Der TSV Rot besitzt nicht nur viele schnelle Staffelläufer, mit denen man sich gerne misst (siehe Bericht oben), sondern er richtet auch zwei gut besuchte Volksläufe pro Jahr aus. Beim Frühlingslauf entschieden sich Florian Kienle und Jens Müller für die HM-Strecke, einen neu konzipierten, flachen, zu Beginn allerdings recht winkligen Kurs. Als sich endlich die Zehner-Spreu vom HM-Weizen getrennt hatte, stellten die beiden fest, dass sie gar nicht so schlecht lagen, nämlich in direkter Verfolgung des einsam Führenden. Noch besser wurde ihre Situation, als dieser Führende plötzlich aufgeben musste. Und geradezu optimal wäre es gewesen, wenn die beiden nicht noch einen hartnäckigen Begleiter gehabt hätten, der zwar Florian ziehen lassen musste, aber Jens um ein paar Sekunden hinter sich ließ. So standen am Ende „nur“ der Gesamtsieg durch Flo sowie Gesamtplatz 3 durch Jens zu Buche. Die Zeiten: 1:22:21 h bzw. 1:23:36 h, dazu die totale Dominanz in der M 40.

Über 10 km an gleicher Stelle feierten Andreas Engelhart und Stefan Knopf ihre Rückkehr in den Wettkampfzirkus. Auch der Zehner verläuft in Rot seit diesem Jahr auf neuer Strecke. In 45:03 min. verfehlte Andreas die Top Ten in der M 45 nur knapp, Stefan belegte Rang 21 in der stark besetzten M 50 (48:25 min.).

Bautzen, die Partnerstadt Heidelbergs, war in diesem Jahr Austragungsort für die Deutschen Meisterschaften über 10.000m. Zwei Vertreter schickte die TSG in die Oberlausitz: Tobias Balthesen, der sich mit 33:08 min. in der M 40 qualifiziert hatte, und Marcus Imbsweiler, der sogar die beste Qualizeit in der M 50 vorzuweisen hatte (33:48). Für beide stellte sich im Vorfeld die Frage, ab wann ein Start bei den Deutschen angesichts gesundheitlicher Probleme noch sinnvoll ist. Marcus hatte seit einer Woche mit vereiterten Nebenhöhlen zu kämpfen, Tobi litt noch unter seiner Magen-Darm-Erkrankung, die ausgerechnet beim Halbmarathon in Heidelberg ausgebrochen war.

Nun, beide versuchten es, und während Marcus sich nach hart erkämpften 34:57 min. wenigstens die Silbermedaille sichern konnte, musste sich Tobi weit unter Wert geschlagen geben. Eine 37er-Endzeit spiegelt natürlich nicht annähernd sein Leistungsvermögen wider. Egal, so läuft es manchmal, und Platz 2 und 4 bei den Deutschen sind ja auch nicht ganz blamabel. Entschädigt wurden beide durch spannende Männer- und Frauenrennen mit Siegen für Sabrina Mockenhaupt und Simon Boch.

Eppelheim, ein Sonntag im Mai, 8:15 Uhr: Es regnete und war ziemlich kalt. Noch etwas verschlafen bereiteten sich Frowine Korth (W13), Johannes Bürger und Youssef Galal El-Din (beide M13) auf die Disziplinen: 75m, 60m Hürden, Speerwurf, Weit- und Hochsprung = Block Sprint/Sprung vor. Gegen 9:00 Uhr standen die Drei dann am Start. Johannes und Youssef mit dem Speer in der Hand und Frowine, immer noch etwas frierend, auf ihren Einsatz zum Hürdenlauf wartend. Als der Speer von Johannes auf 29,24m und der von Youssef sogar auf 29,96m flog war schon mal ein sehr guter Anfang für die Beiden gesichert. Gelassen begannen sie dann mit dem Hochsprung. Youssef steigerte sich von 1,24m im letzten Jahr auf 1,40m und Johannes überquerte sogar erstmals die 1,48m. Und, obwohl die anderen Disziplinen noch etwas ausbaufähig sind, reichte das Gesamtergebnis für beide (Youssef 2.089 Punkte, Platz 7 und Johannes 1.999 Punkte, Platz 8) zur Quali für die Badischen Blockmeisterschaften aus. Frowine dagegen konnte sich mit dem naßkalten Wetter gar nicht recht anfreunden und hatte zudem noch Pech beim Hochsprung. Nachdem sie die 1,20m, ohne einzigen vorherigen Fehlversuch, noch locker überquert hatte, rutschte sie beim Absprung für die 1,24m unglücklich aus, und dann wollte es einfach nicht mehr so recht klappen (Gesamtergebnis 1.782 Punkte, Platz 13). Währenddessen hatte sich auch Louis Ochel (M15) mitten ins Geschehen gestürzt, um sich ebenfalls den Disziplinen des Blocks Sprint/Sprung zu stellen. Er lief u.a. eine sehr gute Zeit von 12,73s  über 100m sowie auch einen sehenswerten 80m-Hürdenlauf (14,46s) und konnte sich damit den 4. Platz sichern (2.237 Punkte). Dann hörte es langsam auf zu regnen und Sebastian Artelt (M14) kam mit dem Fahrrad aus Wieblingen angefahren. Er hatte sich für den Block Lauf (75m, 2000m, 80m Hürden, Weitsprung und Ballwurf) entschieden. Seine Stärke liegt in den Langstreckenläufen, was er auch diesmal wieder deutlich unter Beweis stellen konnte und lief die 2000m in beachtlichen 7:10,35 min!

 

Hatten die Langdapper ihre läuferische Stärke im Februar bereits bei einem (erfolgreichen) Rennen gegen die Heidel­berger Bergbahn unter Beweis gestellt, so konnten die Langstreckengruppe der TSG auch in diesem Jahr ihren Heimvorteil beim Hei­delberger Halbmarathon ausspielen und gute Platzierungen erreichen.

Bei perfekten Bedingungen lief allen voran Sophia Möllinger auf einen starken vierten Platz in der weiblichen Gesamtwertung. Mit ihrem Tempomacher Jan Schäfer konnte Sophia ihre Vorjahreszeit um acht Minuten (!) verbessern und lief nach 1:31:52 Std ins Ziel – dies bedeutete den Sieg in der weiblichen Hauptklasse. Hinter ihr erreichte unser schneller Neuzugang Verena Bröstl in ihrem zweiten Rennen für die TSG einen guten fünften Platz in der weiblichen Hauptklasse (1:38:45 Std / 14. Platz ges.).

Bei den Männern bildete sich zu Beginn des Rennens eine kleine Gruppe von TSG-Läufern, die die Ver­folgung der Athleten rund um den Wein­heimer Jochen Uhrig aufnahm. Im Rennverlauf konnten sich unser Ur­ge­stein des Halbmarathons, Marcus Imbsweiler, und die beiden Nachwuchsläufer Tim Eller­hoff und Philipp Weng weiter nach vorne arbeiten. Marcus konnte seinen Altersklassensieg wiederho­len. (1:18:38 Std / 13. Platz ges.), Tim lief nach 1:18:00 Std (10. Platz ges.), Philipp nach 1:17:50 Std (9. Platz ges.) ins Ziel. Dies bedeutete den zweiten Platz in der Mannschafts­wertung.

Doch auch unser zweites Männerteam war nicht weniger erfolgreich. Angeführt von Oliver Maier (1:21:39 Std / 4. Platz M40) konnte dieses gemeinsam mit Florian Kienle (1:24:19 Std / 6. Platz M40) und Martin Rütze (1:24:53 Std / 7 Platz M40) den fünften Platz in der Mannschaftswertung erlaufen.

Das gute Ergebnis rundete Martin Ankenbauer ab, der mit 1:20:42 Std unter die Top 20 lief (7. Platz M). Michael Harsch, der wenige Wochen zuvor den Streckenrekord bei unserem Rennen gegen die Heidel­berger Bergbahn aufgestellt hatte, lief nach 1:26:01 Std ins Ziel – dies wurde mit dem zweiten Platz in der M45 belohnt. Mit ihm lief Tobias Balthesen ein – der Vorjahresdritte hatte in diesem Jahr leider mit Beschwerden zu kämpfen.

Eine gelungene Rückkehr feierte nach langer Verletzungspause Christian Bullerkotte (1:32:06 Std / 31. Platz M30). Auch unser Bergbahnläufer Piotr Kucharczyk erreichte mit 1:30:36 Std ein gutes Ergebnis (29. Platz M30). – nur unwesentlich langsamer als unser Kölner Student Max Leible (1:29:33 / 19. Platz M). Nach 1:36:02 Std beendete Hicham Zerrik seinen ersten Heidelberger Halbmarathon (39. Platz M35). Unser Train­er Georg Kopf erreichte das Ziel in 1:38:39 Std (57. Platz M45). Nach langer Laufpause lief Johannes Gerards nach 1:53:19 Std ein (37. Platz MJun).

Nicht zu vergessen: Nach langer Verletzungspause stand auch Wolfgang Wagner wieder an der Start­linie. Sein Ergebnis: 2:23:55 Std, was Platz 6. in der M70 bedeutet. Mit einer guten Zeit lief Christian Kaehler nach 2:00:15 Std ins Ziel.

Gute Ergebnisse der zwanzig Starter der Langdapper – bereits jetzt steigt die Vorfreude für die Neu­auflage im kommenden Jahr. Mit den Langdappern ist zu rechnen!

 

 

In den Wochen vor dem Heidelberger Halbmarathon herrscht Ruhe an der Langdapperfront. Es sei denn, man hat einen anderen Höhepunkt im Frühjahr gewählt. Michael Chalupsky beispielsweise trat in Hamburg über die Marathondistanz an und erzielte dort das beste TSG-Ergebnis seit Jahren: 2:38:38 h netto. Geliebäugelt hatte er mit einer noch schnelleren Endzeit, aber die Bedingungen mit Hagel und böigem Wind gaben das nicht her – hanseatisches Schietwetter halt. So entschied sich Michael für eine defensive Lauftaktik, was mit äußerst gleichmäßigen Kilometer-Splits um 3:45 min. belohnt wurde. Am Ende standen Gesamtplatz 83 und Rang 18 in der M 30 für ihn zu Buche.

Auch Jens Müller konnte nicht am heimischen Halbmarathon teilnehmen, weshalb er seine Form beim Wieslocher Stadtlauf testete. Und dort überraschte er sich selbst mit einer neuen Bestzeit: 36:37 min. auf einer alles andere als flachen Strecke. Dazu sollte man erwähnen, dass Jens erst vor drei Jahren erstmals die 40-min.-Marke knackte. In Wiesloch bedeutete diese Zeit Platz 7 gesamt und den Vizetitel in der M 40.

Dass es nicht zum 1. AK-Platz reichte, lag an Tobias Balthesen, der für Heidelberg testete. In 33:17 min. fiel dieser Test mehr als zufriedenstellend aus – Platz 2 unter 743 Finishern. Auch sonst war die TSG massiv im Vorderfeld vertreten: Marcus Imbsweiler lief direkt hinter Jens ein (1. M 50), Leon Zeiger benötigte als 12. gesamt 37:12 min. (1. MJ U18). Dazu nach längerer krankheitsbedingter Pause Wolfgang Wagner, der Platz 6 in der M 70 belegte (60:32 min.).

Nur eine knappe Woche später legte Leon noch eine Schippe drauf. Bei den baden-württembergischen Langstreckenmeisterschaften in Leinfelden-Echterdingen verpasste er das Podium der U18 nur um wenige Wimpernschläge. Dafür belohnte er sich mit einer neuen Bestzeit über 5000m: 16:38,76 min. Zudem gehörte Leon mit Jahrgang 2001 zu den Jüngeren im Feld, da sieht es nächstes Jahr schon wieder ganz anders aus.

Heißt es nicht manchmal Qualität statt Quantität? - Beim Schüler-Hallensportfest in Reilingen überzeugten unserer jungen Leichtathleten, mit 41 Teilnehmern, davon 14 aus den Kinderleichtathletik-Teams, mit Quantität UND Qualität! -  28 Treppchenplätze und 42 Platzierungen unter den ersten Fünf sprechen für sich, und da sind die Erfolge der Kila-Teams gar nicht einbezogen!
Um die Leistungen jedes Einzelnen aufzuführen, bräuchten wir wahrscheinlich eine Extraausgabe der Rundschau, deshalb nachfolgend nur ein paar Beispiele:
Lennart Krohn (M12), der im Vorjahr bereits mit 1,40m die badische Bestenliste angeführt hatte, steigerte sich im Hochsprung auf geniale 1,50m. Alle Anwesenden hielten bei jedem seiner Sprünge, die er ab einer Höhe von 1,34m im Alleingang meisterte, den Atem an. Weitere Siege holte er sich noch für den 30m-Lauf (5,5s), dicht verfolgt von Len Auer (Platz 2 in 5,6s), und im Weitsprung mit 4,23m (auf Weichbodenmatte!). Apropos Len. Er steigerte sich   nicht nur beim Hochsprung von bisher 1,12m auf 1,26m, sondern stieß auch die Kugel 6,40m weit von sich, womit er noch einen weiteren 2. Platz ergatterte.
Timo Quarneti (M14), musste er sich beim Hochsprung vor einem halben Jahr noch mit 1,36m zufrieden geben, steigerte sich diesmal auf 1,56m! Ein zweites Gold gab es für den 30m-Lauf (5,3s), und Silber, nachdem die 4kg schwere Kugel 9,25m weit geflogen war. Johannes Bürger (M13) verbesserte sich ebenfalls beim Kugelstoßen von 7,51m auf beachtliche 9,24m. Aber Gold war nicht nur dafür vorgesehen, sondern auch noch für den Sprung von 1,38m hoch. Die Faszination des Hochsprungs scheint wohl Früchte zu tragen. Risgar Ritter (M11) übersprang als einziger seiner Alterstufe die 1,16m und auch Charlotte Mnich (W10) schaffte es irgendwie die 1,12m zu überqueren, was beiden den Sieg einbrachte. Mit einer eindrucksvollen Höhe von 1,72m konnte Benjamin Kuhr (M15) sein Können demonstrieren und landete damit höhengleich hinter dem Sieger auf Platz 2. Silber und Bronze gab es in der M15 für Louis Ochel. Er lief die 30m in 5,3s und stieß die Kugel auf 9,95m. Benjamins jüngerer Bruder Johannes Kuhr (M13) holte sich Silber für nur einen durchgeführten Weitsprung von 4,17m, landete dabei mit dem Steißbein unglücklich an der Mattenkante, wobei er sich eine schmerzhafte Prellung zuzog. Davor gab es noch Silber für einen Kugelstoß von 8,53m und Bronze für die 30m in 5,5s. Youssef Galal El-Din (M13) konnte seine bisherige Bestleistung im Hochsprung von 1,24m auf 1,34m steigern (Rang 2) und kam im Weitsprung auf 4,15m (Platz 3). Auch Fiona Jurack (W14) und Frowine Korth (W13) zeigten sich von ihrer besten sportlichen Seite! Fiona holte sich Silber für einen Kugelstoß von 7,21m und einen sehr schnellen Lauf von 5,5s über 30m, sowie Bronze für den Hochsprung (1,20m). Frowine errang Bronze für einen Hochsprung von 1,26m. Weiters erwähnenswert ist noch der Hochsprung mit1,16m und der 30m-Lauf (5,8s) von Clara Skeide (W11), sowie der Kugelstoß von Mika Hufnagel (M12, 6,08m), womit noch drei weitere Bronzemedaillen an uns gingen.
Unser jüngstes Mädchen, Dorothea Kienle (W9) faszinierte beim 30m-Lauf, als sie in der W10 (von 41 Teilnehmerinnen) als Zweitschnellste in 5,7s das Ziel erreichte. Auch im Weitsprung war sie mit 3,48m, ebenfalls in der W10, unter den vorderen Plätzen zu finden.
Aber auch unsere 3 KiLa-Teams (Platz 1 und 7 für die U10, von immerhin 18 Teams, und Platz 2 für die U8, von 14 Teams) gingen stolz mit ihren Medaillen und Urkunden nach Hause!
Die gesamten Ergebnisse gibt es hier.

Unsere Bambinis zeigen stolz ihre Urkunden;
v.l.n.r.: Georg Kienle, Julene Krohn, Levi Nürnberger, Marlene Wysocki, Mira von Hagens

Geht es noch erfolgreicher? Der Sandhofer Straßenlauf wurde von unseren Langdappern mal eben zu TSG-Festspielen umfunktioniert. Beim Zieleinlauf im Stadion dominierten die blauen Trikots ebenso wie bei der Siegerehrung in der Halle. Ein Gesamteinzelsieg sprang nicht heraus, dafür gab es sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern Platz 1 in der Mannschaftswertung.

Und trotzdem: unzufriedene Gesichter allenthalben. Zeitlich blieben die meisten hinter ihren Erwartungen zurück. Das gilt für unseren Coach Georg ebenso wie für unsere aktuell Schnellsten, Tobias und Sophia – um nur einige zu erwähnen. Zum Teil dürfte es am Wind gelegen haben, der in Sandhofen immer ein Faktor ist, vor allem aber an der ungewohnten Wärme. Lediglich Erik Drollinger in seinem ersten M 50-Jahr und Neuzugang Verena Bröstl setzten Ausrufezeichen und wurden prompt mit AK-Platzierungen belohnt.

Lässt man die Zeiten beiseite, war der Auftritt in Sandhofen ein absolutes Highlight. Unter den 16 Schnellsten tummelten sich sieben TSGler plus unser Trainingskollege Bjarne, der für Göttingen startet. AK-Siege gab es in der WHK (Sophia), M 40 (Tobias) und M 50 (Marcus), 2. Plätze in der MHK (Tim) und M 50 (Erik), 3. Plätze in der WHK (Verena), MHK (Philipp) und M 40 (Florian). Dazu, wie erwähnt, in der Teamwertung Platz 1 bei den Damen sowie Platz 1 und 2 bei den Herren. Hier die Einzelergebnisse:

 

  • Tobias Balthesen          34:37
  • Tim-Patrick Ellerhoff   35:11
  • Marcus Imbsweiler      35:16
  • Philipp Weng                 35:54
  • Florian Kienle                36:49
  • Erik Drollinger              37:05
  • Martin Rütze                 37:10
  • Max Leible                     38:36
  • Hicham Zerrik               40:25
  • Jochen Dischinger       40:59
  • Sophia Möllinger         41:15
  • Georg Kopf                     42:25
  • Verena Bröstl                43:37
  • Stefanie Schout            47:37

Michael Chalupsky, unser Mann für die langen Kanten, bereitet sich derzeit auf den Hamburg-Marathon Ende April vor. Dass er gut drauf ist, bewies er bereits mit einem lockeren Trainingslauf beim Bienwald-Marathon in 3:16 h. In Schwäbisch Gmünd ließ er es nun so richtig krachen: Den dortigen Halbmarathon bewältigte er in sagenhaften 1:12:26 h – eine Zeit, an die außer Tobias Balthesen aktuell kein TSGler heranreicht. Dabei läuft Michael erst seit ein paar Jahren regelmäßig! Das Rennen in Gmünd war recht zerfahren, erst superschnell, dann vom Wind gebremst; Michael hielt sich länger in der dreiköpfigen Spitzengruppe auf, um am Ende Gesamtplatz 3 zu belegen. Hamburg kann kommen!

Auch der erwähnte Tobias läuft sich allmählich warm. Am selben Wochenende wie Michael testete er beim Lindenlauf in Neuenstadt (Landkreis Heilbronn), und das sehr erfolgreich. In 35:20 min. konnte ihm auf der anspruchsvollen 10km-Strecke niemand Paroli bieten – Platz 1 unter 173 Teilnehmern. Und weil es so schön war, wiederholte er seinen Gesamtsieg eine Woche später beim Germanenlauf in St. Ilgen. Hier musste er sich allerdings etwas mehr strecken, saß ihm mit Oliver Maier, der für seine Laufschule am Start war, doch der eigene Trainingskollege im Nacken. Am Ende gab es einen standesgemäßen Doppelsieg: Tobias in 34:28 min. vor Oliver in 35:14.

St. Ilgen lieferte noch ein weiteres erfreuliches Ergebnis: Die nächste starke Läuferin hat sich der TSG angeschlossen. Verena Bröstl, Jurastudentin Jahrgang 1991, belegte zum Einstand gleich einmal Gesamtplatz 4 bei den Frauen und siegte deutlich in der Hauptklasse. Was ihre 43:43 min. von der Germanenlaufstrecke wert sind, wird sich vielleicht schon in Sandhofen eine Woche später erweisen.

Für weitere Ausrufezeichen sorgten Leon Zeiger und Michael Harsch. Die Podiumsplätze, die Leon in den letzten Monaten über 5 km belegte, sind kaum noch zählen. Diesmal zeigte er sich in Ladenburg hellwach, wo er den Einsteigerlauf in 18:09 min. als Gesamtzweiter beendete. Unter die Top Ten schaffte es Michael beim TrailRun 21 in Zell am Harmersbach. Hier sind laut Ausschreibung 640 Höhenmeter auf 21,1 km zu bewältigen; kein Wunder, dass der Wettbewerb zur Schwarzwald-Berglauf-Pokalserie zählt. Unter 170 Finishern belegte Michael Gesamtplatz 10 und siegte souverän in der M 45 (1:34:12 h).

Nur unwesentlich weniger Höhenmeter, fast 600 nämlich, gilt es auf dem Weg zum Donnersberggipfel zu erklimmen. Altmeister Christian Kaehler benötigte dafür 1:23:46 h und belegte Gesamtplatz 164 unter 235 Finishern. Komplett flach hingegen ist der Heini-Langlotz-Lauf in Brühl. Hier sorgte ein schnelles TSG-Trio für ein starkes Mannschaftsergebnis: Florian Kienle (36:39 min.), Jens Müller (38:17) und Hicham Zerrik (39:56) stürmten gemeinsam die Top 30 (11, 20, 29), Florian und Jens belegten zudem in der M 40 die Plätze 2 und 4. Mit dabei waren auch unsere (ehemaligen) Trainingspartner Maximilian Walter und Mahmut Arica, die für Eppelheim bzw. Münster starten. Maxi reihte sich ein paar Sekunden hinter Florian ein, Mahmut kam zusammen mit Hicham ins Ziel.

Bei den Badischen Hallen- und Winterwurfmeisterschaften in Mannheim wurden Leon Zeiger (U18) und Timo Quarneti (M14) jeweils Badische Vizemeister.
Leon lief über die 1500m ein beherztes Rennen und sicherte sich in 4:43,33min seine erste badische Medaille. Seine Bestzeit verpasste er nur um knapp 4 Sekunden.
Um ein Haar hätte Timo wegen eines hartnäckigen grippalen Infektes seine Teilnahme an diesen Titelkämpfen wieder absagen müssen. Obwohl immer noch etwas angeschlagen, nahm er dann doch die Herausforderung an. Doch bereits während seiner ersten Disziplin, dem 60m-Hürdenlauf (6. Platz in 11,11s, über eine Sekunde über Bestzeit), machte sich sein geschwächter Zustand deutlich bemerkbar. Beim darauffolgenden Speerwurf versuchte er nochmals alles zu geben und konnte sich mit einem sehr guten und weiten Wurf von 36,63m den Badischen Vizemeistertitel holen. Nachdem dann aber zunehmend seine Kräfte nachließen und er mit „nur“ 8,26s im 60m-Endlauf (5. Rang; 8,17s im Vorlauf) seine Bestleistung von 8,03s, die ihm noch locker einen zweiten Vizemeistertitel eingebracht hätte, nicht wiedergeben konnte, musste Timo noch vor dem Hochsprung den Wettkampf beenden, was vor allem gesundheitlich gesehen, für ihn sicher das Beste war!
Zur Vorbereitung auf diese Meisterschaften lief Timo drei Wochen zuvor bei einem Hallensportfest der MTG die 60m in persönlicher Bestzeit von 8,03s und landete nur um 1/100s geschlagen auf dem zweiten Platz. Auch für seinen Hochsprung von beachtlichen 1,53m reichte es nur zu Silber, obwohl der Sieger auch nicht höher sprang, allerdings bei etwas weniger Fehlversuchen. Noch ein drittes Mal auf den 2. Rang lief Timo dann noch die 60m Hürden (10,01s), und mit der Kugel, die immerhin 8,90m weit flog, wurde er Dritter. Nur beim Weitsprung lag er diesmal mit 5,02m (Rang 5) etwas unter seiner Bestleistung.
Auch unsere 3 weiteren TSGler, Manuel Peters und Jonas Entenmann (beide M15) und Vincent Lamy (M14) konnten an diesem überregionalen Hallenwettkampf ihre sportlichen Stärken einbringen. Manuel zeigte einen sehr schönen Hürdenlauf (Platz 4 in 10,66s), während Jonas mit einer Zeit von 2:40,21min einen beeindruckenden 800m-Lauf hinlegte. Auch Vincent lief die 800m in einer guten Zeit von 2:51,23min. Zum Schluss liefen die vier noch die 4x100m-Staffel, was ja in der Halle mit den Wechseln in den engen Kurven gar nicht so einfach ist, in der ordentlichen Zeit von 55,12s auf den zweiten Platz.
Eine Woche nach dem erfolgreichen Saisonauftakt der U16 fanden sich einige unserer U14-Schüler ebenfalls in der Halle Mannheim ein. Super Zeiten liefen unsere 800m Läufer. In der M12 liefen Eric Langlouis in 2:40,99min auf Platz 2 und Jakob Buselmeier in 2:50,90min auf Platz 5. In der M13 verpasste Dante Aulehla mit 2:40,32min als Vierter knapp das Podium; Johann Williams erreichte mit 2:48,89min als Siebter das Ziel. Einen technisch einwandfreien und auch schnellen 60m-Hürdenlauf zeigte Mika Hufnagel (M12) in 11,87s und wurde damit Vierter. Einen Platz weiter oben waren dann seine 5,37m mit der Kugel wert. Nicht sehr erfreulich lief der Wettkampf bei Johannes Kuhr (M13). Bereits nach seiner ersten Disziplin, dem Weitsprung, mit einer Weite von 4,25m schmerzte sichtlich sein Bein. Er versuchte noch den 60m-Vorlauf, wobei er sich sogar für den Endlauf qualifizieren konnte. Nachdem aber die Schmerzen keineswegs besser wurden, musste er diesen, sowie auch Hürdenlauf und Hochsprung kurzfristig absagen, konzentrierte sich aber nochmals ganz auf den Kugelstoß, erreichte eine tolle Weite von 8,50m und somit den 3. Platz. Auch Matteo Schmidt (M13) zog sich leider schon beim Warmlaufen eine Muskelzerrung zu und versuchte sein Glück auch nur noch mit der Kugel, die er dann immerhin noch 7,40m weit von sich stieß.

Unsere 800m-Läufer der U14;
v.l.n.r.: Johann Williams, Eric Langlouis, Jakob Buselmeier und Dante Aulehla

Nur eine Woche nach Erfurt waren Marcus und Florian auch bei den Kreislangstreckenmeisterschaften in Wiesloch am Start. Über 10.000m gewann Marcus wenig überraschend den Titel in der M 50 (34:35 min.), Florian dagegen musste seinem Mittelstreckentraining und der starken Konkurrenz in der M 40 Tribut zollen (37:18 min., Platz 4). Einer dieser Konkurrenten, und zwar der stärkste, kam aus dem eigenen Stall: Tobias Balthesen sorgte in 34:19 min. für die schnellste TSG-Zeit über die 25 Stadionrunden.

Für den Höhepunkt aber sorgte eine Läuferin. Sophia Möllinger setzte sich im Frauenrennen über 5.000m ohne Respekt vor den älteren Semestern sofort an die Spitze und sorgte mit einem 3:45er Schnitt dafür, dass ihr niemand folgen konnte. Am Ende wurde sie nicht nur mit dem Gesamtsieg belohnt, sondern auch mit einem Sprung auf Platz 4 in der ewigen TSG-Bestenliste. Mit 18:48,49 min. rangiert sie nun acht Sekunden hinter Jean Folan und eine gute Minute hinter Viola Kirschke-Deck.

Auch Tim-Patrick Ellerhoff und Oliver Maier hätten TSG-Historie schreiben können, wenn sie beim Halbmarathon in Kandel noch einen schnellen Mitstreiter gefunden hätten. Der TSG-Mannschaftsrekord über 21,1 km wurde ja erst 2016 an gleicher Stelle auf 3:47:56 h verbessert. So blieb es bei hervorragenden Einzelleistungen der beiden: Tim belegte in 1:15:01 h netto Gesamtplatz 13, Oliver rangierte in 1:16:41 h (neue pB!) nur sechs Plätze dahinter und wurde Zweiter der M 40.

Mit einem kompletten Medaillensatz kehrten unsere TSG-Vertreter von den Deutschen Seniorenhallenmeisterschaften in Erfurt zurück – und das, obwohl termin-, verletzungs- bzw. krankheitsbedingt nur ein Trio an den Start gehen konnte.

Da war zunächst unser Oldie Helmut Diehm, der im Stabhochsprung der M75 die 1,80m und 2,00m im ersten Versuch übersprang. Die 2,10m ließ er aus, um die 2,20m im zweiten Versuch zu knacken. Stärker waren an diesem Tag nur zwei Konkurrenten – Bronze für Helmut.

Unser Senkrechtstarter auf den Mittelstrecken heißt Florian Kienle; in Erfurt bestritt der Jurist sein zweites 800m-Rennen überhaupt. Und tat das so cool, als sei er schon jahrelang im Geschäft. In einem taktisch geprägten Lauf – nach 200 Metern mokierte sich der Sprecher über das „Frauentempo“ – ging er zu Beginn der letzten Runde an die Spitze und wurde erst auf den letzten 50 Metern überspurtet. Trotzdem war die Freude über die Silbermedaille in der M40 (2:14,29min) riesig.

Regelrecht Langeweile verbreitete dagegen Marcus Imbsweiler über die 3000m. In seiner neuen Altersklasse M50 war er mit der besten Vorleistung angereist und übernahm nach einer knappen Runde die Führung, die er bis zum Ziel noch deutlich ausbaute. Mit 9:31,62min holte er sich nach zwei Vizerängen seinen ersten nationalen Titel in der Halle.

Leon Zeiger ist gut drauf, und zwar sowohl indoor als auch im Freien. Ende Januar gewann er die 5000m im Rahmen des Crosslaufs in Kraichtal-Oberacker – wohlgemerkt nicht seine Altersklasse, sondern gesamt! Taktisch geschickt übernahm er auf der zweiten Rennhälfte die Führung und baute sie bis ins Ziel auf 47 Sekunden aus (18:23 min.). Zwei Wochen später zeigte er sich auch in der Halle hellwach. Bei den Baden-Württembergischen Meisterschaften der U18 belegte er als Jahrgangsjüngerer über 1500m in 4:43 min. den zweiten Platz.

Parallel hierzu ging in Rheinzabern die Winterlaufserie zu Ende. Aufgrund vielfacher Hallenaktivitäten war über die 20 km diesmal nur ein kleines TSG-Team am Start. Aber Oliver Maier, Jan Schäfer und Jens Müller sorgten dafür, dass am Ende Gesamtplatz 4 in der Mannschaftswertung heraussprang. Mit 1:12:28 h (Olli), 1:18:25 (Jan) und 1:21:39 (Jens) belegten die drei die Plätze 2, 11 und 15 in der M 40. Die komplette Serie lief nur einer, nämlich Jan; seine Gesamtzeit von 2:55:05 min. bedeuteten in der Endabrechnung Rang 5 in der M 40.

Schauplatz der Baden-Württembergischen Crosslaufmeisterschaften war in diesem Jahr Insel Reichenau – gewissermaßen ein Heimspiel für den aus Stockach stammenden Philipp Weng. Als einziger TSG-Vertreter auf der anspruchsvollen 10,8 km-Runde machte er seine Sache hervorragend. In einem starken Feld belegte er Platz 12 gesamt und wurde Sechster in der Juniorenwertung (38:16 min.).

Nachdem sich in den vergangenen Jahren bei den Langstrecklern ein leichter Trend Richtung Halle abgezeichnet hatte, kann man 2017 fast von einem Boom sprechen. Das liegt mit Sicherheit auch an unserem Trainer Georg, der als ausgewiesener Hallenfreund gilt. So verordnete er Abdoulie Manneh, unserem schnellen Mann aus Gambia, ein 800m-Rennen in Ludwigshafen, das dieser in 2:09,56min beendete. An selber Stelle traten Philipp Weng und Marcus Imbsweiler über die 3000m an und lieferten in 9:18,18 und 9:29,94min ordentliche Ergebnisse ab.
Zuvor hatte sich Marcus an den 1500m erprobt, und zwar gleich zwei Mal. Nach einem gelungenen Einstand in Saarbrücken mit 4:26,78min kam er in Mannheim trotz Schrittmacherdienste der Kollegen nicht über die 4:30 hinaus. Allerdings war das Rennen bei der MTG eines der chaotischsten seit langem, mit Fehlstart, mehreren Startabbrüchen, Ausfall der Zeitnahme und ohne Schlussrundenansage. Philipp gewann den Lauf in starken 4:21,39min, Abdoulie und Tobias bekamen leider keine reellen Zeiten zugewiesen. Umso erwähnenswerter der Auftritt von Leon Zeiger, der sich als noch 15-Jähriger auf 4:39,01min steigerte. Die Quali für die badischen Meisterschaften U18 hatte er sich bereits in Saarbrücken gesichert (4:46,89).
Beim (vorläufigen) Höhepunkt der Hallensaison, den Baden-Württembergischen Seniorenmeisterschaften, zeigten sich die Mannheimer dann besser gerüstet. Und prompt lief es für die TSG 78 wie am Schnürchen. Zunächst holte sich Marcus als Neu-M50er den Titel auf der ungewohnten 800m-Strecke (2:14,87min), dann setzte Florian Kienle in der M40 noch einen drauf. Seine 2:10,40min bedeuteten nicht nur Rang 1 nach hartem Fight bis zur Ziellinie, sondern auch die souveräne Quali für die deutschen Seniorenmeisterschaften in Erfurt. Auf Platz 3 sparte Tobias Balthesen (2:17,87) Kräfte für den Abend.
Denn da standen die 3000m auf dem Programm, und auch hier ging kein TSGler ohne Medaille nach Hause. Den Anfang machte Tobias, der in einem taktisch geprägten Rennen M40-Gold holte (9:46,57min) – knapp vor seinem Teamkollegen Oliver Maier. Olli knackte in 9:48,90min seine persönliche Bestzeit, schrammte aber um wenige Sekunden an der DM-Quali vorbei. Dafür leistete Erik Drollinger in der M50 Maßarbeit: 10:24,56min für die 15 Hallenrunden, Qualizeit abgehakt, Bronzemedaille ergattert. Dass es nicht Silber wurde, lag an Marcus, der sich im selben Rennen seinen zweiten BaWü-Titel sicherte (9:46,36).
Nach der Devise „kein TSGler ohne Medaille“ verfuhren übrigens auch unsere beiden anderen Starter bei den Seniorenmeisterschaften, Helmut Diehm und Jürgen „Robbo“ Hofstätter. Während sich Helmut nach übersprungenen 1,14m im Hochsprung der M75 mit Bronze begnügte, ließ er es mit dem Stab so richtig krachen: 2,20m schaffte an diesem Tag außer ihm kein Konkurrent – das war der Titel. Bleibt noch unser Viertelmeiler Robbo, der die zwei Hallenrunden in 60,32s zurücklegte. Nur vier Starter überhaupt waren an diesem Tag schneller; in der M 55 reichte es zur Silbermedaille.


Erfolgreiche 3000m-Läufer bei den Baden-Württembergischen Senioren-Hallenmeisterschaften in Mannheim:

oben, v.l.n.r.: Erik Drollinger, Marcus Imbsweiler, Oliver Maier und Tobias Balthesen, unten: Trainer Georg Kopf

Silvester ist bekanntlich der Tag mit dem größten Volkslaufangebot im Jahr. Da verwundert es nicht, dass sich auch einige TSGler in die Ergebnislisten eintrugen. Hier ihre Resultate, ohne Anspruch auf Vollständigkeit:
Gleich drei Heidelberger waren in Heddesheim am Start und schafften es, innerhalb einer Minute das Ziel zu erreichen: Florian Kienle, unser neuer schneller Mann, brauchte 28:03min für die 7,7 km, Jan Schäfer nur 14 Sekunden länger, und nach 28:54min hatte auch Jens Müller sein Tagessoll erfüllt. Im Gesamtklassement belegten sie die Plätze 20, 21 und 30, zudem wurde Florian mit AK-Silber dekoriert (M 40).
In Griesheim kämpfte Michael Chalupsky lange um den Gesamtsieg mit. Am Ende reichte es für den Marathonspezialisten auf der 10 km-Waldstrecke zu Platz 3 in sehr guten 34:56min, nur 20 Sekunden hinter dem Sieger. In der M 30 war Michael unangefochten.
Einen tollen Erfolg gab es für Lukas Knieps, den ehemaligen Handballer, Jahrgang 1992. Erst seit Herbst im Training, drückte er seine 10km-Bestzeit beim Silvesterlauf in Bonn auf 36:53min, was auf der nicht einfachen Strecke Gesamtplatz 6 bedeutete. Ganz klar, da geht noch was!
Etwas schneller unterwegs, wenn auch langsamer als gewohnt, war Tobias Balthesen im heimischen Pfalzdorf (Niederrhein). Für seine Zurückhaltung gab es einen Grund: die Begleitung der deutschen Juniorenmeisterin Inga Hundeborn vom Solinger LC, die an Tobis Seite den Streckenrekord auf 35:08min verbesserte – Platz 4 und 5 für das erfolgreiche Gespann.
Und nur eine gute Woche nach dem Jahreswechsel stand schon wieder die Rheinzaberner Winterlaufserie auf dem Programm. Weil in diesem Jahr einige Langstreckler die Hallensaison bestreiten, war beim 15er nur ein Trio am Start, aber das schlug sich ausgezeichnet: Unser Noch-Tübinger Tim-Patrick Ellerhoff bestätigte seine ausgezeichnete Form bei schwierigen Bodenverhältnissen mit einem 11. Gesamtplatz (52:37min), auf den Rängen 57 und 66 liefen Jan Schäfer (58:42) und Jens Müller (59:52) ein. Gemeinsam konnten sie die Mannschaft auf einen aussichtsreichen 4. Platz hieven – zum Abschluss der Serie ist das Podium wieder in Reichweite!

Ja, auch im Dezember 2016 war der 10er, der erste Lauf der Rheinzaberner Winterlaufserie, für die TSG-Langstreckler wieder eine Reise wert. Und das, obwohl die Serie mittlerweile so stark besetzt ist, dass ein Podiumsplatz in der Teamwertung außer Reichweite scheint. Zur Verdeutlichung ein paar Zahlen: Mit einer Endzeit von 35 Minuten über 10 km schaffte man es dort nicht einmal unter die Top 50; ganze 240 Finisher, darunter 19 Frauen, blieben unter 40 Minuten. Etliche Leistungen, v.a. bei den Frauen und bei den Männerteams, fanden Eingang in die deutschen Bestenlisten.
Trotzdem lohnte sich die Teilnahme aus TSG-Sicht. Denn gerade die Stärke der Konkurrenz ist es ja, die bei der Jagd nach persönlichen Rekorden anstachelt. Für das absolute Highlight sorgte dabei Sophia Möllinger, unsere derzeit schnellste Frau. Unterstützt von Tobias Balthesen, pulverisierte sie ihre erst im September aufgestellte Bestzeit um mehr als zwei Minuten auf sagenhafte 38:54min. In der gesamten TSG-Historie waren nur drei Frauen schneller unterwegs als sie. Und Sophia ist erst 24…Okay, in Rheinzabern reichte diese Zeit gerade mal zu Platz 8 in der Hauptklasse.
Weitere persönliche Bestzeiten erzielten Philipp Weng (mit 33:46 endlich unter 34min – in 2017 läuft er für die TSG) sowie unsere Neuzugänge Martin Ankenbauer (34:00), Florian Kienle (36:40) und Angela Digennaro (51:32). Eine Punktlandung gelang Oliver Maier: Mit 34:58 unterbot er die Qualizeit für die Deutschen um genau zwei Sekunden und schaffte es als Dritter auf das Podium der M40. Abdoulie Manneh, unser Mann aus Gambia, beschenkte sich bei seiner TSG-Premiere mit einer 36:54; eine gute Minute dahinter zeigte Jan Schäfer, dass wieder mit ihm zu rechnen ist (37:58). Ebenfalls aufsteigende Form bewiesen Jochen Dischinger (40:42) und Andreas Engelhart (43:41). Stefan Knopf (47:21) und Wolfgang Wagner (54:33) nutzten die schnelle Strecke in der Pfalz zum Wiedereinstieg nach längerer Trainingspause.
Fehlen noch unsere beiden Erfolgreichsten, zumindest was ihre Altersklassenzugehörigkeit angeht. Leon Zeiger zimmerte sechs Wochen nach seinem sensationellen Auftritt von Hockenheim eine 36:35 auf den Asphalt und war damit in der U18 unangefochten. Mit Jahrgang 2001 kommt er ja eigentlich erst 2017 in diese Altersklasse. Der zweite Altersklassensieg gelang Routinier Marcus Imbsweiler, dem die „drohende“ Zugehörigkeit zur M50 (in Rheinzabern wird bereits für 2017 gewertet) Flügel zu verleihen scheint. In 33:43 war er an diesem Tag tatsächlich schnellster TSGler.

Bereits nach den ersten 3 siegreichen Wettkämpfen (Dielheim, Rohrbach und Schriesheim), war unserer U10, die sich den Teamnamen „die Eiszeitdrachen“ gaben, der Gesamtsieg nicht mehr zu nehmen. So konnte man ganz entspannt dem 4. und letzten, der in Wiesloch stattfand, entgegensehen und war dann sogar noch so nett, den Seckenheimer-Speeds, mit einem Punkt Differenz den Tagessieg zu überlassen.  
Für unsere U12, genannt „die Heuschrecken“, war nach den ersten 3 Wettkämpfen der Sieg noch nicht ganz sicher, obwohl auch sie, nach zweimal Platz 1 und einmal Platz 3, die Tabelle deutlich anführten. Daher ging es beim letzten Wettkampf nochmals richtig spannend zu, denn auch die Seckenheimer Löwen und Rohrbacher Nachwuchsleichtathleten waren nicht zu unterschätzen. Schließlich aber, nach Tagesbestleistungen in allen vier Disziplinen (30m Hindernis-Sprintstaffel, Stabweitsprung, Medizinballstoßen und Hallencross), standen wir als die Pokalgewinner eindeutig fest und unsere überglücklichen Heuschrecken durften gleich zweimal ganz nach oben auf das Podest hüpfen!
Auch unsere allerjüngsten Leichtathleten aus der U8 können auf ihre beiden letzten siegreichen Wettkämpfe sehr stolz sein. Da sie leider in Dielheim und Rohrbach kein eigenes Team mit Minimum 6 Teilnehmern bilden konnten, fehlte leider noch ein Wettkampf für das Gesamtergebnis.
Es sollte aber nicht nur der Erfolg an diesem, vom Deutschen Leichtathletikverband neu entwickelten und gut durchdachten „Kinderleichtathletik-Wettkampfsystem“, bestehend aus 10 Disziplinen (zur Wahl) in Vorbereitung auf den klassischen Mehrkampf, im Vordergrund stehen, sondern vor allem auch der Teamgeist und die Freude an unserer vielseitigen Sportart!
Teilgenommen haben (in Klammern Anzahl der Wettkämpfe):
U12:
Marie Bollen (3), Lilli Geletneky (2), Audrey Gresset-Bourgeois (2), Nika Hieber (1), Clara Skeide (2) (alle W10), Len Auer (2), Lasse Bloss (4), Jakob Buselmeier (1), Moritz Friederich (4), Christopher Hartmann (1), Malte Hillermeier (2), Mika Hufnagel (2), Lennart Krohn (3), Simon Staub (1) (alle M11), Benedikt Bürger (4), Moses Glauer (1), Matteo Hille (1), Risgar Ritter (2), Theo Sigmund (1), Max Stadler (1) (alle M10)
U10:
Charlotte Mnich (2), Lya Otto (2), Flavia Schmidt (2) (alle W9), Dorothea Kienle (4), Lena Lautscham (2) (beide W8), Caspar Glauer (4), Theo Faber (2) (beide M9), Josiah Bloss (4), Benjamin Geletneky (3), Bennet Krohn (4), Elias Reiser (1), Philipp Schröder (3), Stefan Wysocki (1) (alle M8)
U8:
Annalena Bayer (3), Emily Waidelich (1) (beide W7), Tosca Staub (2), Julene Krohn (1), Antonia Gresset-Bourgeois (1) (alle W6), Nikolaus Mahnkopp (2), Tom Stadler (1) (beide M7), Simon Schröder (3), Levi Nürnberger (2) (beide M6), Johannes Bayer (3) (M5)

Anfang Dezember fand für unsere Schüler ein Überraschungstraining statt. Ursula und Christian Maichle sowie Jürgen Diehm führten dabei verschiedene Ehrungen durch und verteilten die Sportabzeichen und Mehrkampfnadeln. Im Anschluss erhielt jeder noch ein „cooles Weihnachtsgeschenk“, das sogenannte Universaltuch!
Zusätzlich mit einem Pokal und einem T-Shirt durften unsere Schülerleichtathleten des Jahres 2016 nach Hause gehen:
Dorothea Kienle (W8):
Kreismeisterin im Dreikampf (mit Bestleistungen im 50m-Lauf von 8,41s und im Weitsprung von 3,58m)
Kreismeisterin im 800m-Lauf (Bestleistung 3:19,16min)
Kreismeisterin im Waldlauf
Lennart Krohn (M11):
Kreismeister im Hochsprung (Bestleistung 1,40m)
Kreismeister im Weitsprung (Bestleistung 4,66m)
Kreismeister im Waldlauf
Dreimal Badischer Ranglisten-Erster (Hoch, Weit, Vierkampf)
Timo Quarneti (M13):
Vize-Kreismeister über 75m (Bestleistung 9,84s)
Vize-Kreismeister im Ballwurf (Bestleistung 50,50m)
Vize-Kreismeister im Drei- und Vierkampf
Zweiter in der Badischer Bestenliste über 75m und mit dem Speer (38,92m)
Timo wurde für diese Leistungen nicht nur zur Badischen Talentsichtung nach Mannheim eingeladen, sondern durfte sich auch noch zu den Auserwählten für den F-Kader (Mehrkampf) aus ganz Baden-Württemberg zählen.

Zwei Wochen zuvor durften auch die „Großen“, also Jugendliche und junggebliebene Erwachsene, die Saison 2016 in feierlichem Rahmen im Marriott-Hotel abschließen. Nach dem Ansturm auf das wie immer reichhaltige Büffet nahm Peter Frese die Übergabe der Sportabzeichen vor. Hier konnte er Neueinsteiger ebenso begrüßen wie erfahrene Sportler, die das Sportabzeichen bereits 25 Mal und öfter abgelegt haben. Verbunden wurde die Übergabe mit einer Spende für die Jugendarbeit.
Bevor dann Chris Maichle in bekannt humorvoller Art die Leichtathleten des Jahres präsentierte, bekamen die Hiphop-Breakdancer des TSV Buchen, unser diesmaliger Showact, für ihre begeisternden Vorführungen verdienten langanhalteten Applaus.
Zur Leichtathletin des Jahres wurde Jeannette Jansen gekürt. Auf den Plätzen landeten Laura Geiger und Carole Geimer. Bei den Männern gewann wieder Marcus Imbsweiler, diesmal vor dem Jugendlichen Leon Zeiger sowie den beiden Senioren Helmut Diehm und Jürgen Hofstätter. Bei den Mannschaften gab es erstmals gleich drei Sieger. Denn alle drei erzielten im abgelaufenen Jahr neue Vereinsrekorde. Die 4x400m-Staffel der Frauen mit Jeannette Jansen, Alissa Fink, Sophia Kramer und Charlotte Neitzel ebenso wie die Halbmarathon-Mannschaften der Frauen (mit Laura Geiger, Beatrice Latz sowie Sophia Möllinger) und der Herren (Marcus Imbsweiler, Martin Rütze und Oliver Maier).

linkes Bild: unsere Schüler-Leichtathleten des Jahres 2016: Dorothea Kienle (oben), Lennart Krohn (Mitte) und Timo Quarneti (unten)

rechtes Bild: unsere Leichtathleten des Jahres auf einen Blick, v.l.n.r.: Jeannette Jansen, Alissa Fink, Sophia Kramer, Carole Geimer, Sophia Möllinger, Laura Geiger, Jürgen Hofstätter, Helmut Diehm, Leon Zeiger, Marcus Imbsweiler, Oliver Maier, Sportwart Christian Maichle und Martin Rütze

Im Wieslocher Dämmelwald dämmelten sich unsere Langstreckler und Schüler zu einer wahren Flut von Kreismeistermedaillen. Ladies first, und das aus sportlicher Sicht völlig zu Recht, denn Sophia Möllinger brachte so manchen Experten an der Laufstrecke zum Staunen. „Wer ist das Mädel in Blau?“, hieß es ein ums andere Mal, als sie sich zur Hälfte des Damenrennens an die Spitze setzte. Zum Gesamtsieg reichte es zwar nicht ganz, wohl aber zu Platz 1 in der Hauptklasse. Für die 3200m benötigte Sophia 12:27min – und dürfte ihren Bekanntheitsgrad im Kreis deutlich gesteigert haben.
Marcus Imbsweiler dagegen war schon im Vorfeld den meisten ein Begriff, weshalb sein Sieg in der M45 keine große Überraschung war (20:26min über 5570m). Eher schon der Triumph von Florian Kienle bei seinem ersten Einsatz für die TSG 78. Wie seine Tochter Dorothea (s.u.) ließ er in seiner AK, der M40, keinem Konkurrenten eine Chance (20:25min). Einen 4. Platz in der M55 belegte Schnaufi Kaehler, leichtfüßig wie eh und je (27:17), Andreas Engelhart wurde Siebter in der M45 (23:33). Als Team verpassten Florian, Marcus und Andreas den Titel nur knapp und mussten sich 13 Sekunden hinter dem TV Rheinau mit Silber begnügen.
Gleichsam zur Strafe traten Florian und Marcus noch im direkt anschließenden Kurzcross über 3200m an. Zusammen mit Coach Georg Kopf bildeten sie die Altenheim-Fraktion des Rennens. Fast alle 15 Konkurrenten hätten ihre Söhne sein können – umso bemerkenswerter, wie viele sie auf der Sprintstrecke hinter sich ließen. In 10:50 (Marcus), 11:58 (Florian) und 12:47min (Georg) belegten sie einträchtig die Plätze 3 bis 5 in der Männerkonkurrenz; im Gesamtfeld notierten sie auf 7, 14 und 16. Auch hier gab es eine Silbermedaille für die Teamleistung. Zu erwähnen ist noch Trainingspartner Philipp Weng, der ein letztes Mal für seinen Heimatverein Stockach antrat und außer Wertung einen hervorragenden 2. Gesamtplatz belegte (10:20min).
Weiter ging es mit der Langstrecke über 8000m, bei der sich ebenfalls eine TSG-Mannschaft gefunden hatte. Und hier klappte es endlich mit dem ersehnten Mannschaftsgold, nämlich in der Seniorenklasse M30/35. Oliver Maier, eigentlich in der M40 startberechtigt, lief mit all seiner Routine aus dem Mittelfeld auf Gesamtplatz 4 vor und war damit Schnellster der TSG-Riege (28:09min). Dahinter bewies Jan Schäfer in 31:30min aufsteigende Form. Ganz besonders aber freuen wir uns über den ersten Auftritt unseres Neuzugangs Hicham Zerrik, der das Ziel nach 32:28min erreichte. Und die Einzelplatzierungen? In der M30 Platz 1 und 2 für Olli und Hicham, in der M35 Sieg für Jan.
Nach den sehr erfolgreichen „Oldies“, mit insgesamt 6 x Gold, 3 x Silber und  einmal Bronze, starteten dann auch noch unsere 25 „Youngsters“ voll durch:
Kreismeister wurden Dorothea Kienle in der W8 und Lennart Krohn in der M11. Dante Aulehla lief die zweitschnellste Zeit in der M12 und holte sich den Vizemeistertitel. In der M8 führte Josiah Bloss mit Platz 3 unsere Jungs an, dicht verfolgt von Benjamin Geletneky, Bennet Krohn und Stefan Wysocki auf den Plätzen 4 bis 6. In der M9 verpasste Caspar Glauer mit Rang 4 knapp eine Medaille, holte sich diese aber dann mit Silber in der U10-Mannschaft zusammen mit Josiah und Benjamin. Hier belegte unsere zweite Mannschaft mit Bennet, Stefan sowie Felix Jurack (M8) den 4. Platz unter den 9 teilnehmenden Mannschaften.
Ein Platz weiter oben landete unsere weibliche U10 (Dorothea, Flavia Schmidt (W9) und Annalena Beyer (W7)), die sich über Bronze freuen durften. Weitere Mannschaftsmedaillen, und zwar jeweils in Silber, gingen an unsere männliche U14 mit Dante, Michael Barten (M13) und Johann Williams (M12) als auch an unsere männliche U12 (Lennart, Eric Langlouis und Jakob Buselmeier, alle M11).
Noch ein Wort zu Jakob, einem unserer allerbesten Ausdauerläufer. Dessen Lauf verlief nicht ganz so glücklich, denn er musste während des Laufs eine kleine Pause einlegen, um sich der, noch kurz zuvor verspeisten Banane, wieder zu  entleeren, erreichte dann trotzdem noch, nach einem anschließenden Überholsprint, als 7. von immerhin 15 seiner Altersklasse, das Ziel.
Bewunderung geht aber nicht nur an die hier namentlich Erwähnten, sondern an alle, die trotz Eiseskälte auch sehr gute Läufe gezeigt haben!  

Einige Bestleistungen für unsere Schüler gab es beim letzten Freiluftwettkampf des Jahres bei den offenen Vereinsmeisterschaften der MTG Mannheim. Auf der bekannt schnellen Bahn lief Timo Quarneti (M13) über 75m in 9,84s erstmals unter 10 Sekunden und erzielte außerdem mit Kugel (9,86m), Speer (38,92m) und Ballwurf (50,50m) neue persönliche Rekordmarken.
In der M12 egalisierte Matteo Schmidt seine PB über 75m in 10,96s, hinter ihm gab es für Matteo Gresset-Bourgeois (11,33s) und Johannes Bürger (11,65s) neue Bestzeiten. Und dies trotz kühlen und nassen Bedingungen, unter denen vor allem die Sprungdisziplinen litten. Die Stöße und Würfe sind davon weniger betroffen, hier überzeugte Johannes mit 7,51m mit der Kugel sowie mit 24,78m mit dem Speer und Matteo S. steigerte sich mit der Kugel auf 6,90m.
Herausragender Athlet in der M11 war unser Lennart Krohn. Beim Vierkampf holte er überragende 1.471 Punkte, u.a. mit 7,81s über 50m und 1,36m im Hochsprung. Aber auch über 800m war er nicht zu bezwingen (2:54,28min). Benedikt Bürger (M10) kam im Vierkampf auf ordentliche 979 Punkte, dabei blieb er in 8,99s über 50m erstmals unter 9 Sekunden.

Der Oktober begann für unsere Langdapper mit den Baden-Württembergischen Meisterschaften über die 10 km-Strecke in Heilbronn. Für die TSG 78 sprang dabei Doppelgold heraus: ein erwartetes durch Marcus Imbsweiler, der in 34:36min seine Altersklasse klar gewann, aber auch eines, mit dem man nicht unbedingt rechnen konnte. In der kombinierten Teamwertung M 35/40/45 nämlich belegten Jan Schäfer (39:55), Andreas Engelhart (42:46) und Marcus den 1. Platz, nur 13 Sekunden vor der Konkurrenz aus Rot. Schnellster aus unseren Reihen an diesem Tag war allerdings ein anderer, nämlich Philipp Weng (34:20), der für seinen Heimatverein TG Stockach antrat.
Mit imposanten Höhenmeterzahlen kann der Trailmarathon in Heidelberg aufwarten. Piotr Kucharczyk bewältigte in seinen ersten Marathon überhaupt die 1500 Höhenmeter in 3:52:55h und knackte nicht nur die 4-Stunden-Marke, sondern belegte auch Gesamtplatz 20 und wurde in der M 30 Vierter. Die gleiche Strecke, wenn auch ohne die Himmelsleiter und mit ein paar Abkürzungen, nahm Dominique Chatard unter die Füße: den sogenannten Halftrail, der mit 30 km Länge und an die 1000 HM aber mehr ist wie nur die Hälfte des Hauptlaufs. Seine Endzeit von 2:56:47 h bedeutete Platz 55 gesamt.
Und nun nach Köln. Hier belegte Tobias Balthesen bei einem seiner Lieblingsläufe, dem Kölner Halbmarathon, Platz 32 gesamt (4. in der M 35). 1:15:47h (netto) standen für ihn im Ziel zu Buche. Nach längerer Wettkampfabstinenz ließ sich hier auch Johannes Gerards wieder einmal blicken: Er hatte sein Tagwerk nach 1:43:58 getan
Zwei neue Topläufer verstärken nun die Reihen der Langdapper. Der eine, Leon Zeiger, macht schon seit einiger Zeit durch gute Leistungen über 3000 und 5000m von sich reden. Dass er sich bei den längeren Strecken noch zurückhält, hat seinen guten Grund: Leon ist Jahrgang 2001, also erst 15. Beim Kraichgaulauf in Sinsheim-Rohrbach nahm er nun doch einmal die 10,6 km in Angriff und landete gleich auf dem zweiten Gesamtplatz. In 41:02min ließ er nur einem Triathleten den Vortritt. Noch besser lief es für Leon beim Fitnesslauf in Östringen. Die 5 km-Distanz bewältigte er in 18:38min, so schnell wie an diesem Tag kein anderer. Da konnte selbst Olympiasieger Dieter Baumann, der zeitgleich auf der 10 km-Strecke zugange war (und zwar ein gutes Stück langsamer !), nur staunen.
Eine Verstärkung gibt es aber auch auf den längeren Distanzen zu vermelden. Manche werden sich gefragt haben, welcher TSGler da beim Baden-Marathon in Karlsruhe auf Gesamtplatz 5 einlief. Michael Chalupsky trainiert erst seit einigen Jahren regelmäßig, aber das höchst erfolgreich: In 2:42:01h lieferte er eines der besten TSG-Marathon-Resultate der letzten Jahre ab. Und beim erstmals ausgetragenen Franklin-Halbmarathon in Mannheim legte er gleich nach. Auch hier belegte er Gesamtplatz 5, und zwar in sehr guten 1:14:36h, vom Heidelberg-Sieger Kibrom Issac nur um 2 Sekunden geschlagen.
An Leon und Michael werden wir noch viel Freude haben!
Und der Knaller zum Schluss: Es gibt Langstreckler, und es gibt Längststreckler. Unsere Ultras Maic Seegel und Bernhard Pfeifer zeigten schon letztes Jahr mit ihren Siegen bei 24 h-Rennen eindrucksvoll, was das heißt. Aber jetzt setzte Bernhard noch eins drauf. Den legendären Spartathlon von Athen nach Sparta, der über insgesamt 246 km führt, finishte er in 29:16:04h. Das sind fast sechs Marathons hintereinander – für die Normalos unter den Langdappern unvorstellbare Zahlen. Fest steht, dass Bernhard diesmal betont defensiv anging, um auf der zweiten Streckenhälfte (so ab dem vierten Marathon etwa) einen Konkurrenten nach dem anderen einzusammeln. Im Ziel war er 30. gesamt und drittbester Deutscher.