
Sieben Minuten dahinter belegte Marcus Imbsweiler Platz 5 und wurde Zweiter in der M 40. Martin Rütze schaffte trotz Hochkönig-Vorbelastung den Sprung unter die Top Ten und belegte in der M 30 Platz 6 (5:20:27); „Tier“, „Österreicher“ bzw. „Bergfex“ lauten seine neuen Spitznamen. Den vielleicht unerwartetsten Podiumsplatz schaffte Jens Müller, der sich von Etappe zu Etappe steigerte, als Sechster der M 40 (5:42:11). Beim BGL werden nämlich die schnellsten sechs geehrt, bei gleichzeitiger Wertung in Zehnerschritten. Schade, dass zwei andere TSGler, die ebenfalls prima im Rennen lagen, nach Etappe 3 die Segel strichen. Nicht jedes Märchen geht gut aus …

Oliver und Leon in Sandhausen erfolgreich

Und gleich die nächsten Topleistungen: Oliver Maier gewinnt den Sandhäuser Dünenlauf! In 35:23 min ließ unser M 40er nicht nur die gesamte Konkurrenz hinter sich, sondern konnte auch ideale Werbung für seine neue Laufschule machen. Fast hätte es ihm Nachwuchstalent Leon Zeiger im Rennen über 5 km, dem Brunnenlauf, nachgemacht, doch fehlten ihm nach 17:59 gerade mal neun Sekunden zum Sieg.
Ebenfalls über 10 km am Start: Peter Noll und Andreas Engelhart, die in 40:51 und 41:22 die Plätze 2 und 5 in der M 45 belegten. Einen weiteren Podiumsplatz gab es durch Wolfgang Wagner in der M 70 (2., 53:20).
Nicht nur in Sandhausen, auch in Mosbach wurden die klassischen 10 km absolviert, und zwar als Kombination aus Stadtlauf und deutschen Hochschulmeisterschaften, weshalb einige TSG-Akteure für die Uni Heidelberg am Start waren. Ein Ausrufezeichen gelang Philipp Weng mit Rang 7 gesamt und einer Nettozeit von exakt 34 Minuten – nächstes Mal ist eine 33er Zeit fällig. 33 Sekunden dahinter konnte sich Tobias Balthesen, noch etwas müde vom Brüder-Grimm-Lauf, platzieren. Sehr erfolgreich waren wieder einmal unsere Damen: Sophia Möllinger in hervorragenden 41:24 min netto – damit stürmte sie auf Gesamtplatz 5 bei den Frauen. Und nur zwei Plätze dahinter: Beatrice Latz, die 43:17 benötigte.

Wolfgang mischt die M 70 auf

Bei den aktuellen Teamerfolgen geht bisweilen unter, dass wir auch im älteren Seniorenbereich tolle Leistungen zu bieten haben. So startet Wolfgang Wagner, Jahrgang 1945, nach längerer Verletzungsunterbrechung momentan wieder voll durch. Schon beim Halbmarathon in Mannheim verpasste er eine Zeit unter zwei Stunden nur knapp und wurde Dritter in der M 70 (2:00:22 h). Nächste Stationen waren die Zehner in Lampertheim (54:05 min) und Sandhausen (siehe voriger Bericht) mit weiteren Treppchenplätzen in seiner AK, bevor es nach Hamburg ging. Dort, beim Halbmarathon mit über 10.000 Teilnehmern, finishte Wolfgang in 1:55:58 h als Zweiter der M 70. Und das soll noch nicht das Ende der Fahnenstange sein, wie er meint: „Die Platzierungen sind wieder in Ordnung, die Zeiten noch steigerungsfähig.“


Gute Nachrichten auch aus Eberbach, wo Philipp Weng, Erik Drollinger und Beatrice Latz beim Frühlingslauf über 10 km in die Top Ten vordrangen. Erik (38:01 min) wurde als Gesamtsechster Zweiter der M 40 (Zehnerwertung), Bea war vierte Frau gesamt und verbesserte ihre Bestzeit auf nun 42:55 min. Ganz vorne aber zog Philipp unbehelligt seine Kreise – Gesamtsieg in 34:49 min! Wie die Eberbacher allerdings auf die Teambezeichnung TSG 78 Handschuhsheim kommen, bleibt ihr Geheimnis …

Bei den Badischen Meisterschaften im Vierkampf in Helmsheim erzielte Timo Quarneti (M13) mit 1741 Punkten persönliche Bestleistung. Der Wettkampf begann bei sehr guten äußeren Bedingungen gleich mit Bestleistung über 75m in 10,32s. Der anschließende Ballwurf war mit 44,00m aus seiner Sicht nicht zufriedenstellend, hat er in diesem Jahr doch schon zwei Meter weiter geworfen. Es ging weiter mit dem Hochsprung, wo Timo leider die angestrebten 1,40m knapp riss, so dass 1,36m in die Wertung eingingen. Im abschließenden Weitsprung sprang er mit 4,85m wiederum Bestleistung; für das Gesamtklassement bedeutete dies letztendlich, mit nur 44 Punkten Rückstand auf den Bronzerang, einen guten 7. Platz.
Eine Woche später verbesserte sich auch Leon Zeiger (M15). Über 3000m blieb er bei den Süddeutschen Meisterschaften im saarländischen St. Wendel in 9:56,75min erstmals unter 10 Minuten und belegte den starken 8. Platz. Die Quali-Norm für die Deutschen Titelkämpfe (9:50) verfehlte er damit nur knapp, schade.